{"id":25428,"date":"2020-07-17T06:00:01","date_gmt":"2020-07-17T04:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2020\/07\/17\/sternengeschichten-folge-399-ausserirdischer-regen\/"},"modified":"2025-05-14T16:49:56","modified_gmt":"2025-05-14T14:49:56","slug":"sternengeschichten-folge-399-ausserirdischer-regen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2020\/07\/17\/sternengeschichten-folge-399-ausserirdischer-regen\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 399: Au\u00dferirdischer Regen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo-150x150.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-12938\" \/><\/a><i>Das ist die Transkription einer Folge meines <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.org\">Sternengeschichten-Podcasts<\/a>. Die Folge gibt es auch als <a href=\"https:\/\/cdn.podigee.com\/media\/podcast_7374_sternengeschichten_episode_216434_sternengeschichten_folge_399_ausserirdischer_regen.mp3?v=1588771221\">MP3-Download<\/a> und <a href=\"https:\/\/youtu.be\/Jgzd7BUWsU0\">YouTube-Video<\/a>.<\/i> Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei <b><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX\">Spotify<\/a><\/b>.<\/p>\n<p><b>Mehr Informationen: [<a href=\"https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten\">Podcast-Feed<\/a>][<a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/sternengeschichten\/id583344780\">iTunes<\/a>][<a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a>][<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">Facebook<\/a>] [<a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">Twitter<\/a>]<\/i><\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">\u00dcber Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kan\u00e4len.<\/span><br \/>\n<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/cdn.podigee.com\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/399-sternengeschichten-folge-399-ausserirdischer-regen\/embed?context=external&#038;token=iLXgCvUYePNpJtXCCFEaZA\"><\/script><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<b>Sternengeschichten Folge 399: Au\u00dferirdischer Regen<\/b><\/p>\n<p>Heute geht es in den Sternengeschichten um Regen. Der hat ja bei uns tendenziell eher ein schlechtes Image. Der Regen st\u00f6rt wenn wir drau\u00dfen in der Sonne sitzen wollen; er st\u00f6rt ganz besonders wenn zu viel davon vom Himmel kommt und die Fl\u00fcsse \u00fcber die Ufer treten und katastrophale \u00dcberschwemmungen verursachen. Der Regen st\u00f6rt die Astronomie, denn wenn es regnet kann man die Sterne am Himmel nicht beobachten. Der Regen st\u00f6rt aber auch wenn er nicht da ist und Pflanzen vertrocken, das Getreide auf den Feldern nicht w\u00e4chst und Fl\u00fcsse versiegen. Trotzdem: Ohne Regen, das hei\u00dft ohne das Wasser auf der Erde w\u00fcrde es uns alle nicht geben. Wir brauchen den Kreislauf, bei dem Wasser im Sonnenlicht verdampft, als Luftfeuchtigkeit in der Atmosph\u00e4re landet, sich zu Wolken formt und irgendwann als Regen wieder zur\u00fcck auf die Erde und die Fl\u00fcsse und Meere kommt. Regen ist wichtig, auch wenn wir manchmal ungern nass werden.<\/p>\n<p>Ich will heute aber nicht \u00fcber das Wetter hier auf der Erde reden; auch nicht \u00fcber die Wolken am Himmel (das habe ich schon in Folge 105 ausf\u00fchrlich getan). Ich m\u00f6chte etwas \u00fcber au\u00dferirdischen Regen erz\u00e4hlen. Wie schaut das Wetter anderswo aus? Die Erde ist ja nicht der einzige Planet im Sonnensystem und schon gar nicht im Rest des Universum. Aber wir sind der einzige auf dem es regnet! Zumindest der einzige von dem wir das derzeit definitiv wissen. In unserem Sonnensystem ist die Erde der einzige Planet auf dessen Oberfl\u00e4che fl\u00fcssiges Wasser existieren kann. Insofern k\u00f6nnte das eine recht kurze Folge werden: Regnen tut es nur auf der Erde; au\u00dferirdischen Regen gibt es nicht.<\/p>\n<p>Aber das w\u00e4re ja langweilig. Und auch wenn wir nirgendwo sonst im Sonnensystem Regen im irdischen Sinn finden, gibt es zumindest jede Menge andere Arten von Regen. Beziehungsweise von Niederschlag. Denn nicht immer muss es Wasser sein, das vom Himmel kommt. Auf dem Mars zum Beispiel ist es viel zu kalt. Dort liegen die Durchschnittstemperaturen bei -55 Grad Celsius; die Tiefstwerte bei -100 Grad. Das Wasser das am Mars existiert liegt gefroren im Boden und bleibt dort auch. In die Atmosph\u00e4re gelangt dort nichts davon und kann daher auch nicht abregnen. Die Atmosph\u00e4re des Mars ist extrem d\u00fcnn &#8211; und sie besteht wfast vollst\u00e4ndig aus Kohlendioxid. Das haben wir hier auf der Erde ja auch in unserer Lufth\u00fclle und leider zuviel davon. Bei uns bleibt es immer gasf\u00f6rmig. Auf dem Mars kann es aber auch fest werden. Kohlendioxid gefriert n\u00e4mlich bei -78,5 Grad zu einer Substanz die wir &#8222;Trockeneis&#8220; nennen. Und tats\u00e4chlich hat man in den kalten Regionen des Mars immer wieder d\u00fcnne Wolken aus Kohlendioxid beobachtet. Die gefrieren dann zu Trockeneis, das vom Himmel schneit und als Trockeneis-Schnee am Boden liegen bleibt. Bis es dann irgendwann wieder w\u00e4rmer wird &#8211; bzw. das, was auf dem Mars als &#8222;warm&#8220; durchgeht &#8211; und das Trockeneis wieder zu gasf\u00f6rmigen Kohlendioxid wird.<\/p>\n<figure id=\"attachment_17417\" aria-describedby=\"caption-attachment-17417\" style=\"width: 1280px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1280px-Carbon_Dioxide_Ice_in_the_Late_Summer_Mars_South_Pole.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1280px-Carbon_Dioxide_Ice_in_the_Late_Summer_Mars_South_Pole.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"960\" class=\"size-full wp-image-17417\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-17417\" class=\"wp-caption-text\">Trockeneis-Schnee am S\u00fcdpol des Mars (<a href=\"https:\/\/www.uahirise.org\/ESP_023464_0945\">Bild: NASA\/JPL\/University of Arizona<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Regen gibt es also nicht auf dem Mars; daf\u00fcr aber Trockeneisschneefall. Richtig wild kann das Wetter dagegen auf unserem anderen Nachbarplaneten werden, der Venus. Die hat eine Atmosph\u00e4re und was f\u00fcr eine! Der Druck ist fast 100 mal h\u00f6her als auf der Erde. Auch hier macht Kohlendioxid den allergr\u00f6\u00dften Teil der Atmosph\u00e4re aus, dazu kommt noch Stickstoff und ein wenig Schwefeldioxid (und diverse andere Gase in noch geringeren Mengen). In der dichten Venusatmosph\u00e4re gibt es jede Menge Wolken. Die bestehen allerdings nicht aus Wasser. Sondern fast komplett aus Schwefels\u00e4uretr\u00f6pfchen. Diese aggresive S\u00e4ure entsteht wenn Sonnenlicht auf die Atmosph\u00e4re f\u00e4llt, die Molek\u00fcle dort in ihre Bestandteile aufspaltet so dass sie sich in diversen chemischen Reaktionen zu neuen Stoffen, eben auch Schwefels\u00e4ure verbinden k\u00f6nnen. Aus diesen Wolken regnet es &#8211; allerdings nicht bis auf den Boden. Dort herrschen Temperaturen von knapp 460 Grad Celsius; die Schwefels\u00e4uretropfen verdampfen schon weit \u00fcber dieser hei\u00dfen Oberfl\u00e4che. <\/p>\n<p>Wer Schwefels\u00e4ureregen schon unangenehm findet, wird den Schnee auf der Venus auch nicht m\u00f6gen. Den gibt es n\u00e4mlich auch, aber nat\u00fcrlich ist es kein Schnee aus Wasser. Das ist bei den hohen Temperaturen dort nicht m\u00f6glich. Man hat aber auf den Bergen der Venus eine Schicht gefunden, die Radarstrahlen enorm gut reflektiert. Irgendwas liegt dort also rum und man vermutet, dass es eine seltsame Art von Metall-Schnee ist. Auf der Venus gab es fr\u00fcher ja jede Menge Vulkane und unter Umst\u00e4nden sind manche davon heute immer noch aktiv. Wenn so ein Vulkan ausbricht, kann dabei auch Metall aus dem Planeteninneren gasf\u00f6rmig in die Atmosph\u00e4re gelangen. Irgendwann k\u00fchlt es ab und wird fest. Auf der Venus kann sich so Blei mit Schwefel verbinden und dann auf die Oberfl\u00e4che schneien. Wenn euch also das n\u00e4chste Mal das Wetter auf der Erde auf die Nerven geht, denkt an die Venus mit ihrem Metallschnee und Schwefels\u00e4ureregen!<\/p>\n<p>Bei den anderen Himmelsk\u00f6rpern im Sonnensystem wird es ein bisschen schwierig mit dem Niederschlag. Der Merkur hat keine Atmosph\u00e4re, ebenso wie der Mond. Wenn keine Atmosph\u00e4re da ist, gibt es auch nichts aus dem etwas auf den Planeten regnen oder schneien k\u00f6nnte. Ansonsten bleiben noch die Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Die haben zwar jede Menge Atmosph\u00e4re &#8211; aber darunter keine feste Oberfl\u00e4che im eigentlichen Sinn, also nichts <i>auf<\/i> das etwas schneien oder regnen k\u00f6nnte. Ein genauerer Blick lohnt sich aber trotzdem.<\/p>\n<p>Schauen wir uns mal den Neptun an, den sonnenfernsten Planeten. Seine Atmosph\u00e4re besteht vor allem aus Wasserstoff und Helium, aber auch Methan ist dabei. Auf Neptun ist es auch richtig kalt, in den \u00e4u\u00dferen Schichten seiner Atmosph\u00e4re hat es -200 Grad, weswegen es dort auch jede Menge Eis gibt. Wassereis, aber auch gefrorenes Methan oder Ammoniak. Was es auf Neptun auch noch gibt ist extrem starker Wind! Die Windgeschwindigkeit kann weit \u00fcber 2000 Kilometer pro Stunde liegen, er ist was den Wind angeht der Rekordhalter im Sonnensystem. Der Neptun ist gro\u00df, sein Durchmesser betr\u00e4gt das vierfache des Erddurchmessers. Und das allermeiste davon ist Atmosph\u00e4re. Diese enorme Menge an Gasen dr\u00fcckt auf das Innere des Planeten. Dementsprechend steigt der Druck immer h\u00f6her je weiter man ins Innere der Atmosph\u00e4re vordringt. Wird der Druck hoch genug &#8211; ungef\u00e4hr das 3 Millionenfache des Luftdrucks hier auf der Erde &#8211; dann k\u00f6nnen die Kohlenstoff- und Wasserstoffatome aus denen Methan besteht voneinander getrennt werden. Die Kohlenstoffatome k\u00f6nnen sich nun miteinander verbinden und der hohe Druck presst sie zu Diamanten zusammen. In Laborexperimenten konnte das schon gemacht werden, die Bedingungen dabei haben denen entsprochen, die ungef\u00e4hr  7000 Kilometer unter den obersten Wolkenschichten des Neptun herrschen. Auf Neptun k\u00f6nnte es also Diamanten regnen! Sie bilden sich tief in seiner Atmosph\u00e4re und sinken dann nach unten, weiter hinein ins Innere des Planeten. Auch bei Uranus, der Neptun recht \u00e4hnlich ist was die Atmosph\u00e4re und Temperatur angeht k\u00f6nnte das passieren. Ob das auch wirklich so ist, wissen wir allerdings nicht. <\/p>\n<figure id=\"attachment_14411\" aria-describedby=\"caption-attachment-14411\" style=\"width: 682px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Neptune_clouds.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Neptune_clouds.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"596\" class=\"size-full wp-image-14411\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14411\" class=\"wp-caption-text\">Neptun: Da sind vielleicht Diamanten drin!! (<a href=\"https:\/\/photojournal.jpl.nasa.gov\/catalog\/PIA00058\">Bild: NASA\/JPL<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die beiden noch gr\u00f6\u00dferen Gasplaneten Jupiter und Saturn k\u00f6nnen mit ihren noch umfangreicheren Atmosph\u00e4ren ebenfalls ausreichend viel Druck aufbauen um Diamanten zu erzeugen. Sie enthalten aber weniger Kohlenstoff als Uranus und Neptun. Und vor allem w\u00e4ren Diamanten dort nicht dauerhaft stabil. Eben weil Jupiter und Saturn so viel gr\u00f6\u00dfer sind, wird es tief in ihrem Inneren irgendwann SO hei\u00df, dass die Diamenten die von weiter oben dorthin &#8222;regnen&#8220; sich verfl\u00fcssigen. <\/p>\n<p>Mit den Planeten des Sonnensystems w\u00e4ren wir jetzt durch, aber es gibt noch ein paar andere interessante Himmelsk\u00f6rper. Das spannendste Wetter &#8211; abseits der Erde &#8211; hat sicherlich der Saturnmond Titan. Dem habe ich ja schon die ganze Folge 157 gewidmet. Im Gegensatz zu fast allen anderen Monden hat Titan eine dichte Atmosph\u00e4re; der Druck auf der Oberfl\u00e4che dieses Mondes betr\u00e4gt das 1,5fache des Luftdrucks auf der Erde. Die Atmosph\u00e4re besteht fast komplett aus Stickstoff, es ist aber auch wenig Methan drin. Das ist bei uns hier auf der Erde nat\u00fcrlicherweise immer gasf\u00f6rmig. Unter den Bedingungen auf dem Titan kann es aber sowohl gasf\u00f6rmig als auch fest und fl\u00fcssig sein. Methan spielt also dort die Rolle die das Wasser bei uns spielt, das ja auf der Erde ebenfalls fest, fl\u00fcssig und gasf\u00f6rmig sein kann. Und tats\u00e4chlich hat der Titan ein komplettes &#8222;Methan-Wetter&#8220;. Es gibt Methanwolken, aus denen fl\u00fcssiges Methan regnet das sich in Methanfl\u00fcssen und Methanseen auf der Oberfl\u00e4che sammelt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2438\" aria-describedby=\"caption-attachment-2438\" style=\"width: 305px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1385-titan1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1385-titan1.jpg\" alt=\"\" width=\"305\" height=\"261\" class=\"size-full wp-image-2438\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2438\" class=\"wp-caption-text\">Methangew\u00e4sser auf dem Titan, aufgenommen w\u00e4hrend der Huygens-Landung aus etwa 8 Kilometer H\u00f6he (<a href=\"https:\/\/photojournal.jpl.nasa.gov\/catalog\/PIA07231\">Bild: NASA\/JPL\/ESA\/University of Arizona<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es gibt noch andere wetter\u00e4hnliche Ph\u00e4nomene im Sonnensystem. Besonders die kalten und eisreichen Himmelsk\u00f6rper im \u00e4u\u00dferen Sonnensystem zeigen einige davon. Himmelsk\u00f6rper wie Pluto oder andere Asteroiden bestehen zu einem gro\u00dfen Teil aus Eis. Das kann sublimieren, also gasf\u00f6rmig werden. Dazu muss es nicht unbedingt hei\u00df sein, das passiert auch ganz von selbst wenn es kalt ist, nur halt sehr langsam. Deswegen hat zum Beispiel auch der Pluto so etwas \u00e4hnliches wie eine &#8222;Atmosph\u00e4re&#8220; &#8211; die halt nur sehr, sehr, sehr d\u00fcnn ist, 100.000 mal weniger Druck als auf der Erde. Das Gas in dieser d\u00fcnnen Atmosph\u00e4re kann unter Umst\u00e4nden wieder fest werden und dann als eine Art Schnee auf den Planeten zur\u00fcckfallen. Mit dem was wir uns normalerweise unter &#8222;Schnee&#8220; oder &#8222;Regen&#8220; vorstellen, hat das aber kaum etwas zu tun.<\/p>\n<p>Eiskalter Trockeneisschnee auf Mars. Schwefels\u00e4ureregen und metallischer Schnee auf der Venus. Herabfallende und sich verfl\u00fcssigende Diamanten auf den Gasplaneten. Methanfl\u00fcsse auf dem Titan. Das Sonnensystem hat jede Menge Wetter zu bieten und das meiste davon ist sehr viel unangenehmer als das bisschen Regen das ab und zu hier auf der Erde zu Boden f\u00e4llt. Daran kann man sich gerne erinneren, wenn man das n\u00e4chste Mal ohne Schirm von einem Schauer \u00fcberrascht wird&#8230; \t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/c9eb0bce5818479dbacc6c39bec9f75f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist die Transkription einer Folge meines Sternengeschichten-Podcasts. Die Folge gibt es auch als MP3-Download und YouTube-Video. Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei Spotify. 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