{"id":27620,"date":"2023-04-21T07:00:17","date_gmt":"2023-04-21T05:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2023\/04\/21\/sternengeschichten-folge-543-die-ringe-des-uranus\/"},"modified":"2025-05-14T17:27:13","modified_gmt":"2025-05-14T15:27:13","slug":"sternengeschichten-folge-543-die-ringe-des-uranus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2023\/04\/21\/sternengeschichten-folge-543-die-ringe-des-uranus\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 543: Die Ringe des Uranus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-12938\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo-150x150-1.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><i>Das ist die Transkription einer Folge meines <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/\">Sternengeschichten-Podcasts<\/a>. Die Folge gibt es auch als <a href=\"https:\/\/main.podigee-cdn.net\/media\/podcast_7374_sternengeschichten_episode_1069369_sternengeschichten_folge_543_die_ringe_des_uranus.mp3?v=1680777050\">MP3-Download<\/a> und <a href=\"https:\/\/youtu.be\/HCXB-CQeX3o\">YouTube-Video<\/a>.<\/i> Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei <b><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX\">Spotify<\/a><\/b>.<\/p>\n<p><b>Mehr Informationen: [<a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/feed\/mp3\">Podcast-Feed<\/a>][<a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/sternengeschichten\/id583344780\">iTunes<\/a>][<a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a>][<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">Facebook<\/a>] [<a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">Twitter<\/a>]<\/b><\/p>\n<p>Wer den Podcast finanziell unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann das hier tun: Mit <a href=\"https:\/\/www.paypal.me\/florianfreistetter\">PayPal<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.patreon.com\/sternengeschichten\">Patreon<\/a> oder <a href=\"https:\/\/steadyhq.com\/sternengeschichten\">Steady<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">\u00dcber Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kan\u00e4len.<\/span><br \/>\n<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/543-sternengeschichten-folge-543-die-ringe-des-uranus\/embed?context=external&#038;token=zK3uXnUHc6lveC68c83Njg\"><\/script><\/p>\n<hr>\n<p>Sternengeschichten Folge 543: Die Ringe des Uranus<\/p>\n<p>Wenn man an die Ringe eines Planeten denkt, kann man kaum anders, als sich Saturn mit seinem gewaltige Ringsystem vorzustellen. Schon in vergleichsweise kleinen Teleskopen man die Ringe erkennen und sp\u00e4testens seit die Raumsonde Cassini im Jahr 2004 im Saturnsystem angekommen ist und es in den folgenden Jahren intensiv erforscht hat, haben wir spektakul\u00e4re Nahaufnahmen der unz\u00e4hligen Ringe. Saturn ist der &#8222;Herr der Ringe&#8220;, wir k\u00f6nnen dort eine faszinierend komplexe Dynamik zwischen Ringen, Monden und Planet beobachten. Aber so spannend Saturn ist &#8211; auch andere Planeten haben Ringe. Ich habe in Folge 36 einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber die planetaren Ringe gegeben und erw\u00e4hnt, dass alle vier Gasplaneten solche Ringsysteme besitzen. Keines davon ist so enorm wie das von Saturn. Jupiter und Neptun haben zwar Ringe, aber die sind eher unscheinbar und rudiment\u00e4r. Die Ringe des Uranus dagegen sind deutlich komplizierter. Wir finden dort nicht die Komplexit\u00e4t wie bei Saturn, aber es passiert sehr viel mehr als bei den wenigen und d\u00fcnnen Ringen von Jupiter und Neptun. Also werfen wir heute einen Blick auf das Ringsystem des Uranus.<\/p>\n<p>Entdeckt hat den Planeten bekanntlich der britische Astronom Wilhelm Herschel im Jahr 1781. Es war das erste Mal \u00fcberhaupt, dass ein Mensch einen neuen Planeten des Sonnensystems entdeckt hat. Herschel war ein gro\u00dfartiger Beobachter und seine selbstgebauten Teleskope waren die gr\u00f6\u00dften und besten ihrer Zeit. Und nat\u00fcrlich hat Herschel den Uranus weiterhin beobachtet. Er hat dort Monde gefunden &#8211; und vielleicht auch als erster die Ringe gesehen. <\/p>\n<figure id=\"attachment_36462\" aria-describedby=\"caption-attachment-36462\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.at\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/uranusringe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/uranusringe-800x800-1.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"800\" class=\"size-medium wp-image-36462\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36462\" class=\"wp-caption-text\">Uranus und seine Ringe (<a href=\"https:\/\/webbtelescope.org\/contents\/media\/images\/2023\/117\/01GWQD6PSGTBK7VQBZST09YYKW\">Bild: NASA<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bis vor einiger Zeit hat man die Entdeckung der Uranusringe ins Jahr 1977 gelegt &#8211; davon erz\u00e4hle ich sp\u00e4ter noch mehr. Aber auch fr\u00fcher war schon bekannt, dass Herschel am 22. Februar 1789 folgenden Satz in sein Beobachtungsbuch geschrieben hat: &#8222;Verdacht auf einen Ring&#8220;. Der verd\u00e4chtige Planet war Uranus; Herschel hat auch noch eine Zeichnung hinzugef\u00fcgt und angemerkt, dass der Ring ein wenig r\u00f6tlich ausgesehen habe. Die Beobachtung wurde 1797 auch in einer Fachzeitschrift ver\u00f6ffentlicht, aber in den folgenden Jahren und Jahrzehnten nicht sonderlich ernst genommen. Man war skeptisch, ob Herschel wirklich in der Lage gewesen ist, Ringe bei Uranus zu beobachten und vor allem verwundert dar\u00fcber, dass niemand anderes seine Beobachtung best\u00e4tigt hat. <\/p>\n<p>Deswegen galt der 10. M\u00e4rz 1977 als offizielle Entdeckung der Uranusringe. Damals nutzten die Astronomen James Elliot, Edward Dunham und Douglas Mink das &#8222;Kuiper Airbone Observatory&#8220;; ein Teleskop, das in einem Flugzeug montiert war und mit dem man hoch hinauf und weit \u00fcber einen gro\u00dfen Teil der st\u00f6renden Erdatmosph\u00e4re fliegen konnte. Die drei waren daran interessiert eine andere Atmosph\u00e4re zu beobachten, n\u00e4mlich die des Uranus. Sie wussten, dass an diesem Tag der Stern SAO 158687 von Uranus bedeckt wird. In dem kurzen Moment, bevor sich Uranus vor den Stern schiebt, leuchtet ein bisschen Sternenlicht durch die \u00e4u\u00dferen Schichten der Atmosph\u00e4re hindurch und die Analyse dieses Lichts erlaubt es, ein paar Eigenschaften wie die Zusammensetzung der Atmosph\u00e4re zu bestimmen. Bei der Beobachtung machten die drei Astronomen allerdings eine \u00fcberraschende Entdeckung: Kurz bevor es zur Bedeckung kam, verschwand der Stern f\u00fcr einen winzigen Augenblick. Danach nochmal. Und nochmal. Insgesamt f\u00fcnfmal ist der Stern verschwunden und wieder aufgetaucht bevor er vom Planeten endg\u00fcltig bedeckt wurde. Und nach Ende der Bedeckung fand das gleiche Spiel nochmal statt: F\u00fcnfmal ein kurzes Blinken, bevor alles wieder normal war.<\/p>\n<p>Die Schlussfolgerung war klar: Uranus ist von mindestens f\u00fcnf Ringen umgeben, und jeder davon hat einmal kurz den Stern verdeckt, bevor sich der ganze Uranus vor ihn geschoben hat. Die Ringe wurde den mit griechischen Buchstaben \u03b1, \u03b2, \u03b3, \u03b4 und \u03b5 bezeichnet und so hei\u00dfen sie heute auch noch.<\/p>\n<p>Wieder zur\u00fcck zu Herschel: 2007 nahm man sich seine Aufzeichnungen nochmal genau vor. Man konnte zeigen, dass ein Ring des Uranus damals tats\u00e4chlich genau so zu sehen war, wie Herschel ihn gezeichnet hatte. Und man wusste mittlerweile auch, dass dieser Ring leicht r\u00f6tlich leuchtet. Es ist also nicht unm\u00f6glich, dass Herschel im Jahr 1789 wirklich als erste einen Uranus-Ring gesehen hat. Aber warum gerade er und danach niemand mehr bis 1977? Das wei\u00df man nicht, aber manche vermuten, dass die gerade einsetzende industrielle Revolution die Luft immer mehr verschmutzt hat, so dass der sowieso schon kaum sichtbare Ring gar nicht mehr zu sehen war. <\/p>\n<figure id=\"attachment_36454\" aria-describedby=\"caption-attachment-36454\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Outer_Uranian_rings.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Outer_Uranian_rings.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"736\" class=\"size-full wp-image-36454\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36454\" class=\"wp-caption-text\">Uranus&#8216; Ringe (<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/File:Outer_Uranian_rings.jpg\">Bild: NASA\/ESA\/Showalter<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>So oder so: Mittlerweile wissen wir, dass der Uranus Ringe hat und das ohne jeden Zweifel. Wir wissen auch, dass es mehr als die f\u00fcnf Ringe sind, die 1977 entdeckt worden sind. Wenn man sie nach ihrem Abstand vom Planeten aus ordnet, angefangen beim planetenn\u00e4chsten Ring, dann hei\u00dfen sie: 1986U2R\/\u03b6, 6, 5, 4, \u03b1, \u03b2, \u03b7, \u03b3, \u03b4, \u03bb, \u03b5, \u03bd und \u03bc. Das klingt ein wenig durcheinander, aber das hat mit den weiteren Entdeckungen zu tun. Elliot, Dunham und Mink, die die ersten f\u00fcnf Ringe fanden, haben danach noch vier weitere entdeckt. Einer lag zwischen den Ringen Beta und Gamma und wurde Eta genannt und drei lagen noch innerhalb des Alpha-Rings und wurden mit den Zahlen 4, 5 und 6 bezeichnet. Was daran lag, dass man wieder Sternbedeckungen beobachtete und die potenziellen Bedeckungen des Sterns durch Ringe mit Zahlen nummeriert hat. Aber nur die Ereignisse mit den Nummern 4, 5 und 6 stellten sich tats\u00e4chlich als durch Ringe verursacht heraus. Im Jahr 1986 kam dann die Raumsonde Voyager 2 als erste Raumsonde am Uranus vorbei und machte nicht nur die ersten Bilder der Ringe, sondern entdeckte auch zwei neue, die mit Lambda und mit 1986U2R\/\u03b6 bezeichnet wurden. Diesen komischen Namen hat der Ring, weil der von Voyager entdeckte Ring 1986U2R genannt wurde. Sp\u00e4ter wurde bei Beobachtungen von der Erde aus ein weiterer Ring gefunden, den man Zeta-Ring nannte und vorerst f\u00fcr einen eigenst\u00e4ndigen Ring gehalten hat. Erst sp\u00e4ter hat man dann gemerkt, dass es eigentlich zweimal derselbe Ringe war. Und dann war da noch das Hubble-Weltraumteleskop, dass 2003 und 2005 noch zwei Ringe gefunden hat, au\u00dferhalb all der anderen Ringe und die haben die Bezeichnungen Nu und Mu bekommen. <\/p>\n<p>Na ja &#8211; man kann dar\u00fcber streiten, ob man die Namen der Ringe nicht ein bisschen vern\u00fcnftiger sortieren h\u00e4tte k\u00f6nnen. Aber so hei\u00dfen nun eben jetzt und wir schauen ein wenig, was da eigentlich passiert in diesen 13 Ringen. Man kann sie grob in drei Gruppen teilen: Die neun Ringe 6, 5, 4, \u03b1, \u03b2, \u03b7, \u03b3, \u03b4, \u03b5 werden als die &#8222;Hauptringe&#8220; bezeichnet. Sie sind sehr schmal und nur ein paar Kilometer breit. Der hellste und breiteste ist der Epsilon-Ring. Von ihm kommen alleine schon zwei Drittel des Lichts, das das gesamte Ringsystem reflektiert. Die Helligkeit des Rings schwankt allerdings, was daran liegt, dass der Ring nicht \u00fcberall gleich breit ist &#8211; die Ringweite schwankt zwischen 20 und fast 100 Kilometer. Seine Dicke ist aber h\u00f6chstens 150 Meter. Die Teilchen aus denen der Epsilon-Ring &#8211; und die anderen Hauptringe bestehen &#8211; sind sehr dunkel und wir wissen tats\u00e4chlich noch nicht, woraus sie genau bestehen. Nicht aus reinem Eis, wie es beim Saturn im Allgemeinen der Fall ist. Vermutlich bestehen sie aus einer Mischung von Eis und anderem Zeug, aber was das genau ist, wissen wir nicht. Vermutlich Molek\u00fcle die aus der Atmosph\u00e4re des Uranus stammen. <\/p>\n<p>Der Delta-, der Gamma-, der Eta-, der Alpha- und der Beta-Ring sind nur weniger als ca 10 Kilometer breit und die innersten Hauptringe 6, 5 und 4 sind noch schmaler. Zwischen den Ringteilchen der Hauptringe gibt es auch mal mehr und mal weniger Staubteilchen, aber nicht so viele wie im Lambda und im 1986U2R\/\u03b6-Ring. Sie bilden die zweite Ringruppe, die &#8222;Staubringe&#8220;. Sie bestehen vor allem aus Staub mit einer Gr\u00f6\u00dfe von ein paar Mikrometern. Gruppe Nummer 3 wird von Mu und Nu gebildet, die &#8222;Au\u00dfenringe&#8220;. Im Vergleich zu den inneren Ringen sind sie enorm breit, zwischen 17.000 und 3.800 Kilometer. Sie bestehen vermutlich fast vollst\u00e4ndig aus Staubteilchen, was auch ihre rote F\u00e4rbung erkl\u00e4rt. <\/p>\n<p>Jetzt w\u00e4re es nat\u00fcrlich noch interessant zu wissen, wie diese Ringe entstanden sind. Aber auch da wissen wir noch viel zu wenig. Wir wissen, dass sie vergleichsweise jung sind. Und eigentlich sollten sie gar nicht da sein. Denn normalerweise sollten sich Ringe dieser Art im Laufe der Zeit einfach verfl\u00fcchtigen. Die kleinen Teilchen verteilen sich immer weiter, die Ringe werden breiter und d\u00fcnner und sind irgendwann weg. Es muss einen Mechanismus geben, der daf\u00fcr sorgt dass das nicht geschieht. Beim Saturn ist das zum Beispiel der Einfluss der vielen Saturnmonde, die mit ihrer Gravitationskraft daf\u00fcr sorgen, dass die Ringe da bleiben wo sie sind. Solche &#8222;Sch\u00e4fermonde&#8220;, die die Ringteilchen an der Ausbreitung hindern, sollte auch der Uranus haben. Und er hat ja auch Monde, aber keine, die an der richtigen Position sind. Oder besser gesagt: Fast keine. 1986 hat man die kleinen Monde Cordelia und Ophelia entdeckt, die den hellen Epsilon-Ring quasi bewachen. Die Details des Mechanismus \u00fcberspringe ich jetzt, aber es geht um die \u00dcbertragung von Drehimpuls von den Monden auf die Ringteilchen, was daf\u00fcr sorgt, dass der Ring stabil bleibt, die beiden Monde aber immer weiter auseinander wandern. Aus dem aktuellen Abstand der Monde kann man also absch\u00e4tzen, wie alt die Ringe circa sind: 600 Millionen Jahre h\u00f6chstens, was wenig ist angesichts des Alters des Sonnensystems von 4,5 Milliarden Jahren. <\/p>\n<figure id=\"attachment_36453\" aria-describedby=\"caption-attachment-36453\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.at\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Alien_aurorae_on_Uranus_remastered.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Alien_aurorae_on_Uranus_remastered-800x677-1.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"677\" class=\"size-medium wp-image-36453\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36453\" class=\"wp-caption-text\">Ringe und Aurora auf Uranus (<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/File:Alien_aurorae_on_Uranus_(remastered).jpg\">Bild: ESA\/Hubble &#038; NASA, L. Lam<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bei den anderen Ringen hat man keine Sch\u00e4fermonde gefunden; wir wissen auch noch nicht, wie sie genau entstanden sind. Es liegt nahe, dass die Teilchen von zerbrochenen Monden stammen, die dem Uranus zu nahe gekommen sind und Kollisionen zwischen Bruchst\u00fccken immer kleinere Teilchen erzeugt haben. Die Staubringe stammen von Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen gr\u00f6\u00dferen Ringteilchen und von den Tr\u00fcmmern die bei Einschl\u00e4gen von Meteoriten auf den Uranusmonden entstehen. Aber was die Hauptringe in Position h\u00e4lt und wo sie ihren Ursprung haben, wird wohl ungekl\u00e4rt bleiben, bis irgendwann wieder einmal eine Raumsonde dem fernen Uranus einen Besuch abstattet. Irgendwo m\u00fcssen sich dort noch ein paar Monde verstecken; vielleicht gibt es auch noch mehr Ringe die wir bis jetzt \u00fcbersehen haben. Oder irgendetwas ganz anderes, das es nur bei Uranus gibt und wir deswegen noch nicht verstanden haben. Das Universum ist so gro\u00df und wir wissen immer noch viel zu wenig.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/ba79df1a43a74548a1e18139ac617eae\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist die Transkription einer Folge meines Sternengeschichten-Podcasts. Die Folge gibt es auch als MP3-Download und YouTube-Video. Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei Spotify. Mehr Informationen: [Podcast-Feed][iTunes][Bitlove][Facebook] [Twitter] Wer den Podcast finanziell unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann das hier tun: Mit PayPal, Patreon oder Steady. \u00dcber Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kan\u00e4len. 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