{"id":27517,"date":"2023-01-27T08:00:47","date_gmt":"2023-01-27T07:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2023\/01\/27\/sternengeschichten-folge-531-wer-ist-zustaendig-wenn-die-aliens-kommen\/"},"modified":"2025-05-14T17:25:24","modified_gmt":"2025-05-14T15:25:24","slug":"sternengeschichten-folge-531-wer-ist-zustaendig-wenn-die-aliens-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2023\/01\/27\/sternengeschichten-folge-531-wer-ist-zustaendig-wenn-die-aliens-kommen\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 531: Wer ist zust\u00e4ndig wenn die Aliens kommen?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.at\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-12938\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo-150x150-1.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><i>Das ist die Transkription einer Folge meines <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/\">Sternengeschichten-Podcasts<\/a>. Die Folge gibt es auch als <a href=\"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1000590-m-6adec23e195fbe8f2aa0d062b45bd0a9.mp3\">MP3-Download<\/a> und <a href=\"https:\/\/youtu.be\/FwXAmhElGs4\">YouTube-Video<\/a>.<\/i> Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei <b><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX\">Spotify<\/a><\/b>.<\/p>\n<p><b>Mehr Informationen: [<a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/feed\/mp3\">Podcast-Feed<\/a>][<a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/sternengeschichten\/id583344780\">iTunes<\/a>][<a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a>][<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">Facebook<\/a>] [<a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">Twitter<\/a>]<\/b><\/p>\n<p>Wer den Podcast finanziell unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann das hier tun: Mit <a href=\"https:\/\/www.paypal.me\/florianfreistetter\">PayPal<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.patreon.com\/sternengeschichten\">Patreon<\/a> oder <a href=\"https:\/\/steadyhq.com\/sternengeschichten\">Steady<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">\u00dcber Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kan\u00e4len.<\/span><br \/>\n<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/531-sternengeschichten-folge-531-wer-ist-zustandig-wenn-die-aliens-kommen\/embed?context=external&#038;token=fJ0-2ri4k-IM1UTbvB9ATQ\"><\/script><\/p>\n<hr>\n<p><strong>Sternengeschichten Folge 531: Wer ist zust\u00e4ndig wenn die Aliens kommen?<\/strong><\/p>\n<p>In den Science-Fiction-Filmen ist die Sache immer recht klar: Wenn dort jemand au\u00dferirdisches Leben entdeckt, dann landet die Sache sehr schnell auf dem Schreibtisch des amerikanischen Pr\u00e4sidenten. Und dort wird zusammen mit Milit\u00e4r und Geheimdiensten beschlossen, wie man weiter vorgehen muss und ob die Bev\u00f6lkerung informiert werden soll. Nur ist das eben Science Fiction. Wie sieht es in der Realit\u00e4t aus?<\/p>\n<p>Dort ist die Sache, wenig \u00fcberraschend, nicht ganz so eindeutig. Das f\u00e4ngt schon mal damit an, dass Wissenschaft im Allgemeinen nicht im Geheimen stattfindet. Vor allem nicht die Astronomie. Sternwarten stehen \u00fcberall auf der ganzen Welt und die Menschen die dort forschen und arbeiten sind nicht alle beim Geheimdienst angestellt. Sondern ganz normale Menschen. Und dann sind da noch all die vielen Leute, die den Himmel Nacht f\u00fcr Nacht als Hobby beobachten. Mit der Geheimhaltung wird es da also schwer. Gut, wenn jetzt irgendwelche gigantischen Alien-Raumschiffe am helllichten Tag mitten in einer Stadt landen, dann ist die Sache sowieso klar. Aber lassen wir diesen doch eher unrealistischen Fall mal beiseite und schauen wir uns an, was in der Praxis passieren w\u00fcrde, wenn irgendwo jemand Anzeichen f\u00fcr die Existenz eines au\u00dferirdischen Raumschiffs entdecken w\u00fcrde, dass durchs Sonnensystem fliegt.<\/p>\n<p>Zuerst einmal kann man davon ausgehen, dass da nicht ein Astronom oder eine Astronomin steht und tats\u00e4chlich mit eigenen Augen durch ein Teleskop schaut und dort pl\u00f6tzlich ein Ding wie das Raumschiff Enterprise sieht. Vor allem, weil man in der Astronomie so gut wie gar nicht mit eigenen Augen durch Teleskope schaut. Das machen Kameras und man untersucht die Bilder die sie machen, sp\u00e4ter auf einem Computer. Vermutlich w\u00fcrde man also zuerst etwas sehen, das wie die typische Entdeckung eines Asteroiden oder Kometen aussieht. Also einen Lichtpunkt an einer Position, wo kein Stern ist und wo zuvor auch kein Lichtpunkt war. Solche Entdeckungen sind mittlerweile Standard und passieren fast in jeder Nacht. Man muss dann nat\u00fcrlich auch mehr Aufnahmen machen, am besten \u00fcber mehrere N\u00e4chte hinweg. Und w\u00fcrde dann sehen, dass sich der Punkt bewegt; was aber noch immer nichts mit Raumschiffen zu tun hat. Denn Asteroiden bewegen sich ja auch. Erst eine l\u00e4ngere und genauere Analyse w\u00fcrde dann eventuell zeigen, dass sich der Punkt nicht so bewegt wie ein nat\u00fcrlicher Himmelsk\u00f6rper. Also nicht nur allein durch den Einfluss der Gravitation der Sonne, sondern unter seiner eigenen Kraft, mit einem Antrieb.<\/p>\n<p>Und sobald das gekl\u00e4rt ist, greift man zum Telefon und w\u00e4hlt die Nummer des Pr\u00e4sidenten? Nat\u00fcrlich nicht. Abgesehen davon, dass die wenigstens Astronominnen und Astronomen die Nummer des Pr\u00e4sidenten haben, egal obs der amerikanische ist oder das Oberhaupt irgend eines anderen Landes: So schnell l\u00e4uft das mit Entdeckungen nicht. Man muss zuerst mal ausschlie\u00dfen, irgendeinen Fehler gemacht zu haben. Deswegen wird man erst mal die Kolleginnen und Kollegen anderer Sternwarten bitten, die Beobachtung zu \u00fcberpr\u00fcfen. Was man vermutlich sowieso schon fr\u00fcher gemacht hat, als man noch dachte es mit einem Asteroid zu tun zu haben. Denn man hat ja nicht immer gutes Wetter um beobachten zu k\u00f6nnen. Andere wollen das Teleskop f\u00fcr ihre eigenen Zwecke benutzen. Und so weiter: Genau aus diesem Grund arbeiten die Forscherinnen und Forscher zusammen um ein einmal entdecktes Objekt nicht wieder zu verlieren. Au\u00dferdem hat man die Entdeckung sowieso schon an die entsprechenden Stellen gemeldet, man m\u00f6chte ja klar machen, wer den Asteroid zuerst gefunden hat. Und die entsprechende Stelle ist in diesem Fall das &#8222;Minor Planet Center&#8220; der Internationalen Astronomischen Union. Also keine Regierungsbeh\u00f6rde, sondern eine wissenschaftliche Organisation.<\/p>\n<figure id=\"attachment_36306\" aria-describedby=\"caption-attachment-36306\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Oval_Office_from_above.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Oval_Office_from_above.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" class=\"size-full wp-image-36306\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36306\" class=\"wp-caption-text\">Ne, die bestimmen nicht \u00fcber den Erstkontakt (<a href=\"\">Bild: Paul Morse, gemeinfrei<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Halten wir also fest: Lange bevor klar ist, dass da ein Raumschiff durch die Gegend fliegt, wissen schon jede Menge Forscherinnen und Forscher auf der ganzen Welt dar\u00fcber Bescheid, dass da ein potenziell interessanter Himmelsk\u00f6rper aufgetaucht ist. Und da die ganzen Daten \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sind, kann das im Prinzip auch der Rest der Welt wissen. Und innerhalb der Forschungsgemeinschaft wird diskutiert werden, ob man die komische Bewegung des &#8222;Asteroids&#8220; irgendwie anders erkl\u00e4ren kann oder ob man es wirklich mit Aliens zu tun hat. Und, so wie in der Wissenschaft \u00fcblich, wird diese Diskussion eher auch nicht geheim stattfinden. Die Leute werden Fachartikel schreiben, sie ver\u00f6ffentlichen, und so weiter. <\/p>\n<p>Aber tun wir mal so, als h\u00e4tte man wirklich einwandfrei ein au\u00dferirdisches Raumschiff identifiziert. Und bis auf eine Handvoll Kolleginnen und Kollegen wei\u00df niemand davon. Sollte man jetzt das Staatsoberhaupt kontaktieren? Die Polizei anrufen? Kann man alles machen. Kann man auch nicht machen. Man kann auch irgendwen anderen anrufen oder niemanden. Denn es gibt keinen offiziellen Plan, an den man sich in so einem Fall halten m\u00fcsste. Es gibt keine Gesetze, die diesen Fall abdecken. Zumindest nicht so detailliert, wie man es sich w\u00fcnschen w\u00fcrde. Die in den Vereinten Nationen organisierten L\u00e4nder haben schon ein paar v\u00f6lkerrechtliche Gesetze \u00fcber den Weltraum geschlossen, die aber alle weitestgehend mit Menschen zu tun haben. Da wird zum Beispiel geregelt, wie der Weltraum und andere Himmelsk\u00f6rper erforscht werden (und das zum Beispiel kein Land Anspruch auf den Mond erheben kann). Oder wie man sich bei Notf\u00e4llen im All gegenseitig zu helfen hat; wer verantwortlich ist, wenn Weltraumschrott auf die Erde f\u00e4llt, und so weiter. Aber da steht nirgendwo drin, was zu passieren hat, wenn die Aliens kommen.<\/p>\n<p>Was nicht hei\u00dft, dass sich dar\u00fcber niemand Gedanken gemacht hat. Insbesondere die Forscherinnen und Forscher, die im Bereich von SETI arbeiten haben das sehr ausf\u00fchrlich getan. &#8222;SETI&#8220; steht f\u00fcr &#8222;Search for Extraterrestrial Intelligence&#8220; und besch\u00e4ftigt sich mit der Suche nach Spuren intelligenter au\u00dferirdischer Wesen; vor allem die Suche nach Signalen, die irgendwelche Alien-Zivilisationen vielleicht ins All geschickt haben. Da stellt sich ja die gleiche Frage: Wenn man irgendwann mal zweifelsfrei eine Botschaft aus dem All empfangen hat, die von Aliens abgeschickt worden ist, was macht man dann? Wer wird informiert und wann? Wer antwortet auf die Botschaft und wie? Im Laufe der Zeit sind da jede Menge Vorschl\u00e4ge gemacht worden. Zum Beispiel, dass man am besten schon vorher eine entspreche Antwort verfasst, weil vermutlich alles ziemlich konfus und hektisch wird, wenn man die Botschaft erst mal empfangen hat. Was prinzipiell sinnvoll klingt, aber in der Praxis auch eher komisch ist. Denn so eine vorbereitete Antwort kann notwendigerweise nicht auf das eingehen, was in der Alien-Botschaft drin steht. Und wer wei\u00df, was die sich denken, wenn sie bei uns anrufen und dann quasi nur der Anrufbeantworter dran geht&#8230;<\/p>\n<p>Man sollte sich vor einer Antwort schon damit besch\u00e4ftigen, was in der Botschaft steht. Das muss man nat\u00fcrlich erst mal rauskriegen und das wird unter Umst\u00e4nden nicht so einfach sein und kann l\u00e4nger dauern. Es braucht, so lauten viele Vorschl\u00e4ge, eine Art Komitee, eine offizielle Beh\u00f6rde oder irgendwas in der Art, die vor allem aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besteht und sich mit der Antwort besch\u00e4ftigt. Und die kann und soll man dann am besten wirklich schon gr\u00fcnden, bevor es soweit ist. Bei der Kommunikation mit der \u00d6ffentlichkeit k\u00f6nnte man sich &#8211; auch das ein Vorschlag &#8211; an der Kommunikation von Nuklearunf\u00e4llen orientieren. Wenn man sich allerdings ansieht, wie das in der Vergangenheit in der Realit\u00e4t abgelaufen ist, ist das eventuell auch keine so gute Idee. <\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich besteht immer die Gefahr, dass ein einziges Land die Information f\u00fcr sich behalten will. Da Wissenschaft aber eigentlich fast nur noch international funktioniert, wird das schwierig. Aber sicherheitshalber sollte so ein Komitee oder so eine Beh\u00f6rde nat\u00fcrlich \u00fcbernational organisiert sein. Und, auch das wurde in einem wissenschaftlichen Artikel so ausgef\u00fchrt, wenn einmal die Aliens da sind, ist das mit den Streitigkeiten der L\u00e4nder vermutlich eh bald vorbei. Weltm\u00e4chte wie die USA oder Russland w\u00e4ren dann angesichts der Aliens nur mehr so wichtig wie es heute Andorra, Monaco oder San Marino sind.<\/p>\n<figure id=\"attachment_36256\" aria-describedby=\"caption-attachment-36256\" style=\"width: 1080px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1080px-Canberra_Deep_Dish_Communications_Complex_-_GPN-2000-000502.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1080px-Canberra_Deep_Dish_Communications_Complex_-_GPN-2000-000502.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"1024\" class=\"size-full wp-image-36256\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36256\" class=\"wp-caption-text\">Was wenn sich da wer meldet&#8230;? (<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Canberra_Deep_Dish_Communications_Complex_-_GPN-2000-000502.jpg\">Bild: gemeinfrei<\/A>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das offizielleste was es an Pl\u00e4nen f\u00fcr den Erstkontakt gibt, sind auf jeden Fall die Richtlinien, die die SETI-Forschung 1990 ver\u00f6ffentlicht und 2010 aktualisiert hat. Da drin steht, dass man zuerst nat\u00fcrlich einmal so gut wie nur irgendwie m\u00f6glich sicher stellen muss, dass man es wirklich mit einer Alien-Botschaft zu tun hat. Und dann soll alles was man dar\u00fcber wei\u00df komplett der \u00d6ffentlichkeit, der restlichen wissenschaftlichen Gemeinschaft und der UNO bekannt gegeben werden. Genauer gesagt: Der UN-Generalsekret\u00e4rin bzw. dem UN-Generalsekret\u00e4r. Was \u00fcbrigens auch der einzige Punkt ist, der tats\u00e4chlich so in einem v\u00f6lkerrechtlichen Vertrag steht. Seit dem 10. Oktober 1967 gibt es den Weltraumvertrag, bzw. den Vertrag \u00fcber die Grunds\u00e4tze zur Regelung der T\u00e4tigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschlie\u00dflich des Mondes und anderer Himmelsk\u00f6rper wie es offiziell hei\u00dft. Dort kann man in Artikel XI lesen &#8222;Um die internationale Zusammenarbeit bei der friedlichen Erforschung und Nutzung des Weltraums zu f\u00f6rdern, unterrichten die Vertragsstaaten, die im Weltraum einschlie\u00dflich des Mondes und anderer Himmelsk\u00f6rper t\u00e4tig sind, den Generalsekret\u00e4r der Vereinten Nationen sowie die \u00d6ffentlichkeit und die wissenschaftliche Welt in gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichem Umfang, soweit irgend tunlich, von der Art, der Durchf\u00fchrung, den Orten und den Ergebnissen dieser T\u00e4tigkeiten. Der Generalsekret\u00e4r der Vereinten Nationen ist gehalten, diese Informationen unmittelbar nach ihrem Eingang wirksam weiterzuverbreiten&#8220;<\/p>\n<p>Ok, das ist sehr allgemein und von Aliens steht da nichts. Aber immerhin werden die Vereinten Nationen als offizielle Ansprechpartner f\u00fcr Forschungsergebnisse im All genannt. Ob man dann aber wirklich bei der UNO anruft, wenn man Aliens entdeckt hat, bleibt offen. Deutschland zumindest hat keinen offiziellen Plan, und das ist offiziell. Am 7. August 2018 gab Ulrich Nu\u00dfbaum, damals Staatssekret\u00e4r im Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie die Antwort auf eine Frage des Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek von den Gr\u00fcnen. Die Frage lautete: &#8222;Welche Vorkehrungen, Protokolle oder Pl\u00e4ne f\u00fcr einen m\u00f6glichen Erstkontakt mit au\u00dferirdischem Leben gibt es auf Seiten der Bundesregierung und der ihr unterstellten Beh\u00f6rden, und in welchen konkreten F\u00e4llen war die M\u00f6glichkeit eines solchen Kontaktes Gegenstand eines bi- oder multilateralen Gespr\u00e4chs mit anderen Staaten?&#8220;. Die Antwort: &#8222;F\u00fcr einen m\u00f6glichen Erstkontakt mit au\u00dferirdischem Leben gibt es keine Protokolle oder Pl\u00e4ne, da die Bundesregierung einen Erstkontakt auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand f\u00fcr \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich h\u00e4lt&#8220;<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich ist die rechtliche Lage \u00fcbrigens ein wenig anders. Denn im Gegensatz zu Deutschland geh\u00f6rt \u00d6sterreich zu den wenigen L\u00e4ndern, die den sogenannten &#8222;Mondvertrag&#8220; der Vereinten Nationen ratifiziert haben. Offiziell hei\u00dft es &#8222;\u00dcbereinkommen zur Regelung der T\u00e4tigkeiten von Staaten auf dem Mond und anderen Himmelsk\u00f6rpern&#8220; und war als Erweiterung des Weltraumvertrags von 1967 gedacht. Das haben aber nur 18 Staaten ratifiziert, unter anderem eben \u00d6sterreich. In Artikel 5, Absatz 3 dieses Vertrags kann man aber lesen: &#8222;Bei der Aus\u00fcbung ihrer Aktivit\u00e4ten sollen die Staaten unverz\u00fcglich den UN-Generalsekret\u00e4r, sowie die \u00d6ffentlichkeit und die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft von allen Ph\u00e4nomenen informieren, die sie im Weltraum, inklusive dem Mond, entdecken und die eine Gefahr f\u00fcr das Leben und die Gesundheit der Menschheit oder irgendwelche Anzeichen von organischem Leben darstellen&#8220;.<\/p>\n<figure id=\"attachment_36307\" aria-describedby=\"caption-attachment-36307\" style=\"width: 593px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Kurt_Waldheim_UN.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Kurt_Waldheim_UN.jpg\" alt=\"\" width=\"593\" height=\"745\" class=\"size-full wp-image-36307\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36307\" class=\"wp-caption-text\">Zum Gl\u00fcck kamen zwischen 1972 und 1981 keine Aliens zu Besuch&#8230; (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Kurt_Waldheim_UN.jpg\">Bild: gemeinfrei<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sollte also in Zukunft eine \u00f6sterreichische Weltraummission auf dem Mond oder irgendwo sonst im All auf die Spuren von Aliens treffen, dann wird die UNO einen Anruf aus Wien bekommen m\u00fcssen. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/39b67ed6bf4b4605a51ac72903f3919a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist die Transkription einer Folge meines Sternengeschichten-Podcasts. 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