{"id":27719,"date":"2023-07-21T07:00:35","date_gmt":"2023-07-21T05:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2023\/07\/21\/sternengeschichten-folge-556-el-nino-und-die-komplexen-oszillationen-der-erde\/"},"modified":"2025-05-14T17:29:00","modified_gmt":"2025-05-14T15:29:00","slug":"sternengeschichten-folge-556-el-nino-und-die-komplexen-oszillationen-der-erde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2023\/07\/21\/sternengeschichten-folge-556-el-nino-und-die-komplexen-oszillationen-der-erde\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 556: El Ni\u00f1o und die komplexen Oszillationen der Erde"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-12938\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo-150x150-1.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><i>Das ist die Transkription einer Folge meines <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/\">Sternengeschichten-Podcasts<\/a>. Die Folge gibt es auch als <a href=\"https:\/\/main.podigee-cdn.net\/media\/podcast_7374_sternengeschichten_episode_1144541_sternengeschichten_folge_556_el_nino_und_die_komplexen_oszillationen_der_erde.mp3?v=1687761516\">MP3-Download<\/a> und <a href=\"https:\/\/youtu.be\/haJQh9FLhOo\">YouTube-Video<\/a>.<\/i> Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei <b><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX\">Spotify<\/a><\/b>.<\/p>\n<p><b>Mehr Informationen: [<a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/feed\/mp3\">Podcast-Feed<\/a>][<a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/sternengeschichten\/id583344780\">iTunes<\/a>][<a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a>][<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">Facebook<\/a>] [<a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">Twitter<\/a>]<\/b><\/p>\n<p>Wer den Podcast finanziell unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann das hier tun: Mit <a href=\"https:\/\/www.paypal.me\/florianfreistetter\">PayPal<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.patreon.com\/sternengeschichten\">Patreon<\/a> oder <a href=\"https:\/\/steadyhq.com\/sternengeschichten\">Steady<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">\u00dcber Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kan\u00e4len.<\/span><br \/>\n<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/556-sternengeschichten-folge-556-el-nino-und-die-komplexen-oszillationen-der-erde\/embed?context=external&#038;token=v5cn3_1iEIR5E3hl0btrGQ\"><\/script><\/p>\n<hr>\n<p><strong>Sternengeschichten Folge 556: El Nino und die komplexen Oszillationen der Erde<\/strong><\/p>\n<p>In der heutigen Folge der Sternengeschichten reden wir \u00fcbers Meer. Aber nicht nur \u00fcber das Meer; wir reden \u00fcber Str\u00f6mungen, Wetter, Niederschlag, Wind; \u00fcber Ozeanografie und \u00fcber Meteorologie. Und wer sich jetzt fragt, wo in dieser Folge die Sterne sind: Die kommen nicht vor! Wir bleiben auf der Erde, aber es lohnt sich auch mal wieder, einen sehr genauen Blick auf unseren eigenen Planeten zu werfen. Denn wir vergessen gerne, dass das der einzige Planet ist, denn wir wirklich aus der N\u00e4he und im Detail erforschen k\u00f6nnen. Bei den anderen Planeten des Sonnensystems geht das nicht und schon gar nicht bei den Planeten, die andere Sterne umkreisen. Bei diesen anderen Himmelsk\u00f6rpern neigen wir dazu, sie als Einheit wahrzunehmen. Und sagen dann Sachen wie: Auf der Venus ist extrem hei\u00df. Oder: Der Mars hat so gut wie keine Atmosph\u00e4re. Was ja alles richtig ist, aber genau so wenig wie es &#8222;die Erde&#8220; gibt, gibt es auch nicht &#8222;den Mars&#8220; und &#8222;die Venus&#8220;. Auf ihre eigene Art sind das ebenso vielf\u00e4ltige und komplexe Welten wie die Erde und f\u00fcr die Planeten anderer Sterne gilt das auch, selbst wenn wir dort bis jetzt noch weniger Informationen haben als \u00fcber die Planeten des Sonnensystems. <\/p>\n<p>Wir sehen die anderen Himmelsk\u00f6rper als einheitliche Objekte, weil wir zu wenig \u00fcber sie wissen. Und genau deswegen lohnt sich ein Blick auf die Erde, denn sie zeigt uns sehr deutlich, wie enorm komplex so ein Planet in Wahrheit ist. So enorm komplex, dass es nicht m\u00f6glich ist, &#8222;die Erde&#8220; in einer kurzen Podcast-Folge zu beschreiben. Und selbst das eine Thema, das ich f\u00fcr dieses Mal ausgesucht habe, l\u00e4sst sich nicht in allen Details behandeln. Es geht in dieser Folge um El Ni\u00f1o. Das kennt man hierzulande vielleicht aus den Nachrichten, wenn es hei\u00dft, dass irgendwo in S\u00fcdamerika wieder mal ein &#8222;El Ni\u00f1o&#8220; auftritt und deswegen komische Sachen mit dem Wetter passieren. Aber was genau hei\u00dft es eigentlich, wenn es irgendwo &#8222;El Ni\u00f1o&#8220; gibt?<\/p>\n<p>Genaugenommen geht es um ENSO, die El-Ni\u00f1o-Southern Oscillation. Und das wiederum ist der Name f\u00fcr die enorm komplexe Art und Weise, wie Meer und Atmosph\u00e4re zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnen. Fangen wir mal bei der Luft an. In den Tropen, am \u00c4quator, steht die Sonne das ganze Jahr \u00fcber hoch am Himmel. Deswegen ist es dort auch so warm und deswegen erw\u00e4rmt sich dort auch die Luft so stark. Und was macht warme Luft? Sie steigt nach oben und str\u00f6mt dann in Richtung Norden (oder in Richtung S\u00fcden, wenn wir uns auf der S\u00fcdhalbkugel der Erde befinden). Dabei k\u00fchlt sie dann wieder ab und sinkt nach unten, ungef\u00e4hr auf H\u00f6he von Nordafrika, Mexiko und S\u00fcdchina (bzw. auf H\u00f6he von Australien oder S\u00fcdafrika auf der S\u00fcdhalbkugel). Deswegen ist dort dann der Luftdruck h\u00f6her und die Luft str\u00f6mt wieder zur\u00fcck in Richtung Tropen, wo der Luftdruck wegen der aufsteigenden Luft ja tiefer ist. Dieses gro\u00dfr\u00e4umige Zirkulationsmuster nennt man &#8222;Hadley-Zelle&#8220;. Jetzt dreht sich die Erde aber auch noch um ihre Achse und das f\u00fchrt dazu, dass die Luft nicht einfach schnurgerade vom \u00c4quator Richtung Norden bzw. S\u00fcden str\u00f6mt. Die Erdrehung lenkt die Bewegung der Luft ab und zwar in Richtung Westen. Das f\u00fchrt auf der Nordhalbkugel zu einem Wind, der aus Nordosten weht und einem S\u00fcdostwind auf der S\u00fcdhalbkugel. Das sind die ber\u00fchmten &#8222;Passat-Winde&#8220;, die fast konstant wehen und so wichtig f\u00fcr die Schifffahrt waren und sind, weil man sich immer einigerma\u00dfen darauf verlassen konnte, dass im Atlantik bzw. im Pazifik der Wind aus der selben Richtung kommt. <\/p>\n<p>Der Passat treibt aber nicht nur Segelschiffe an, sondern schiebt auch das Wasser der Ozeane vor sich her. Wir schauen uns jetzt mal an, wie das im Pazifik auf der S\u00fcdhalbkugel aussieht. Da weht der Passat ja aus s\u00fcd\u00f6stlicher Richtung. Also von der Westk\u00fcste S\u00fcdamerikas in Richtung S\u00fcdostasien und schiebt dabei Wasser vor sich her. Der Passat t\u00fcrmt quasi einen Wasserberg auf und vor der s\u00fcdamerikanischen K\u00fcste ist der Meeresspiegel daher circa 60 Zentimeter niedriger als am anderen Ende des Pazifiks bei Indonesien, Malaysien und Co. Wenn vor S\u00fcdamerika das vergleichsweise warme Wasser von der Oberfl\u00e4che der Meere durch den Passatwind weggeschoben wird, dann bleibt das nicht ohne Konsequenzen. Kaltes Wasser steigt aus den tieferen Schichten nach oben und wie das genau funktioniert, w\u00e4re fast schon wieder eine eigene Podcastfolge wert. Ich spare mir jetzt aber diese Details; wer es wirklich ganz genau wissen will, kann ja mal unter dem Stichwort &#8222;Ekman-Transport&#8220; nachschlagen. Jedenfalls haben wir jetzt vor S\u00fcdamerika kaltes Wasser aus den tieferen Schichten des Ozeans, das sich in Richtung Westen bewegt und dabei langsam erw\u00e4rmt wird. Von der s\u00fcdamerikanischen K\u00fcste startet das Wasser mit circa 24 Grad, in Indonesien angekommen sind es dann schon gut 28 Grad. Das warme Wasser verdampft, die warme und feuchte Luft steigt auf, k\u00fchlt sich ab und es regnet; so entsteht dort das typische Monsun-Klima, w\u00e4hrend es an der Westk\u00fcste von S\u00fcdamerika eher trocken ist. <\/p>\n<figure id=\"attachment_36581\" aria-describedby=\"caption-attachment-36581\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/1266px-ElNino-schematisch.svg_.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1266px-ElNino-schematisch.svg_-1024x429-1.png\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"268\" class=\"size-large wp-image-36581\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36581\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:ElNino-schematisch.svg\">Bild: gemeinfrei<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Das was ich jetzt beschrieben habe, ist in Wahrheit erstens noch viel komplizierter. Und zweitens die sogenannte &#8222;Normalphase&#8220; der El-Ni\u00f1o-Southern Oscillation. In der Normalphase haben wir in S\u00fcdostasien wegen der h\u00f6heren Temperaturen der Luft, die dadurch schneller aufsteigt ein Tiedruckgebiet; bei S\u00fcdamerika dagegen ein Hochdruckgebiet. Die Luft, die in S\u00fcdostasien aufsteigt, str\u00f6mt weiter oben in der Atmosph\u00e4re nach Osten und sinkt bei S\u00fcdamerika wieder ab, aber weil das Wasser ja schon im asiatischen Monsun rausgeregnet ist, ist diese absinkende Luft sehr trocken und sammelt erst wieder Feuchtigkeit, wenn sie \u00fcber dem Meer zur\u00fcck nach Westen str\u00f6mt. Diese gro\u00dfr\u00e4umige Luftzirkulation nennt man \u00fcbrigens die &#8222;Walker-Zirkulation&#8220; und zusammen mit der &#8222;Hadley-Zirkulation&#8220; die ich vorhin beschrieben habe, bildet sie ein eigentlich sehr stabiles System, bei dem warme Luft und kaltes Wasser von S\u00fcdamerika nach S\u00fcdostasien str\u00f6mt.<\/p>\n<p>Und jetzt sind wir beim El Ni\u00f1o angelangt. Der findet statt, wenn sich die Luftdruckverh\u00e4ltnisse umkehren. In S\u00fcdostasien wird der Luftdruck immer st\u00e4rker, vor S\u00fcdamerika immer schw\u00e4cher und das kann sich sogar komplett umkehren, so dass wir bei Indonesien ein Hochdruckgebiet haben und vor S\u00fcdamerika ein Tiefdruckgebiet. Das schw\u00e4cht dann auch die Passatwinde oder kann sie sogar komplett die Richtung \u00e4ndern lassen. Und dann l\u00e4uft alles umgekehrt ab: Warmes Wasser von S\u00fcdostasien str\u00f6mt Richtung S\u00fcdamerika und dort gibt es dann auch ungew\u00f6hnlich starke Regenf\u00e4lle. Dort steigt auch kein kaltes Wasser aus den tieferen Ozeanschichten mehr auf. In S\u00fcdostasien ist dagegen sehr viel trockener als normal. <\/p>\n<p>Es gibt \u00fcbrigens auch noch eine dritte Phase, die &#8222;La Ni\u00f1a&#8220; genannt wird. Dann verst\u00e4rkt sich alles, was ich f\u00fcr die Normalphase beschrieben habe; in Indonesien regnet es extrem viel, in S\u00fcdamerika ist es extrem trocken. Diese drei Phasen, Normalphase, El Ni\u00f1o und La Ni\u00f1a sind die drei Hauptphasen der El-Ni\u00f1o-Southern Oscillation und wechseln sich ab. Man darf sich das aber nicht als regelm\u00e4\u00dfige Oszillation vorstellen. Manchmal k\u00f6nnen zwei El-Ni\u00f1o-Phasen aufeinanderfolgen, manchmal gibt es jahrzehntelang nur Normalphase und La Ni\u00f1a-Phasen. El-Ni\u00f1o- und La-Ni\u00f1a-Phasen dauern typischerweise einige Monate bis zu einem Jahr und treten meistens im Winter um Weihnachten herum auf, woher auch der Name &#8222;El-Ni\u00f1o&#8220; stammt. Der bezieht sich auf &#8222;El-Ni\u00f1o de Navidad&#8220;, also das &#8222;Christkind&#8220;. <\/p>\n<p>Zwei Fragen habe ich bis jetzt noch nicht beantwortet: 1) Was ist der Grund daf\u00fcr, dass sich die Luftdruck- und Windverh\u00e4ltnisse alle paar Jahre umkehren? Und 2): Was f\u00fcr Auswirkungen hat das alles. Die Antwort auf die erste Frage ist einfach: Wissen wir nicht. Der Mechanismus, der der El-Ni\u00f1o-Southern Oscillation zugrunde liegt ist nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt. Wir wissen, dass im Pazifik das warme Wasser mal in die eine Richtung str\u00f6mt und mal in die andere; das sich Luftdruck- und Windverh\u00e4ltnisse entsprechend \u00e4ndern; das das alles Einfluss darauf hat, wie viel Wasser aus dem Meer verdunstet, wie feucht die Luft ist, wie viel Niederschlag es gibt, und so weiter. Aber wie all diese komplexen Ph\u00e4nomene im Detail zusammenh\u00e4ngen haben wir noch nicht verstanden. Daf\u00fcr sehen wir aber &#8211; leider &#8211; sehr gut, welche Auswirkungen das alles hat. <\/p>\n<p>Wenn in einer El-Ni\u00f1o-Phase kein k\u00fchles Wasser aus den tiefern Meeresschichten vor S\u00fcdamerika mehr nach oben steigt, dann werden auch weniger N\u00e4hrstoffe an die Meeresoberfl\u00e4che transportiert. Dann stirbt das Plankton ab und damit gibt es auch weniger Fische, was nicht nur doof f\u00fcr die Fische selbst ist, sondern auch f\u00fcr die Menschen in S\u00fcdamerika, die vom Fischfang leben. Wenn die ganze feuchte Luft ihre Feuchtigkeit \u00fcber den Anden abl\u00e4dt, anstatt in S\u00fcdoastien, dann kommt es dort zu ungew\u00f6hnlichen und starken Regenf\u00e4llen, die Hangrutschungen und \u00dcberschwemmungen verursachen. Die Auswirkungen von El-Ni\u00f1o betreffen aber nicht nur S\u00fcdamerika; das Wetter auf fast der ganzen Welt wird dadurch beeinflusst. Im Amazonas auf der anderen Seite von S\u00fcdamerika herrscht Trockenheit; es gibt Wirbelst\u00fcrme in Mittelamerika, in S\u00fcdostasien ist es viel trockener als normal, was Waldbr\u00e4nde wahrscheinlicher macht. Korallen, V\u00f6gel, Robben und jede Menge andere Tiere sterben wegen der ungewohnten Temperaturen; in Afrika \u00e4ndern sich die Wettermuster und wenn man das ganze global betrachtet, dann ist es in einer El-Ni\u00f1o-Phase tendenziell w\u00e4rmer als als in der Normalphase oder der La-Ni\u00f1a-Phase.<\/p>\n<figure id=\"attachment_36582\" aria-describedby=\"caption-attachment-36582\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/1280px-StateLibQld_1_101664.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1280px-StateLibQld_1_101664-1024x767-1.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"479\" class=\"size-large wp-image-36582\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36582\" class=\"wp-caption-text\">El Nino bringt auch \u00dcberschwemmungen (<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:StateLibQld_1_101664.jpg\">Bild: gemeinfrei<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was angesichts der Klimakrise durchaus bedenklich ist: Wir machen die Welt sowieso schon immer w\u00e4rmer und wenn dann auch noch El-Ni\u00f1o dazu kommt, wird das alles noch verst\u00e4rkt. Und auch wenn El-Ni\u00f1o irgendwann wieder vorbei ist, k\u00f6nnen wir in der Zwischenzeit vielleicht den einen oder anderen Kipppunkt im Klimasystem erreicht haben und wie das so ist mit Kipppunkten: Wenn einmal was gekippt ist, kippt es so schnell nicht wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Es ist also klar, dass so etwas wie El Ni\u00f1o-Southern Oscillation ein wichtiges Ph\u00e4nomen ist, wenn man wissen will, wie ein Planet wie die Erde funktioniert. Und wie ich anfangs schon gesagt habe: In Wahrheit ist die ganze Sache noch sehr viel komplizierter als in meiner kurzen Darstellung. Und die El Ni\u00f1o-Southern Oscillation ist nur eine von einem ganzen Schwung solcher Oszillationen. Da ist zum Beispiel auch die Nordatlantische Oszillation, die unter anderem Einfluss auf den Golfstrom hat, der die Temperaturen in Europa ma\u00dfgeblich beeinflusst. Es gibt die Madde-Julian-Oszillation, die Atlantische Multidekaden-Oszillation, und so weiter. Und dann gibt es auch noch die gro\u00dfr\u00e4umigen Luftstr\u00f6mungen, die da auch noch mit drinh\u00e4ngen und wir haben immer noch nicht das Gebiet der Luft- und Ozeanstr\u00f6mungen verlassen. Es gibt noch so viel mehr, was einen Planeten wie die Erde ausmacht. Geologie, Vulkanismus, Tektonik, die unterschiedlichen Tiere und Pflanzen, Fl\u00fcsse und Seen, Berge, und so weiter und alles h\u00e4ngt voneinander ab und miteinander zusammen. Ein Planet ist eine unvorstellbar komplexe Welt und das sollte man nie vergessen, wenn man hinauf in den Himmel schaut und die Lichtpunkte betrachtet, die wir zum Beispiel &#8222;Mars&#8220; oder &#8222;Venus&#8220; nennen. Planeten sind mehr als nur Lichtpunkte, es sind vollst\u00e4ndige Welten, die da drau\u00dfen im All ihre Runde ziehen und jede f\u00fcr sich auf seine eigene Art so komplex wie die Erde. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/5e3170dd8fe04077a2d19cea062d06ec\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist die Transkription einer Folge meines Sternengeschichten-Podcasts. Die Folge gibt es auch als MP3-Download und YouTube-Video. Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei Spotify. Mehr Informationen: [Podcast-Feed][iTunes][Bitlove][Facebook] [Twitter] Wer den Podcast finanziell unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann das hier tun: Mit PayPal, Patreon oder Steady. \u00dcber Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kan\u00e4len. 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