{"id":24198,"date":"2017-10-01T07:00:35","date_gmt":"2017-10-01T05:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2017\/10\/01\/nix\/"},"modified":"2025-05-14T16:35:52","modified_gmt":"2025-05-14T14:35:52","slug":"nix","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2017\/10\/01\/nix\/","title":{"rendered":"Nix"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/sb-wettbewerb_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/sb-wettbewerb_klein.jpg\" alt=\"sb-wettbewerb_klein\" width=\"150\" height=\"52\" class=\"alignleft size-full wp-image-25403\" \/><\/a><i>Dieser Artikel ist Teil des <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2017\/07\/01\/der-scienceblogs-blog-schreibwettbewerb-2017\/\">ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2017<\/a>. Informationen zum Ablauf <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=25399\">gibt es hier<\/a>. Leserinnen und Leser k\u00f6nnen die Artikel bewerten und bei der Abstimmung einen Preis gewinnen &#8211; Details dazu <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=25399\">gibt es hier<\/a>. Eine \u00dcbersicht \u00fcber alle am Bewerb teilnehmenden Artikel gibt es <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=25387\">hier<\/a>. Informationen zu den Autoren der Wettbewerbsartikel finden sich in den jeweiligen Texten.<\/i><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<b>Nix<\/b><\/p>\n<p>von Wohe<\/p>\n<p>Eine nicht ganz ernste Gr\u00fcbelei \u00fcber das Nichts<\/p>\n<p>Sinnieren wir doch einmal etwas \u00fcber das Nichts. Das arme, verkannte Nichts.<br \/>\nArm dran, weil allgemein unbeliebt, denn wer mag schon nichts und verkannt, weil wir dem altruistischen Verzicht des Nichts auf ein eigenes Sein immerhin unsere Existenz verdanken, denn nur, wo nicht Nichts ist, kann etwas, wie z.B. wir, sein.<br \/>\nInsofern an dieser Stelle erstmal ein &#8222;Danke, Nichts&#8220;. <\/p>\n<p>Bei dem Versuch einer genaueren Betrachtung des Nichts stellen wir fest, da\u00df sich hierf\u00fcr zwei Perspektiven anbieten, n\u00e4mlich eine r\u00e4umliche und eine zeitliche Sichtweise.<br \/>\nDifferenzieren wir also:<\/p>\n<p>Das r\u00e4umliche Nichts:<br \/>\nGemeinhin siedelt man das Nichts dort an, wo unser Universums aufh\u00f6rt, also irgendwo dahinter.<br \/>\nWohinter? Hinter einer Wand? St\u00f6\u00dft man sich den Kopf, wenn man dagegen rennt oder f\u00e4llt man einfach hindurch ins &#8230; ja, ins Nichts?<br \/>\nWenn sich aber das Nichts nun per Definition als etwas gar nicht Vorhandenes darstellt, dann d\u00fcrfte man weder hineinfallen k\u00f6nnen, noch es \u00fcberhaupt wahrnehmen. Es w\u00e4re einfach nicht da.<br \/>\nFolglich ist jenseits des Universums auch nicht Nichts, sondern gar nichts und wenn da gar nichts ist, ist da auch kein Ende des Universums. Kann ja sein, da\u00df man im Universum immer weiter nach links l\u00e4uft und einfach von rechts wieder zur\u00fcckkommt, aber das Nichts trifft man dabei wohl eher nicht an.<br \/>\nLogischerweise k\u00f6nnen wir das r\u00e4umliche Nichts mithin als nicht existent definieren.<\/p>\n<p>Das zeitliche Nichts:<br \/>\nJeder d\u00fcrfte bereits an einem dieser deprimierenden Tage (Regen, Freundin weg, Bier alle) dar\u00fcber gegr\u00fcbelt haben, was er wohl nach dem Tod zu erwarten hat und vielleicht ist er \u00fcber die Schwierigkeit, sich das dort harrende Nichts (denn, so leid es mir tut, genau das erwartet uns n\u00e4mlich dann alle) vorzustellen, darauf gesto\u00dfen, da\u00df sich sein Hirn auch verknotet, wenn er sich das ebenso ewige Nichts vor seiner Geburt vergegenw\u00e4rtigen will. Geht nicht!<br \/>\nDabei werden diese, das individuelle Schicksal betreffende Fragen in all den popul\u00e4rwissenschaftlichen Sendungen, die uns das TV so beschert, durchaus beantwortet: am Anfang war der Urknall und nacher kommt die kalte Leere.<br \/>\n\u00dcber das vor dem Urknall kann man keine Aussage machen, da Raum und Zeit noch nicht da waren. H\u00f6chstens eine Singularit\u00e4t, was dann aber auch schon wieder etwas w\u00e4re, nicht Nichts halt, weshalb diese Singularit\u00e4t dann m\u00f6glicherweise schon ewig da war (ewig ohne Zeit: da empfindet die Logig auch leichte Kopfschmerzen). Das Nichts war da jedenfalls nicht im Spiel.<br \/>\nUnd die geo\u00dfe Leere am Ende des Universums ist auch kein Nichts, denn die infolge der Ausdehnung des Universums ins Unendliche gestreckte Strahlungsamplitude im Umfeld g\u00e4hnender Leere findet ja immerhin noch innerhalb des Universums statt. Dieses existiert also noch und uns erwartet somit keineswegs nichts.<br \/>\nStattdessen gab und wird es wohl eher das Ewige geben, was die Sache vorstellungsm\u00e4\u00dfig zwar auch nicht vereinfacht, aber das Nichts schlichtweg ausschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Bei der Betrachtung der Zeit kommen wir also ebenso wie beim Raum zu dem Ergebnis, da\u00df das Nichts nicht ist.<\/p>\n<p>Uns bleibt nicht einmal der Trost, nach dem Tod zu erfahren, da\u00df dieser immerhin so etwas wie das ewige Nichts ist, also eigentlich eine tolle Synthese darstellt. Nur: leider merken wir ja mangels funktionierender Hirnmasse davon nichts mehr.<br \/>\nNothing, nada, nix.<br \/>\nDumm gelaufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel ist Teil des ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2017. Informationen zum Ablauf gibt es hier. Leserinnen und Leser k\u00f6nnen die Artikel bewerten und bei der Abstimmung einen Preis gewinnen &#8211; Details dazu gibt es hier. 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