{"id":25319,"date":"2020-05-01T06:00:10","date_gmt":"2020-05-01T04:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2020\/05\/01\/sternengeschichten-folge-388-die-supernova-im-jahr-1054-und-der-krebsnebel\/"},"modified":"2025-05-14T16:49:01","modified_gmt":"2025-05-14T14:49:01","slug":"sternengeschichten-folge-388-die-supernova-im-jahr-1054-und-der-krebsnebel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2020\/05\/01\/sternengeschichten-folge-388-die-supernova-im-jahr-1054-und-der-krebsnebel\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 388: Die Supernova im Jahr 1054 und der Krebsnebel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo-150x150.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-12938\" \/><\/a><i>Das ist die Transkription einer Folge meines <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.org\">Sternengeschichten-Podcasts<\/a>. Die Folge gibt es auch als <a href=\"https:\/\/cdn.podigee.com\/media\/podcast_7374_sternengeschichten_episode_200326_sternengeschichten_folge_388_die_supernova_im_jahr_1054_und_der_krebsnebel.mp3?v=1586363058\">MP3-Download<\/a> und <a href=\"https:\/\/youtu.be\/1Aa-SUJHC_s\">YouTube-Video<\/a>.<\/i> Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei <b><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX\">Spotify<\/a><\/b>.<\/p>\n<p><b>Mehr Informationen: [<a href=\"https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten\">Podcast-Feed<\/a>][<a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/sternengeschichten\/id583344780\">iTunes<\/a>][<a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a>][<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">Facebook<\/a>] [<a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">Twitter<\/a>]<\/i><\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\">\u00dcber Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kan\u00e4len.<\/span><br \/>\n<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/cdn.podigee.com\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/sternengeschichten.podigee.io\/388-sternengeschichten-folge-388-die-supernova-im-jahr-1054-und-der-krebsnebel\/embed?context=external&#038;token=QpU9vB-T_1NQwpb7rNGaZw\"><\/script><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<b>Sternengeschichten Folge 388: Die Supernova im Jahr 1054 und der Krebsnebel<\/b><\/p>\n<p>Im Jahr 1054 beobachteten chinesische Astronomen einen &#8222;Gaststern&#8220;. Mit dieser charmanten Bezeichnung waren Sterne gemeint, die eigentlich nichts am Himmel zu suchen hatten. Die Sterne ver\u00e4ndern sich ja nicht, zumindest sieht es f\u00fcr uns Menschen so aus. Wenn wir heute Nacht zum Himmel blicken, dann sehen wir die gleichen Sterne an den gleichen Positionen und in den gleichen Konstellationen wie wir sie auch in der Nacht davor gesehen haben. Und der aktuelle Anblick des Nachthimmels unterscheidet sich auch nicht dramatisch von dem, den die Menschen vor tausend Jahren sehen konnte. Ok, damals war der Himmel noch viel dunkler weil damals niemand mit jeder Menge k\u00fcnstlicher Lichter den Himmel beleuchtet und die Sterne \u00fcberstrahlt hat. Aber <i>wenn<\/i> wir heute die gleichen guten Beobachtungsbedingungen h\u00e4tten wie die Menschen vor 1000 Jahren, dann w\u00fcrden wir auch die gleichen Sterne sehen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Wer den Himmel aufmerksam beobachtet, der kennt bald die meisten Sterne und wei\u00df, wo und wie sie am Himmel angeordnet sind. Und da f\u00e4llt es nat\u00fcrlich sofort auf, wenn da pl\u00f6tzlich ein Licht auftaucht, das vorher nicht da war. Genau so etwas hatten die Himmelsbeobachter der chinesischen Song-Dynastie am 4. Juli 1054 gesehen. Auch arabische Quellen aus der Zeit erz\u00e4hlen von einem neuen Stern der am Himmel aufgetaucht ist. Aus dem Europa der damaligen Zeit gibt es keine wirklich eindeutigen Dokumente. Man kann zwar Beschreibungen finden die von neuen und bis dahin unbekannten Lichtern am Himmel erz\u00e4hlen; die lassen sich aber nicht eindeutig datieren. Sicher ist auf jeden Fall: Menschen \u00fcberall auf der Welt haben im Sommer 1054 einen Stern am Himmel gesehen der vorher nicht da war.<\/p>\n<p>Heute nennen wir so etwas &#8222;Nova&#8220; oder &#8222;Supernova&#8220; und der lateinischen Begriff &#8222;nova&#8220; weist ebenfalls darauf hin, dass es sich um einen <i>neuen<\/i> Stern handelt. Treffender ist aber tats\u00e4chlich der chinesische Begriff &#8222;Gaststern&#8220; denn &#8222;neu&#8220; ist an einer Supernova eigentlich nichts. F\u00fcr uns sieht es zwar so aus, als w\u00e4re da ein neuer Stern am Himmel aufgetaucht. Was wir tats\u00e4chlich sehen ist aber ein sehr alter Stern, der zuvor zu schwach geleuchtet hat um von uns mit freiem Auge sichtbar zu sein. Erst wenn so ein Stern sein Leben explosiv beendet leuchtet er noch einmal f\u00fcr ein paar Wochen oder Monate dramatisch hell auf. Dieses letzte Sternenlicht das der sterbende Himmelsk\u00f6rper durchs All schickt k\u00f6nnen wir dann beobachten; so lange bis der Stern schlie\u00dflich komplett verloschen ist.<\/p>\n<p>Wie genau so eine Supernova abl\u00e4uft habe ich zum Beispiel in den Folgen 6 oder 119 schon ausf\u00fchrlich erz\u00e4hlt. Darum soll es heute aber auch gar nicht gehen. Sondern um das, was nach so einer Supernova \u00fcbrig bleibt. N\u00e4mlich ein Supernova\u00fcberrest, was zugegebenerma\u00dfen eine sehr unoriginelle Bezeichnung ist. Aber aus wissenschaftlicher und \u00e4sthetischer Sicht definitiv enorm interessant und spannend!<\/p>\n<figure id=\"attachment_32216\" aria-describedby=\"caption-attachment-32216\" style=\"width: 2363px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Crab_nebula_-_Rosse_1844_inv.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Crab_nebula_-_Rosse_1844_inv.jpg\" alt=\"\" width=\"2363\" height=\"2166\" class=\"size-full wp-image-32216\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-32216\" class=\"wp-caption-text\">Krebsnebel, gezeichnet von Lord Rosse im Jahr 1844 (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Crab_nebula_-_Rosse_1844_(inv).jpg\">Bild: gemeinfrei<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Wer heute ein Teleskop, selbst ein vergleichsweise kleines, dorthin an den Himmel richtet wo 1054 der Gaststern aufgetaucht ist, wird dort einen kosmischen Nebel sehen. Eine gro\u00dfe Wolke aus Staub und Gas, die mit ihren vielen Ver\u00e4steltungen und Filamenten sehr beeindruckend aussieht. Dass dort, im Sternbild Stier, etwas zu sehen ist, hat schon 1731 der englische Arzt John Bevis entdeckt. Er baute sich im Norden von London eine kleine private Sternwarte und beobachtete den Himmel um einen Sternenatlas zu erstellen. Bei seiner systematischen Beobachtung des Himmels fand er auch die nebelartige Erscheinung die heute &#8222;Krebsnebel&#8220; genannt wird. Unabh\u00e4ngig von Bevis fand auch der Franzose Charles Messier im Jahr 1758 diesen Nebel bei seiner Suche nach Objekten, die wie Kometen aussehen (warum er das tat habe ich in Folge 128 genauer erkl\u00e4rt). Der erste, der jede Menge Details beobachten konnte war William Parsons, der 3. Earl of Rosse der 1844 sein f\u00fcr die damalige Zeit gewaltig gro\u00dfes Spiegelteleskop mit einem Durchmesser von 91 Zentimetern benutzte um eine Zeichnung des Nebels anzufertigen. Er gab diesem Nebel auch seinen heutigen Namen, da seine Form ihn an einen Krebs erinnerte (obwohl ich pers\u00f6nlich in seiner Zeichnung eher eine Ananas erkenne als einen Krebs&#8230;)<\/p>\n<p>Dass der Nebel aber weder einem Krebs noch einer S\u00fcdfrucht \u00e4hnlich sieht zeigte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die ersten Fotografien des Objekts angefertigt wurden. Was dieser Nebel aber eigentlich wirklich ist und woher er stammt war immer noch unklar. Der Krebsnebel war nicht der einzige Nebel dieser Art am Himmel und man nannte sie &#8222;Planetarische Nebel&#8220;, wie ich in Folge 303 erkl\u00e4rt habe. Mit Planeten haben sie aber gar nichts zu tun.<\/p>\n<p>Der wahren Natur des Krebsnebels kam man erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf die Spur. Der amerikanische Astronom Carl Otto Lampland verglich aktuelle Bilder des Nebels mit fr\u00fcheren Aufnahmen und stellte fest, dass sich seine Form leicht ver\u00e4ndert hatte. Andere Astronomen best\u00e4tigten das und dann fiel dem schwedischen Astronomem Knut Lundmark auch noch auf, dass der Nebel ungef\u00e4hr dort am Himmel liegt, wo die alten chinesischen Aufzeichnungen den &#8222;Gaststern&#8220; entdeckten. Die Astronomie war damals noch auf einem ganz anderen Wissensstand als heute: in den 1920er Jahren hatte man gerade erst entdeckt dass unsere Milchstra\u00dfe <i>nicht<\/i> das gesamte Universum ausmacht sondern nur eine von unz\u00e4hligen \u00e4hnlichen Galaxien voller Sterne ist. Edwin Hubble entdeckte die Expansion des Weltalls. Basierend auf Albert Einsteins Relativit\u00e4tstheorie und neuen Erkenntnissen \u00fcber den Aufbau von Atomen fand man heraus wie Sterne funktionieren und woher sie ihre Energie nehmen. Man stellte Vermutungen an, was so ein Stern am Ende seines Lebens tut und war gerade erst dabei zu verstehen, was eine Supernova oder ein Gaststern tats\u00e4chlich ist. <\/p>\n<figure id=\"attachment_32215\" aria-describedby=\"caption-attachment-32215\" style=\"width: 3600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/NASAs_Chandra_X-ray_Observatory_Celebrates_15th_Anniversary_18870946919-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/NASAs_Chandra_X-ray_Observatory_Celebrates_15th_Anniversary_18870946919-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"3600\" height=\"3600\" class=\"size-full wp-image-32215\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-32215\" class=\"wp-caption-text\">Krebsnebel im R\u00f6ntgenlicht (<a href=\"https:\/\/chandra.harvard.edu\/photo\/2014\/15year\/more.html\">Bild: NASA\/CXC\/SAO<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>1928 konnte Edwin Hubble, der ja wie ich gerade gesagt habe, auch entdeckte dass sich das gesamte Universum ausdehnt, aus seinen Beobachtungsdaten auch genau messen, wie schnell sich der Krebsnebel ver\u00e4ndert. Der sich eben nicht nur ver\u00e4ndert, sondern auch ausdehnt. Das Gas des Nebels str\u00f6mt nach au\u00dfen und als Hubble zur\u00fcck rechnete fand er heraus, dass es vor circa 900 Jahren eine Art Explosion gegeben haben musste, bei der der Nebel anfing sich auszudehnen. Es hat dann immer noch bis fast in die 1940er Jahre gedauert, bevor man genau messen konnte, wie schnell die Gasmassen des Nebels nach au\u00dfen str\u00f6men. Wirklich schnell n\u00e4mlich, mit fast 1500 Kilometer pro Sekunde! Und man fand heraus, dass das ganze Ding circa 4900 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Wenn der Krebsnebel also wirklich etwas mit dem Gaststern aus dem Jahr 1054 zu tun hatte, wie Lundmark vermutete, dann muss dieser Gaststern ENORM hell gewesen sein um aus dieser Entfernung noch mit freiem Auge sichtbar gewesen zu sein. Es musste sich um eines der Objekte handeln, deren Existenz erst kurz zuvor vorhergesagt worden ist: Eine &#8222;Supernova&#8220;, also ein gro\u00dfer Stern der am Ende seines Lebens explodiert. Der Kern des Sterns f\u00e4llt dabei zu einem extrem dichten Objekt zusammen, ein Neutronenstern, w\u00e4hrend die \u00e4u\u00dferen Schichten ins All geschleudert werden und dort sch\u00f6ne gro\u00dfe Nebel bilden.<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich fand man bald darauf Hinweise, dass sich im Zentrum des Krebsnebels ein Neutronenstern befindet; ein Objekt das ungef\u00e4hr so schwer wie die Sonne ist, aber nur einen Durchmesser von ein paar Dutzend Kilometern hat. Was man auch fand, war Radiostrahlung die aus dieser Richtung am Himmel kam. Die Radioastronomie hatte ja in der Mitte des 20. Jahrhunderts gerade erst so richtig begonnen und der Krebsnebel war eine der ersten starken Radioquellen die man beobachten konnte. Auch das passt ins Bild. So ein Neutronenstern kann in seiner Umgebung Elektronen enorm schnell beschleunigen und dadurch Strahlung erzeugen. Mehr noch: Der Neutronenstern im Zentrum des Krebsnebels stellte sich als &#8222;Pulsar&#8220; heraus. Also als Neutronenstern der so rotiert, dass er seine Radiostrahlung wie ein Leuchtturm bei jeder Rotation in Richtung der Erde fallen l\u00e4sst, wie ich in Folge 142 genauer erkl\u00e4rt habe. <\/p>\n<figure id=\"attachment_8986\" aria-describedby=\"caption-attachment-8986\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Crab_Nebula.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Crab_Nebula.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" class=\"size-full wp-image-8986\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8986\" class=\"wp-caption-text\">Krebsnebel, gesehen vom Hubbleteleskop (<a href=\"https:\/\/hubblesite.org\/newscenter\/archive\/releases\/2005\/37\/image\/a\/\">Bild: NASA<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir wissen heute, dass sich an der Position des Krebsnebels fr\u00fcher einmal ein schwerer, gro\u00dfer Stern befunden haben muss. Er hatte circa die 10fache Masse der Sonne und irgendwann war der Brennstoff in seinem Inneren endg\u00fcltig aufgebraucht. Die gesamte gro\u00dfe Masse des Sterns fiel in sich zusammen, es gab eine gewaltige Explosion und deren Licht erreichte die Erde am 4. Juli 1054. Der sterbende Stern schleuderte ungef\u00e4hr das 4fache der Sonnenmasse an Gas aus seiner Atmosph\u00e4re ins All hinaus bevor er kollabierte und einen kompakten, schnell rotierenden Neutronenstern bildete. Die davon fliegenden Gasmassen entfernten sich mit hoher Geschwindigkeit und tun das heute noch. Sie werden dabei von der Strahlung des toten Sterns in ihrer Mitte zum Leuchten angeregt und wir k\u00f6nnen dieses Licht analysieren und so feststellen, dass der Krebsnebel vor allem aus Wasserstoff und Helium besteht, mit geringeren Mengen an schweren Elementen wie Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Eisen, Neon oder Schwefel &#8211; also all das, was gro\u00dfe Sterne durch Kernfusion in ihrem Inneren erzeugen. <\/p>\n<p>Der Krebsnebel ist nicht nur enorm sch\u00f6n, sondern f\u00fcr die Wissenschaft auch enorm wichtig. Wir k\u00f6nnen in vergleichsweiser N\u00e4he zur Erde die \u00dcberreste einer Supernova beobachten die vor kaum 1000 Jahren stattgefunden hat, also quasi gestern nach astronomischen Ma\u00dfst\u00e4ben. Die letzte Supernova die in unserer eigenen Milchstra\u00dfe stattfand und die von Menschen beobachtet wurde, leuchte zu Beginn des 17. Jahrhunderts am Himmel auf. Seitdem warten wir mit alle unseren gro\u00dfen Instrumenten, Weltraumteleskopen und mathematischen Theorien zur Sternentwicklung darauf, dass wieder einmal ein Stern in unserer Ecke der Galaxie explodiert damit wir ihn genau studieren k\u00f6nnen. Wann das der Fall sein wird und wie lange wir wirklich warten m\u00fcssen, ist unbekannt. Und deswegen bleibt uns bis dahin nichts anderes \u00fcbrig als die \u00dcberreste solcher Sternexplosionen zu studieren. Aber wenn diese Reste so beeindruckend aussehen wie der Krebsnebel, ist das eine sehr dankbare Aufgabe&#8230; \t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/75edb1e69ef84c76ae63a13ee34e9263\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist die Transkription einer Folge meines Sternengeschichten-Podcasts. Die Folge gibt es auch als MP3-Download und YouTube-Video. Und den ganzen Podcast findet ihr auch bei Spotify. 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