{"id":24359,"date":"2017-10-27T07:00:02","date_gmt":"2017-10-27T05:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2017\/10\/27\/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-und-es-hat-die-farbe-gold-es-gibt-reis-baby\/"},"modified":"2025-05-14T16:36:48","modified_gmt":"2025-05-14T14:36:48","slug":"ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-und-es-hat-die-farbe-gold-es-gibt-reis-baby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2017\/10\/27\/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-und-es-hat-die-farbe-gold-es-gibt-reis-baby\/","title":{"rendered":"Ich sehe was, was du nicht siehst und es hat die Farbe \u201egold\u201c \u2013 es gibt Reis, Baby!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/sb-wettbewerb_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/sb-wettbewerb_klein.jpg\" alt=\"sb-wettbewerb_klein\" width=\"150\" height=\"52\" class=\"alignleft size-full wp-image-25403\" \/><\/a><i>Dieser Artikel ist Teil des <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2017\/07\/01\/der-scienceblogs-blog-schreibwettbewerb-2017\/\">ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2017<\/a>. Informationen zum Ablauf <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=25399\">gibt es hier<\/a>. Leserinnen und Leser k\u00f6nnen die Artikel bewerten und bei der Abstimmung einen Preis gewinnen &#8211; Details dazu <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=25399\">gibt es hier<\/a>. Eine \u00dcbersicht \u00fcber alle am Bewerb teilnehmenden Artikel gibt es <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=25387\">hier<\/a>. Informationen zu den Autoren der Wettbewerbsartikel finden sich in den jeweiligen Texten.<\/i><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<b>Ich sehe was, was du nicht siehst und es hat die Farbe \u201egold\u201c \u2013 es gibt Reis, Baby!<\/b><\/p>\n<p>ein Artikel von Pterry<\/p>\n<p>Ich bin Biochemikerin und habe kein eigenes Blog. Daf\u00fcr mache ich jedes Jahr aus Spa\u00df an der Freude hier beim Schreibwettbewerb mit. Ansonsten twittere ich unter <a href=\"https:\/\/twitter.com\/moepern\">moepern<\/a> oder podcaste im <a href=\"https:\/\/zellmedien.de\/podcast\/\">Zellkultur-Podcast<\/a>. <\/p>\n<p>Diesmal schreibe ich \u00fcber einen, der auszog um bunten Reis zu s\u00e4en und damit Krankheit und Tod besiegen wollte, aber gr\u00fcnen Gegenwind erntete und es schaffte, dass alle sich daf\u00fcr interessieren, welcher Reis in den umfallenden S\u00e4cken das eigentlich genau ist.<\/p>\n<p>Dass man bestimmte \u201eKrankheiten\u201c durch die Gabe bestimmter Nahrungsmittel \u201eheilen\u201c konnte, stellte man bereits im 16. Jahrhundert fest. Damals f\u00fchrte der britische Schiffsarzt James Lind ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/James_Lind#Linds_Experiment\">Experiment<\/a> mit zw\u00f6lf an Skorbut erkrankten Matrosen durch, bei dem er zeigen konnte, dass Zitrusfr\u00fcchte deren Vitamin-C-Mangelerscheinungen revidierten. 1991 kam Ingo Potrykus, ein Professor f\u00fcr Pflanzenwissenschaften an der ETH Z\u00fcrich, auf die Idee, dass man das Problem des Vitamin-A-Mangels auf \u00e4hnliche Weise angehen k\u00f6nnte, n\u00e4mlich in dem man einen entsprechenden genetisch ver\u00e4nderten Reis herstellt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_25813\" aria-describedby=\"caption-attachment-25813\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1280px-Team_Biofuels_with_Ingo_Potrykus_3668815442.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1280px-Team_Biofuels_with_Ingo_Potrykus_3668815442.jpg\" alt=\"Ingo Potrykus und sein Team (Bild: Slam Szapucki, CC-BY 2.0). Mit seiner Entdeckung schaffte er es sogar aufs TIME-Cover)\" width=\"500\" height=\"335\" class=\"size-medium wp-image-25813\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-25813\" class=\"wp-caption-text\">Ingo Potrykus und sein Team (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Team_Biofuels_with_Ingo_Potrykus_(3668815442).jpg\">Bild: Slam Szapucki<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/deed.de\">CC-BY 2.0<\/a>). Mit seiner Entdeckung schaffte er es sogar aufs <a href=\"https:\/\/content.time.com\/time\/covers\/0,16641,20000731,00.html\">TIME-Cover<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vitamine sind essentielle Nahrungsbestandteile, die ein Organismus f\u00fcr das Ausf\u00fchren lebensnotwendiger Stoffwechselfunktionen ben\u00f6tigt, die er selbst aber nicht oder nur teilweise bzw. aus mit der Nahrung aufgenommenen Vorstufen synthetisieren kann. \u00dcblicherweise teilt man die Vitamine in zwei Gruppen ein: in wasserl\u00f6sliche und fettl\u00f6sliche Vitamine. Das oben genannte Vitamin C, die Ascorbins\u00e4ure, geh\u00f6rt zu den wasserl\u00f6slichen Vitaminen, die im allgemeinen dem K\u00f6rper leichter zugef\u00fchrt werden k\u00f6nnen und bei denen eine \u00dcberdosierung schwierig ist, da \u00fcbersch\u00fcssiges Vitamin ganz simpel durch den Urin wieder ausgeschieden werden kann.<\/p>\n<p><i>\u201eManchmal kann so ein bisschen Urin ganz sch\u00f6n teuer sein.\u201c<\/i> &#8211; Donald Trump <sup> <a id=\"anker1\" title=\"Wer falsch zugeordnete Zitate findet, darf sie behalten..\" href=\"#fn1\">[1]<\/a> <\/sup><\/p>\n<p>Bei fettl\u00f6slichen Vitaminen, zu denen auch das Vitamin A geh\u00f6rt, ist das ein bisschen anders. Zum einen k\u00f6nnen sie vom K\u00f6rper nur dann effektiv aufgenommen werden, wenn in der Nahrung wenigstens ein bisschen Fett enthalten ist. Zum anderen ist es bei bestimmten Ern\u00e4hrungsweisen einfach in zu geringen Anteilen \u00fcberhaupt in der Nahrung enthalten. Vor allem in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern, in denen Reis die Hauptern\u00e4hrungsgrundlage ist, geh\u00f6rt Vitamin-A-Mangel zu einem grundlegenden Problem.<br \/>\nWas macht Vitamin A im K\u00f6rper \u00fcberhaupt? Vitamin A oder auch allgemein Retinoide kommen im K\u00f6rper in den Varianten Retinol, Retinal und Retins\u00e4ure vor, die sich, bis auf letztere, in einander umwandeln lassen. Die bekannteste Funktion ist wohl die Beteiligung von Retinal am Sehvorgang im Auge. In diesem Fall ist das Vitamin ein unverzichtbarer Bestandteil des Proteins, das Licht wahrnimmt und es in einen f\u00fcr unseren Organismus lesbares elektrisches Signal \u00fcbersetzt. Retinal wirkt in diesem Fall im Prinzip wie ein Schalter, der durch ein Photon umgelegt wird und so das Signal aktiviert. Ein Mangel kann hier zu sukzessiver Erblindung f\u00fchren, welche sich zun\u00e4chst durch Nachtblindheit \u00e4u\u00dfert und die im fortgeschrittenen Stadium unumkehrbar ist. Hier sind vor allem Kinder betroffen, von denen die meisten bei fortgesetzter Vitamin-A-Defizienz auch sterben.<\/p>\n<p><i>\u201eSehen und Gesehenwerden hatten grundlegenden Einfluss auf die sexuelle Selektion im Tierreich.&#8220;<\/i> &#8211; Ray Charles<sup> <a id=\"anker1\" title=\"Wer falsch zugeordnete Zitate findet, darf sie behalten..\" href=\"#fn1\">[1]<\/a> <\/sup><\/p>\n<p>Eine zweite wichtige Funktion von Vitamin A \u00fcbernimmt die Retins\u00e4ure w\u00e4hrend des embryonalen Wachstums. Ein Retins\u00e4uregradient sorgt daf\u00fcr, dass sich die anterior-posterioren Achse oder auch L\u00e4ngsachse korrekt ausbilden kann und dient dabei als Orientierung f\u00fcr wandernde Nervenzellen. Hier kann eine Vitamin-A-Unterversorgung von Schwangeren zu erheblichen Fehlbildungen der S\u00e4uglinge f\u00fchren. Weitere Funktionen von Vitamin A betreffen unter anderem die Eisenaufnahme, das Immunsystem und die Herstellung von Sexualhormonen sowie auch Eizellen und Spermien, sodass ein Mangel auch mit verringertem Eisenspiegel, erh\u00f6hter Infektionsanf\u00e4lligkeit sowie reduzierter Fruchtbarkeit einhergeht.<br \/>\nUm diesen Mangelerscheinungen entgegenzuwirken und die damit einhergehende Kindersterblichkeit zu reduzieren, kann man verschiedene Ma\u00dfnahmen ergreifen wie z. B. die Verteilung von Vitamintabletten oder Bev\u00f6lkerungsaufkl\u00e4rung. Die kosteneffizienteste Variante ist aber wohl die Biofortifikation, d.h. die Anreicherung von Mikron\u00e4hrstoffen wie Vitaminen durch Z\u00fcchtung oder genetische Modifikation, da hier auch gro\u00dfe Bev\u00f6lkungsschichten erreicht werden k\u00f6nnen. Aus diesem Grund wurde der \u201eGolden Rice\u201c entwickelt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_25814\" aria-describedby=\"caption-attachment-25814\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Golden-Rice.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Golden-Rice.jpg\" alt=\"Keine Sorge, der Reis ist wirklich wegen des \u03b2-Carotins so gelb. (Urheber: International Rice Research Institute (IRRI), (cc-by-2.0))\" width=\"240\" height=\"159\" class=\"size-full wp-image-25814\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-25814\" class=\"wp-caption-text\">Keine Sorge, der Reis ist wirklich wegen des \u03b2-Carotins so gelb. (<a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/ricephotos\/5516789000\/in\/set-72157626241604366\">Urheber: International Rice Research Institute (IRRI)<\/a>, (cc-by-2.0))<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eGolden Rice\u201c erhielt diesen Namen wegen der Gelbf\u00e4rbung der Reisk\u00f6rner, die von der Produktion von Provitamin A aka \u03b2-Carotin in den Reisk\u00f6rnern herr\u00fchrt. \u03b2-Carotin kann im Stoffwechsel zerlegt werden, wobei zweimal Vitamin A entsteht. Es ist auch der Stoff, der z. B. M\u00f6hren ihre sch\u00f6ne orange Farbe gibt. Deswegen sagt man ja auch so gerne, dass M\u00f6hren \u201egut f\u00fcr die Augen sind\u201c. Nat\u00fcrlich stellt die Reispflanze selbst auch \u03b2-Carotin her, aber eben nicht in den Reisk\u00f6rnern, sondern in anderen Teilen der Pflanze, die nicht verzehrt werden. Acht Jahre brauchte das Team um Ingo Potrykus und seinen Kollaborationspartner Peter Beyer von der Universit\u00e4t Freiburg, um einen Prototypen des \u201eGolden Rice\u201c herzustellen, der zus\u00e4tzliche Gene aus der Narzisse und dem Bakterium <i>Erwinia uredovora<\/i> enthielt, die es dem Reis erm\u00f6glichten, <a href=\"https:\/\/science.sciencemag.org\/content\/287\/5451\/303.long\">\u03b2-Carotin im Reiskorn<\/a> zu synthetisieren. In neueren Varianten wurden nicht ben\u00f6tigte Gene wieder entfernt (Golden Rice 1) und das Gen aus der Narzisse durch das entsprechende leistungsf\u00e4higere Gen aus Mais ersetzt (Golden Rice 2). Insgesamt enth\u00e4lt der Golden Rice nur zwei zus\u00e4tzliche Gene aus Fremdorganismen, denn Gene aus dem Organismus selbst werden daf\u00fcr nicht verwendet, solange man die genauen Regulationsmechanismen, d.h. in diesem Fall die Abschaltvorg\u00e4nge im Reiskorn noch nicht herausgefunden hat. Im Prinzip hat man aber nur einen Stoffwechselvorgang wieder in Gang gesetzt, der normalerweise in der Reispflanze abl\u00e4uft, nur im Reiskorn standardm\u00e4\u00dfig inkativ ist.<br \/>\nIm Nachhinein stellte sich das allerdings als das Einfachste am ganzen Projekt heraus. Denn einen genetisch ver\u00e4nderten Organismus auf den Markt zu bringen und im Freiland anzubauen ist mit erheblichen H\u00fcrden verbunden. Der Reis muss z. B. f\u00fcr unbedenklich erkl\u00e4rt werden, denn die genetische Modifikation k\u00f6nnte sch\u00e4dlich f\u00fcr Mensch und Umwelt sein, f\u00fcr die Herstellung wurden Patente verwendet, die nachtr\u00e4glich Kosten verursachen, von weiteren b\u00fcrokratischen und gesetzlichen Vorschriften gar nicht erst zu sprechen. Potrykus und Beyer lie\u00dfen sich zun\u00e4chst ihren Reis patentieren und verkauften das Patent an die Firma Zeneca (jetzt Syngenta). In Kooperation mit dieser Firma sollte das Projekt weiterentwickelt werden. Um dem humanit\u00e4ren Zweck weiter dienlich zu sein, sollte der \u201eGolden Rice\u201c, so er denn angebaut wurde, nicht mehr als 10.000 Dollar Profit pro Jahr einbringen, ausschlie\u00dflich in Entwicklungsl\u00e4ndern angebaut werden und von dort nicht exportiert werden. W\u00e4hrend der Weiterentwicklung und Lizenzierung wurden u.a. Marker und Antibiotikaresistenzen wieder entfernt, die f\u00fcr die urspr\u00fcngliche Herstellung ben\u00f6tigt worden waren. All diese Anforderungen verz\u00f6gerten schon allein die Feldversuche um Jahre.<\/p>\n<p><i>\u201eUmweltaktivisten aller L\u00e4nder, vereinigt euch. Ihr habt nichts zu verlieren au\u00dfer eure Ketten. Und die B\u00e4ume, an die ihr euch festgemacht habt.&#8220;<\/i> &#8211; Rainbow Warrior of the World <sup> <a id=\"anker1\" title=\"Wer falsch zugeordnete Zitate findet, darf sie behalten..\" href=\"#fn1\">[1]<\/a> <\/sup><\/p>\n<p>Als Endgegner zu diesem Projekt stellte sich jedoch Greenpeace heraus. Gro\u00dffl\u00e4chig wurden Bedenken in der Bev\u00f6lkerung gegen genetisch ver\u00e4nderte Organismen im Allgemeinen und \u201eGolden Rice\u201c im Besonderen gesch\u00fcrt.<sup> <a id=\"anker2\" title=\"Auch dass einer der urspr\u00fcnglichen Entwickler sp\u00e4ter bei Monsanto arbeitete, d\u00fcrfte nicht gerade geholfen haben.\"href=\"#fn2\">[2]<\/a><\/sup> Die von Seiten der Gegner vorgebrachten Argumente, die sich teilweise auf der Ebene \u201ena, dann sollen sie doch richtiges Gem\u00fcse anpflanzen\u201c bewegten, konnten zwar weitestgehend entkr\u00e4ftet werden, sorgten aber f\u00fcr eine Restskepsis gegen\u00fcber dem \u201eGolden Rice\u201c. Auf der anderen Seite haben sich die Durchf\u00fchrenden des Golden-Rice-Projekts auch keinen Gefallen damit getan, in China eine Studie zur Vitamin-A-Versorgung durch den \u201eGolden Rice\u201c nicht entlang der geltenden Ethikrichtlinien durchzuf\u00fchren. Die Studie zeigte zwar erwartbar keine negativen Folgen des Verzehrs, da es auch eher schwierig ist, eine Vitamin A-\u00dcberdosis herbeizuf\u00fchren, denn \u00fcbersch\u00fcssige Retinoide werden in die Haut eingelagert und negative Effekte wurden bisher nur im Tierversuch beobachtet, aber trotz allem h\u00e4tte eine vollst\u00e4ndige Dokumentation der Probandenaufkl\u00e4rung vorliegen m\u00fcssen. Greenpeace nahm die Studie zum Anlass, ihren Bedenken mehr Gewicht zu geben. Ingo Potrykus zeigte sich entt\u00e4uscht \u00fcber diese Einstellung und vertritt die Meinung, dass man die Verz\u00f6gerung der Einf\u00fchrung seiner Erfindung in Menschenleben bezahlt.<\/p>\n<ol><id=\"fn1\"><a href=\"#anker1\">[1]<\/a>Wer falsch zugeordnete Zitate findet, darf sie behalten.<\/ol>\n<ol><id=\"fn2\"><a href=\"#anker2\">[2]<\/a>Auch dass einer der urspr\u00fcnglichen Entwickler sp\u00e4ter bei Monsanto arbeitete, d\u00fcrfte nicht gerade geholfen haben.<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel ist Teil des ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2017. Informationen zum Ablauf gibt es hier. Leserinnen und Leser k\u00f6nnen die Artikel bewerten und bei der Abstimmung einen Preis gewinnen &#8211; Details dazu gibt es hier. Eine \u00dcbersicht \u00fcber alle am Bewerb teilnehmenden Artikel gibt es hier. 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