{"id":25340,"date":"2020-05-08T06:00:02","date_gmt":"2020-05-08T04:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2020\/05\/08\/sternengeschichten-folge-389-das-hubble-weltraumteleskop\/"},"modified":"2025-05-14T16:49:09","modified_gmt":"2025-05-14T14:49:09","slug":"sternengeschichten-folge-389-das-hubble-weltraumteleskop","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2020\/05\/08\/sternengeschichten-folge-389-das-hubble-weltraumteleskop\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 389: Das Hubble-Weltraumteleskop"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo-150x150.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-12938\" \/><\/a><i>Das ist die Transkription einer Folge meines <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.org\">Sternengeschichten-Podcasts<\/a>. Die Folge gibt es auch als <a href=\"https:\/\/cdn.podigee.com\/media\/podcast_7374_sternengeschichten_episode_203791_sternengeschichten_folge_389_das_hubble_weltraumteleskop.mp3?v=1586961607\">MP3-Download<\/a> und <a href=\"https:\/\/youtu.be\/iwU0oPSTb7U\">YouTube-Video<\/a>.<\/i> Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei <b><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX\">Spotify<\/a><\/b>.<\/p>\n<p><b>Mehr Informationen: [<a href=\"https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten\">Podcast-Feed<\/a>][<a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/sternengeschichten\/id583344780\">iTunes<\/a>][<a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a>][<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">Facebook<\/a>] [<a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">Twitter<\/a>]<\/i><\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">\u00dcber Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kan\u00e4len.<\/span><br \/>\n<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/cdn.podigee.com\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/389-sternengeschichten-folge-389-das-hubble-weltraumteleskop\/embed?context=external&#038;token=_i5ZTzOEzG57Yhj1tLMsYQ\"><\/script><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<b>Sternengeschichten Folge 389: Das Hubble-Weltraumteleskop<\/b><\/p>\n<p>Am 24. April 1990 gab es gro\u00dfen Jubel unter den Astronominnen und Astronomen der Welt. Das Space Shuttle &#8222;Discovery&#8220; startete erfolgreich ins Weltall. Mit an Bord war ein neues Teleskop; mit einem Spiegeldurchmesser von 2,4 Metern so gro\u00df wie kein anderes das bis dahin ins All geschickt worden war. Vier Wochen sp\u00e4ter, am 20. Mai 1990 betrachteten die Forscherinnen und Forscher das erste Bild das dieses Teleskop gemacht hatte und waren schockiert. Es war fehlerhaft; das Ger\u00e4t arbeitete nicht so wie es sollte. Danach aber ging es steil aufw\u00e4rts und heute ist das <i>Hubble-Weltraumteleskop<\/i> eines der erfolgreichsten wissenschaftlichen Instrumente aller Zeiten. Es hat unseren Blick auf das Universum revolutioniert.<\/p>\n<p>Die Geschichte von &#8222;Hubble&#8220;, wie es in der Astronomie gerne auch kurz genannt wird, beginnt aber schon lange vor dem April 1990. Schon lange bevor die erste Rakete ins All flog tr\u00e4umte man von Teleskopen im All. Die Vorteile waren klar: Wenn wir von der Erde aus in den Himmel schauen, m\u00fcssen wir durch die Atmosph\u00e4re unseres Planeten hindurch blicken. Und so praktisch die Lufth\u00fclle der Erde auch f\u00fcr alle Lebewesen ist die dort leben, so nervig ist sie f\u00fcr die Astronomie. Wenn es bew\u00f6lkt ist sieht man gar nichts. Und selbst wenn der Himmel klar ist, st\u00f6rt die immer vorhandene Unruhe in den Luftschichten die Beobachtung, wie ich in den Folgen 106 und 309 schon erkl\u00e4rt habe. Das Licht der Sterne wird abgelenkt, wir sehen sie deswegen auch flackern und wenn wir mit den Kameras der Teleskop langbelichtete Aufnahmen machen, verschwimmen die Bilder und werden unscharf. Nat\u00fcrlich kann man trotz allem von der Erde aus vern\u00fcnftige Forschung machen. Aber ein Teleskop im All k\u00f6nnte ohne diese st\u00f6renden Einfl\u00fcsse beobachten und Bilder liefern, die Details zeigen die von der Erde aus unsichtbar bleiben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18801\" aria-describedby=\"caption-attachment-18801\" style=\"width: 1135px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/lossy-page1-1135px-The_Hubble_Space_Telescope_in_orbit.tif_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/lossy-page1-1135px-The_Hubble_Space_Telescope_in_orbit.tif_.jpg\" alt=\"\" width=\"1135\" height=\"1024\" class=\"size-full wp-image-18801\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-18801\" class=\"wp-caption-text\">Das Hubble-Teleskop <a href=\"https:\/\/spacetelescope.org\/images\/hubble_in_orbit1\/\">Bild: ESA<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0\/deed.en\">CC-BY-SA 3.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Schon Hermann Oberth, einer der Raumfahrtpioniere dachte im Jahr 1923 \u00fcber ein Teleskop im Weltall nach. Und im Jahr 1946 ver\u00f6ffentlichte der amerikanische Astronom Lyman Spitzer einen Aufsatz mit dem Titel \u201eDie astronomischen Vorteile eines extraterrestrischen Observatoriums\u201c. Darin stellte er sich ein Teleskop vor, dessen Spiegel einen Durchmesser von f\u00fcnf bis 15 Metern hatte &#8211; was f\u00fcr den Rest der astronomischen Welt nach reiner Science-Fiction klingen musste. Das gr\u00f6\u00dfte Teleskop der damaligen Zeit hatte einen Spiegel von 5,1 Metern Durchmesser und stand auf der Erde; an der Mount-Palomar-Sternwarte in Kalifornien. Wie sollte es m\u00f6glich sein ein Teleskop zu bauen das bis zu dreimal gr\u00f6\u00dfer war UND es auch noch ins All zu bringen. Raumfahrt im modernen Sinn hat damals nicht existiert. Das einzige das 1946 ann\u00e4hernd ins Weltall flog, waren umgebaute V2-Raketen die die Amerikaner im zweiten Weltkrieg in Deutschland erbeutet hatten. Die erreichten gerade mal so die \u00e4u\u00dfersten Schichten der Atmosph\u00e4re und konnte nur kleine wissenschaftliche Instrumente dorthin bringen.<\/p>\n<p>Aber Spitzer war ein wahrer Vision\u00e4r uns lie\u00df sich durch die scheinbare Unm\u00f6glichkeit des Unterfangens nicht st\u00f6ren. Er dachte weiter nach, plante weiter und schickte kleine Teleskope mit Ballonen weit hinauf in den Himmel; bis in die Stratossph\u00e4re, wo schon fast keine Atmosph\u00e4re mehr den Blick st\u00f6ren kann. Damit wollte er zeigen, wie gut die Bilder eines Weltraumteleskops sein k\u00f6nnten. Und 1957 zeigte die Sowjetunion der ganzen Welt dass es durchaus m\u00f6glich ist, Objekte in eine Umlaufbahn um die Erde zu schicken als sie mit Sputnik 1 den ersten k\u00fcnstlichen Satelliten ins All brachten. <\/p>\n<p>Es dauerte dann nochmal fast 10 Jahre, bis Wissenschaft und Politik davon \u00fcberzeugt waren, ein echtes Weltraumteleskop zu bauen. Das Projekt nannte sich damals &#8222;Large Space Telescope&#8220;, also einfach nur &#8222;Gro\u00dfes Weltraumteleskop&#8220;. Und sollte 1983 ins All starten. Aber wie das halt so ist mit gro\u00dfen Projekten in der Raumfahrt dauert alles immer l\u00e4nger als geplant und der Start wurde auf 1986 verschoben. In diesem Jahr aber explodierte das Space Shuttle Challenger und bis der Grund dieser Katastrophe gekl\u00e4rt war, konnte auch das Teleskop nicht fliegen.<\/p>\n<p>Mittlerweile hatte man sich immerhin einen neuen Namen ausgedacht und es nach dem amerikanischen Astronom Edwin Hubble benannt. Dessen Beobachtungen in den 1920er und 1930er Jahren waren revolution\u00e4r und zeigten, dass es neben der Milchstra\u00dfe noch unz\u00e4hlige andere Galaxien im Universum gibt. Au\u00dferdem konnte er demonstrieren dass sich das gesamte Universum ausdehnt und hat damit das Fundament f\u00fcr die moderne Beschreibung des Kosmos im Rahmen der Urknall-Theorie gelegt. So wie Hubble der Mensch sollte nun Hubble das Teleskop die Wissenschaft revolutionieren und am 24. April 1990 war es dann endlich soweit: Das Teleskop flog ins All.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18800\" aria-describedby=\"caption-attachment-18800\" style=\"width: 1032px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/STS-103_Hubble_EVA.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/STS-103_Hubble_EVA.jpg\" alt=\"\" width=\"1032\" height=\"1024\" class=\"size-full wp-image-18800\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-18800\" class=\"wp-caption-text\">Hubble h\u00e4ngt am Shuttle<br \/><a href=\"https:\/\/spaceflight.nasa.gov\/gallery\/images\/shuttle\/sts-103\/html\/sts103_713_048.html\">Bild: NASA<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Mehr als 11 Tonnen schwer. 13 Meter lang. Ein 2,4 Meter gro\u00dfer Spiegel. Und Kosten von 2,5 Milliarden Dollar. Es war ein gewaltiges Projekt und ebenso gewaltig war die Entt\u00e4uschung als die ersten Bilder auf der Erde eintrafen. Sie waren unscharf; viel schlechter als erwartet. So schlecht, dass nicht daran zu denken war auch all die ambitionierten Beobachtungsprogramme durchzuf\u00fchren f\u00fcr die Hubble konstruiert war. Die Sache war nicht nur ein Problem f\u00fcr die direkt am Projekt beteiligten Forscherinnen und Forscher sondern f\u00fcr die gesamte Astronomie. Nach so einem teuren Fehlschlag w\u00fcrde es wohl lange dauern, bis man wieder ein \u00e4hnlich gro\u00dfes Projekt durchf\u00fchrt. <\/p>\n<p>Aber wie kann sowas passieren? Man sollte doch meinen, dass man bei so einem Projekt extra vorsichtig und genau ist. War man auch, aber der Fehler war wirklich hinterh\u00e4ltig. Bevor ein Spiegel in ein Teleskop eingebaut wird, schaut man selbstverst\u00e4ndlich nach, ob er exakt die Form hat, die er haben soll oder ob da irgendwelche Unebenheiten oder Fehler sind. Da geht es um winzigste Ungenauigkeiten und braucht Maschinen um sie zu entdecken. Nur: Exakt das Messinstrument das diese Fehler bei Hubble finden sollte war fehlerhaft&#8230; <\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck hatte man Hubble von Anfang an so konstruiert, um es regelm\u00e4\u00dfig durch Besuche von Space Shuttles zu warten, reparieren oder erweitern. Am 2. Dezember 1993 flog daher das Shuttle Endeavour im Rahmen der STS-61-Mission der NASA ins All und fing das Teleskop ein. Die fehlerhafte Optik von Hubble wurde repariert und zwar durch kleine Korrekturspiegel. Oder anders gesagt: Man hat dem Teleskop eine Brille aufgesetzt damit es wieder scharf sehen konnte. Und weil man schon mal da war, hat man auch gleich ein paar andere technische Systeme ausgetauscht und modernisiert. Und jetzt endlich konnte Hubble all das sehen was es sehen sollte! Es funktionierte genau so perfekt wie man sich das immer vorgestellt hatte. <\/p>\n<p>Es w\u00fcrde definitiv den Rahmen einer einzigen Podcastfolge sprengen wenn ich all das vorstellen wollte, was wir dank Hubble entdeckt haben. Ich habe in Folge 194 der Sternengeschichten ja schon ausf\u00fchrlich \u00fcber das &#8222;Hubble Deep Field&#8220; gesprochen; das war nur eine einzige Aufnahme des Teleskops und die hat seit ihrer Erstellung im Jahr 1995 mehr als 500 Fachartikel generiert und besch\u00e4ftigt die Wissenschaft heute noch. Hubble hat so gut wie alles gesehen: Die Planeten anderer Sterne, kollidierende Galaxien, die \u00e4ltesten Sterne des Universums, schwarze L\u00f6cher, die Geburt und den Tod von Sternen &#8211; und \u00fcberall haben wir dank ihm neue Dinge gelernt. Hubble hat geholfen das Alter des Universums zu bestimmen, seine Geschichte und seine Zukunft zu verstehen und arbeitet daran, noch unverstandende Ph\u00e4nomene wie dunkle Materie oder dunkle Energie zu erkl\u00e4ren. Hubble ist eines der produktivsten Instrumente der Wissenschaft &#8211; aber es wird leider nicht ewig weiter arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_32249\" aria-describedby=\"caption-attachment-32249\" style=\"width: 1227px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pillarshubble.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/pillarshubble.jpg\" alt=\"\" width=\"1227\" height=\"1280\" class=\"size-full wp-image-32249\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-32249\" class=\"wp-caption-text\">Ein Hubble-Klassiker: Die &#8222;S\u00e4ulen der Sch\u00f6pfung&#8220; (<a href=\"https:\/\/hubblesite.org\/contents\/media\/images\/2015\/01\/3471-Image.html\">Bild: NASA, ESA, and the Hubble Heritage Team (STScI\/AURA)<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Weltraumteleskop haben n\u00e4mlich nicht nur Vorteile. Ihr gr\u00f6\u00dfter Nachteil ist genau die Tatsache, dass sie sich im Weltall befinden. Das zeigt sich gerade bei Hubble besonders gut. Wenn irgendwo auf der Erde ein Teleskop kaputt geht, kann man einfach hinfahren und es reparieren. Wenn ein Instrument veraltet ist, kann man es durch ein besseres ersetzen. Wenn das Teleskop aber im All rumschwirrt, kommt man nicht so einfach hin. Die meisten Teleskope im All haben ein fixes Ablaufdatum. Hubble war insofern eine Ausnahme als das es darauf ausgelegt ist, regelm\u00e4\u00dfig von Space Shuttles besucht und gewartet zu werden. Nur deshalb war es \u00fcberhaupt m\u00f6glich, den grandiosen optischen Fehler \u00fcberhaupt zu korrigieren. Insgesamt gab es 5 Shuttlemissionen zu Hubble und jedesmal wurden Instrumente ausgetauscht, repariert, und so weiter. Die letzte Mission zu Hubble fand im Mai 2009 statt. Und 2011 wurde das Space-Shuttle-Projekt der NASA komplett eingestellt. Seit damals musste Hubble selbst sehen, wie es klar kommt. Jetzt konnten keine Komponenten mehr getauscht werden; die Flugbahn des Teleskops konnte nicht mehr korrigiert werden. Seinen 30. Geburtstag im April 2020 hat des Teleskop noch bei voller Funktionst\u00fcchtigkeit erlebt. Aber fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird es den Geist aufgeben. <\/p>\n<p>Das Ende von Hubble ist das Ende eines fantastischen wissenschaftlichen Abenteuers. Nat\u00fcrlich werden auch weiterhin neue Teleskope ins All fliegen. Aber keines wie Hubble. Die Situation hat sich seit den 1990er Jahren ge\u00e4ndert. Mittlerweile hat man Techniken wie die adaptive Optik entwickelt von der ich in Folge 106 mehr erz\u00e4hlt habe. Die Unruhen in der Atmosph\u00e4re sind nicht mehr so ein Problem wie sie es fr\u00fcher waren. Man hat sich daher eher darauf verlegt, gro\u00dfe Teleskope auf der Erde zu bauen anstatt sie ins All zu schicken. Das tut man nur noch mit Ger\u00e4ten, die auf der Erde prinzipiell nicht funktionieren k\u00f6nnen. Weil sie Bereiche des Lichts beobachten sollen, die durch die Atmosph\u00e4re nicht nur gest\u00f6rt sondern komplett blockiert werden. Von der Erde aus k\u00f6nnen wir ja nur das &#8222;normale&#8220; Licht der Sterne sehen (also das Licht, das wir auch mit freiem Auge sehen k\u00f6nnen) und ihre Radiostrahlung. Will man den Himmel aber im Ultraviolettlicht beobachten, im Infrarotlicht, im R\u00f6ntgenlicht, und so weiter, dann hat man tats\u00e4chlich keine andere Wahl als das vom All aus zu tun. Die Weltraumteleskope der Zukunft sind solche Spezialteleskope; die Aufgabe die Hubble so lange so zufriedenstellend erledigt hat, werden wir immer mehr direkt von der Erde aus erledigen.<\/p>\n<p>Das Hubble-Weltraumteleskop war eine beeindruckende technische und wissenschaftliche Leistung. Aber auch eine kulturelle von der die ganze Menschheit profitiert hat. All die sch\u00f6nen, faszinierenden bunten Bilder von kosmischen Nebeln, Galaxien und Sternenmeeren die wir in farbenpr\u00e4chtigen Gro\u00dfformaten immer dann bewundern wenn es um das Universum geht; all diese Aufnahmen die Teil des kollektiven Ged\u00e4chtnisses der Menschheit geworden sind: Den gr\u00f6\u00dften Teil davon haben wir Hubble zu verdanken!<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/4d5ca98f0d754c8a8147d2846ece69b1\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist die Transkription einer Folge meines Sternengeschichten-Podcasts. Die Folge gibt es auch als MP3-Download und YouTube-Video. Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei Spotify. Mehr Informationen: [Podcast-Feed][iTunes][Bitlove][Facebook] [Twitter] \u00dcber Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kan\u00e4len. &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; Sternengeschichten Folge 389: Das Hubble-Weltraumteleskop Am 24. April 1990 gab es gro\u00dfen Jubel unter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11822,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,767],"tags":[1916,18,3103,3994,4285,4514,6681,6748,6935,6937,321,8808,9250,272,13136,13588,195,13886,14061,352,172,15781,28],"class_list":["post-25340","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-naturwissenschaften","category-sternengeschichten","tag-astrodicticum","tag-astronomie","tag-challenger","tag-discovery","tag-edwin-hubble","tag-endeavour","tag-hermann-oberth","tag-himmelsbeobachtung","tag-hubble","tag-hubble-deep-field","tag-hubble-weltraumteleskop","tag-large-space-telescope","tag-lyman-spitzer","tag-raumfahrt","tag-seeing","tag-space-shuttle","tag-sterne","tag-sternengeschichten","tag-sts-61","tag-teleskop","tag-universum","tag-weltraumteleskop","tag-wissenschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25340"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25340\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25344,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25340\/revisions\/25344"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11822"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}