{"id":26516,"date":"2021-10-01T06:00:05","date_gmt":"2021-10-01T04:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2021\/10\/01\/sternengeschichten-folge-462-die-wega\/"},"modified":"2025-05-14T17:02:50","modified_gmt":"2025-05-14T15:02:50","slug":"sternengeschichten-folge-462-die-wega","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2021\/10\/01\/sternengeschichten-folge-462-die-wega\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 462: Die Wega"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo-150x150.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-12938\" \/><\/a><i>Das ist die Transkription einer Folge meines <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.org\">Sternengeschichten-Podcasts<\/a>. Die Folge gibt es auch als <a href=\"https:\/\/cdn.podigee.com\/media\/podcast_7374_sternengeschichten_episode_495158_sternengeschichten_folge_462_die_wega.mp3?v=1632467094\">MP3-Download<\/a> und <a href=\"https:\/\/youtu.be\/ddvm2xVjzgg\">YouTube-Video<\/a>.<\/i> Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei <b><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX\">Spotify<\/a><\/b>.<\/p>\n<p><b>Mehr Informationen: [<a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/feed\/mp3 \">Podcast-Feed<\/a>][<a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/sternengeschichten\/id583344780\">iTunes<\/a>][<a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a>][<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">Facebook<\/a>] [<a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">Twitter<\/a>]<\/i><\/b><\/p>\n<p>Wer den Podcast finanziell unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann das hier tun: Mit <a href=\"https:\/\/www.paypal.me\/florianfreistetter\">PayPal<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.patreon.com\/sternengeschichten\">Patreon<\/a> oder <a href=\"https:\/\/steadyhq.com\/sternengeschichten\">Steady<\/a>.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">\u00dcber Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kan\u00e4len.<\/span><br \/>\n<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/462-sternengeschichten-folge-462-die-wega\/embed?context=external&#038;token=sCNHVn50-Tbm6_YmzNcl3Q\"><\/script><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<b>Sternengeschichten Folge 462: Die Wega<\/b><\/p>\n<p>Dass es da drau\u00dfen am Himmel mehr als genug Sterne gibt, sollte alle H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer mittlerweile wissen. Ebenso wie die Tatsache, dass man eigentlich \u00fcber jeden Stern eine spannende Geschichte erz\u00e4hlen kann. Es gibt aber Sterne, die f\u00fcr uns Menschen und auch f\u00fcr die Wissenschaft eine besondere Rolle einnehmen. Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich die Sonne, aber dass muss man eigentlich nicht mehr extra erw\u00e4hnen. <\/p>\n<p>Man kann dar\u00fcber streiten, welcher Stern nach der Sonne der f\u00fcr uns wichtigste Stern ist. Aber auf einer entsprechenden Liste mit Kandidaten m\u00fcsste man auf jeden Fall auch die Wega listen. Dieser Stern geh\u00f6rt zu denen, der von der Wissenschaft am intensivsten untersucht worden ist und der auch in den Mythen der Menschheit eine prominente Rolle gespielt hat.<\/p>\n<p>Fangen wir also mal mit den Grundlagen an. Die Wega findet man im Sternbild Leier. Und man findet sie dort ziemlich leicht, denn sie ist dort der hellste Stern. Es sind \u00fcberhaupt nur vier andere Sterne des Nachthimmels heller als die Wega und ihre Helligkeit wird uns sp\u00e4ter noch besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Die Wega ist uns vergleichsweise nahe, der Abstand zur Sonne betr\u00e4gt nur 25 Lichtjahre. ES handelt sich um einen jungen Stern, der ein paar hundert Millionen Jahre alt ist &#8211; so genau l\u00e4sst sich das nicht sagen &#8211; aber auf jeden Fall nicht \u00e4lter als eine halbe Milliarde Jahre. Wega hat eine mehr als doppelt so gro\u00dfe Masse wie die Sonne und die fast 40fache Leuchtkraft unseres Sterns. Als gro\u00dfer, junger Stern ist die Wega auch sehr viel hei\u00dfer als die Sonne und leuchtet bl\u00e4ulich wei\u00df. <\/p>\n<p>So weit die nackten Fakten &#8211; aber schon lange bevor wir dieses astronomische Wissen hatten, hat der Stern die Fantasie der Menschen angeregt. Der Name kommt &#8211; wie so oft bei den Sternen &#8211; aus dem arabischen und leitet sich von &#8222;an-nasr al-w\u0101qi&#8220; ab, was so viel wie &#8222;herabsto\u00dfender&#8220; bedeutet und das, was da herabst\u00f6\u00dft, ist ein Adler. In der heutigen Einteilung der Sternbilder hat die Wega in der Leier aber nur indirekt mit dem Adler zu tun. Die Wega bildet n\u00e4mlich zusammen mit Altair, dem hellsten Stern im Sternbild Adler und Deneb, dem hellsten Stern im Schwan das sogenannte &#8222;Sommerdreieck&#8220;. Altair und Deneb sind ebenfalls sehr helle und markante Sterne und bilden zusammen mit Wega, wie man am Namen ja auch erkennen kann, am Sommerhimmel ein sehr gut zu erkennendes Dreieck. <\/p>\n<p>Im alten \u00c4gypten und in Indien wurden Wega und die Sterne in der Umgebung als Raubvogel betrachtet und \u00fcber die arabische Astronomie kam der Name dann auch nach Europa. Die sch\u00f6nste Geschichte \u00fcber die Wega kommt aber aus dem asiatischen Raum. Es gibt viele Variationen, aber meine Lieblingsversion ist die vom Kuhhirten und der Weberin. Orihime war die Tochter des Himmelsgottes und hat immer ordentlich und brav ihren Job als Weberin erledigt. Damit sie vor lauter Arbeit aber auch noch was anderes tut, hat ihr Vater sie mit Hikoboshi verkuppelt, einem Rinderhirten. Wie das so ist in Mythen und Geschichten haben sich die beiden sofort massiv ineinander verliebt. So sehr, dass sie &#8211; nicht \u00fcberraschend bei jungen und verliebten Menschen &#8211; ihre Arbeit vernachl\u00e4ssigt haben. Es wurde keine Kleidung mehr f\u00fcr den Himmelsgott gewebt und niemand hat sich um die Rinder gek\u00fcmmert. Der Himmelsgott war nicht mehr so begeistert von seiner Entscheidung die beiden zu verkuppeln und hat sie auf unterschiedliche Seiten des gro\u00dfen Himmelsflusses verbannt. Hat aber nichts geholfen, denn jetzt waren beide zu traurig, um ihre Arbeit zu machen. Also d\u00fcrfen sich die beiden zumindest einmal im Jahr treffen, am 7. Tag des 7. Monates eines jeden Jahres. Allerdings nur, wenn es an diesem Tag nicht regnet, da sonst der Himmelsfluss zu breit wird, um \u00fcberquert zu werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_34311\" aria-describedby=\"caption-attachment-34311\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Kengyu_shokujo_LCCN2009615580.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Kengyu_shokujo_LCCN2009615580.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"818\" class=\"size-full wp-image-34311\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-34311\" class=\"wp-caption-text\">Die Weberin und der Kuhhirte (<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Kengy%C5%AB_shokujo_LCCN2009615580.jpg\">Bild: gemeinfrei<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am Himmel wird Orihime durch den Stern Wega symbolisiert und Hikoboshi durch Altair. Wenn der Himmel klar ist, kann man auch den Himmelsfluss zwischen den beiden erkennen, der nat\u00fcrlich von der Milchstra\u00dfe dargestellt wird. Und am 7. Tag des 7. Monats, also im Juli, kann man beide Sterne hoch am Himmel stehen sehen. Und sogar das Happy-End kann man sehen. Denn nat\u00fcrlich kann die Liebe nicht einfach vom Wetter abh\u00e4ngen! Was tun also Orihime und Hikoboshi, wenn zu viel Wasser im Himmelsfluss ist und sich nicht treffen k\u00f6nnen? Dann kommt ein Schwarm hilfreicher Elstern und bildet eine Br\u00fccke. Und wenn man sich die Milchstra\u00dfe zwischen den beiden Sternen ganz genau ansieht, dann erkennt man dort einen dunklen Bereich. Das ist die Elsternbr\u00fccke des Mythos und in der Realit\u00e4t eine riesige Staubwolke, die das Licht der hellen Sterne in der Milchstra\u00dfe verdeckt.<\/p>\n<p>Die Geschichte von Orihime und Hikoboshi wird auch heute noch jedes Jahr in Japan beim Tanabata-Fest gefeiert. Man k\u00f6nnte noch viel mehr Mythen \u00fcber Wega erz\u00e4hlen. Aber die Wissenschaft hat im Laufe der Zeit ihre eigenen Geschichten \u00fcber Wega erz\u00e4hlt.<br \/>\nEin heller Stern wie die Wega hat die Astronomie nat\u00fcrlich immer schon interessiert. Und am 17. Juli 1850 wurde die Wega zum ersten Stern &#8211; nach der Sonne nat\u00fcrlich &#8211; der fotografiert worden ist und zwar von den Astronomen William Bond und John Adams Whipple an der Sternwarte des Harvard College. 1872 hat Henry Draper das erste Sternspektrum mit dem Licht von Wega aufgenommen. Die Spektroskopie ist im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Instrument der Astronomie geworden: Spaltet man das Licht in seine Bestandteile auf, erh\u00e4lt man nicht nur den \u00fcblichen Regenbogen aus Farben, sondern sieht darin auch dunkle Bereiche. Sie entstehen, wenn das Licht auf seinem Weg aus dem Inneren des Sterns durch seine \u00e4u\u00dferen Schichten auf die dort befindlichen Atome trifft. Jedes chemische Element blockiert einen ganz charakteristischen Bereich des Lichts und dort sieht man dann eine dunkle Linie im Regenbogen. Viel wichtiger aber: Man kann damit herausfinden, woraus die Sterne bestehen und wenn man die Spektren unterschiedlicher Sterne vergleicht, kann man sie klassifizieren und in Gruppen einteilen. F\u00fcr jede Einteilung braucht man aber mindestens einen Referenzpunkt und f\u00fcr die Spektralklassifikation wurde das die Wega.<\/p>\n<figure id=\"attachment_34312\" aria-describedby=\"caption-attachment-34312\" style=\"width: 1080px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Vega_by_Stephen_Rahn-Gross.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Vega_by_Stephen_Rahn-Gross.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"1080\" class=\"size-full wp-image-34312\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-34312\" class=\"wp-caption-text\">Wega (<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Vega_by_Stephen_Rahn.jpg?uselang=de\">Bild: Stephen Rahn, gemeinfrei<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Wega hat sich \u00fcberhaupt als sehr praktischer Referenzsstern erwiesen. Ihre Helligkeit betr\u00e4gt ziemlich genau 0 Magnituden. Das ist diese etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftige Helligkeitsklassifikation in der Astronomie, \u00fcber die ich ja schon fr\u00fcher gesprochen habe. Im antiken Griechenland hat man die hellsten Sterne am Himmel zur &#8222;1ten Gr\u00f6\u00dfenklasse&#8220; gez\u00e4hlt und die, die gerade noch so zu sehen waren, zur &#8222;6ten Gr\u00f6\u00dfenklasse&#8220;. Diese Einteilung hat man sp\u00e4ter dann auf wissenschaftliche Grundlagen gestellt und wir verwenden sie noch heute. Und auch da braucht man irgendwas, mit dem man die Helligkeiten vergleichen kann, und weil die Wega mit ihrer Helligkeit nahe an der 0ten Gr\u00f6\u00dfenklasse liegt, wurde sie auch daf\u00fcr zum Referenzstern. Ebenso wie bei der Einteilung der Sternfarben, wo man einen Stern als Referenz braucht, der m\u00f6glichst wei\u00df leuchtet, was bei der Wega der Fall ist.<\/p>\n<p>In anderer Hinsicht hat sich die Wega aber als ganz und gar nicht normal erwiesen. Diese spannende Geschichte f\u00e4ngt 1983 an, als das Weltraumteleskop IRAS auf seine Mission geschickt wurde. Es sollte &#8211; erstmals &#8211; den gesamten Himmel im Infrarotlicht katalogisiert werden. Dabei hat IRAS nat\u00fcrlich auch Wega im Blick gehabt und dort etwas entdeckt, was man mit dem wenig spannenden Wort &#8222;Infrarotexzess&#8220; bezeichnet. Anders gesagt: Man hat bei Wega mehr Infrarotlicht gemessen, also von dort eigentlich kommen sollte. Man kann ziemlich genau sagen, wie viel Licht bei einer bestimmten Wellenl\u00e4nge ein Stern mit einer bestimmten Temperatur aussendet. Und Wega hat mehr Infrarotlicht ins All geschickt, als bei einem Stern dieser Temperatur zu erwarten war. Die Ursache: Staub! Wega ist von einer Scheibe aus Staub umgeben. Dieser Staub wird vom Licht des Sterns aufgeheizt und gibt die W\u00e4rme in Form von Infrarotlicht wieder ab. Das kommt zum normalen Infrarotlicht des Sterns dazu und deswegen sieht man dort einen Infrarotexzess. <\/p>\n<p>Es war das erste mal, dass man so etwas bei einem Stern beobachtet hat. Und das war durchaus eine Sensation. Denn der Staub muss irgendwo her kommen. Ein sehr, sehr junger Stern kann durchaus von sehr viel Staub umgeben sein; das ist der Staub, der noch von der Entstehung des Sterns \u00fcbrig ist und aus dem sp\u00e4ter Planeten entstehen. Wega ist zwar noch jung, aber schon zu alt f\u00fcr diese Art von Staub. Das, was man bei Wega sieht, ist eine &#8222;Tr\u00fcmmerscheibe&#8220;. Also Staub, der entsteht, weil dort schon gr\u00f6\u00dfere Himmelsk\u00f6rper &#8211; mindestens Asteroidengro\u00df &#8211; miteinander kollidieren und Staub produzieren. <\/p>\n<figure id=\"attachment_9006\" aria-describedby=\"caption-attachment-9006\" style=\"width: 709px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Vega_Spitzer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Vega_Spitzer.jpg\" alt=\"\" width=\"709\" height=\"709\" class=\"size-full wp-image-9006\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-9006\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/photojournal.jpl.nasa.gov\/catalog\/PIA07218\">Wega und ihre Staubscheibe im Infrarotlicht (Bild: NASA\/JPL-Caltech\/University of Arizona)<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Das klingt jetzt nicht so spektakul\u00e4r. Aber 1983 hatte man noch keine Planeten anderer Sterne entdeckt. Man wusste nicht, ob anderswo \u00fcberhaupt Planeten entstehen k\u00f6nnen. Es w\u00e4re zwar unwahrscheinlich, wenn die Sonne der einzige Stern mit Planeten w\u00e4re &#8211; aber solange man anderswo nichts findet, eben auch nicht unm\u00f6glich. Der Staub bei Wega war nun zwar kein Planet. Aber auf jeden Fall ein deutliches Anzeichen, dass dort genau die Prozesse ablaufen, die ablaufen m\u00fcssen, damit Planeten entstehen. Denn wenn sich aus dem urspr\u00fcnglichen Staub um einen Stern herum schon Asteroiden gebildet haben, die bei durch ihre Kollisionen eine Tr\u00fcmmerscheibe erzeugen, dann ist das genau das, was auch auch vor 4,5 Milliarden Jahren im Sonnensystem passiert ist. <\/p>\n<p>Wega war also der erste ganz konkrete Hinweis darauf, dass auch anderswo im Universum Planeten entstehen und damit auch zu finden sein m\u00fcssen. Was ja dann auch 1995 passiert ist &#8211; allerdings nicht bei Wega. Dort haben wir im Laufe der Zeit zwar immer mehr Hinweise auf die Existenz von Planeten gefunden. Die Staubscheibe ist klumpig und schief, irgendwas muss also daf\u00fcr sorgen, dass der Staub dort ungleichm\u00e4\u00dfig verteilt ist und die Gravitationskraft eines dort rumschwirrenden Planeten k\u00f6nnte genau diese Ursache sein. Aber nachweisen konnten wir so einen Planeten noch nicht.<\/p>\n<p>Wir haben die Wega so ausf\u00fchrlich untersucht wie kaum einen anderen Stern. Aber l\u00e4ngst noch nicht alle ihre Geschichten entdeckt.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/93b8e5657cca478cbb59c830abd5b3b1\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist die Transkription einer Folge meines Sternengeschichten-Podcasts. Die Folge gibt es auch als MP3-Download und YouTube-Video. Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei Spotify. 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