{"id":23679,"date":"2017-05-26T06:00:13","date_gmt":"2017-05-26T04:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2017\/05\/26\/sternengeschichten-folge-235-die-voyager-golden-record\/"},"modified":"2025-05-14T16:30:48","modified_gmt":"2025-05-14T14:30:48","slug":"sternengeschichten-folge-235-die-voyager-golden-record","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2017\/05\/26\/sternengeschichten-folge-235-die-voyager-golden-record\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 235: Die Voyager Golden Record"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;<i>Freunde im Weltraum, wie geht es Euch allen? Habt Ihr schon gegessen? Kommt und besucht uns, wenn Ihr Zeit habt.<\/i>&#8220; &#8211; Diese Botschaft haben wir im Jahr 1977 tats\u00e4chlich ins Weltall geschickt; in der Hoffnung das Aliens sie entdecken und verstehen. Nat\u00fcrlich nicht NUR diese Botschaft. Die &#8222;Voyager Golden Record&#8220; die vor knapp 40 Jahren auf ihren Weg zu den Sternen geschickt wurde, enth\u00e4lt noch jede Menge andere Informationen \u00fcber die Erde und ihre Bewohner. <\/p>\n<p>Und wie immer gibt es weiter unten eine Transkription des Podcasts.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-12938\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Folge k\u00f6nnt ihr euch hier direkt als <a href=\"https:\/\/youtu.be\/zsBHPYx-NzU\">YouTube-Video<\/a> ansehen oder <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podspot.de\/files\/235-SternengeschichtenFolge235.mp3\">direkt runterladen<\/a>. <\/p>\n<p>Den Podcast k\u00f6nnt ihr unter <\/p>\n<p><center><a href=\"https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten\">https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten<\/a><\/center><\/p>\n<p>abonnieren beziehungsweise auch bei <a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a> via Torrent beziehen.<\/p>\n<p>Am einfachsten ist es, wenn ihr euch <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=de.danoeh.antennapodsp.sternengeschichten\">die &#8222;Sternengeschichten-App&#8220; f\u00fcrs Handy<\/a> runterladet und den Podcast damit anh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Sternengeschichten gibts nat\u00fcrlich auch bei iTunes (wo ich mich immer \u00fcber Rezensionen und Bewertungen freue) und alle Infos und Links zu den vergangenen Folgen findet ihr unter <a href=\"https:\/\/www.sternengeschichten.org\">https:\/\/www.sternengeschichten.org<\/a>.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich gibt es die Sternengeschichten auch <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">bei Facebook<\/a> und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">bei Twitter<\/a>.<\/p>\n<p><center><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/zsBHPYx-NzU?showinfo=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p><b>Transkription<\/b><\/p>\n<p>Sternengeschichten Folge 235: Die Voyager Golden Record<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAls Generalsekret\u00e4r der Vereinten Nationen, einer Organisation von 147 Mitgliedsstaaten die beinahe alle menschlichen Bewohner des Planeten Erde repr\u00e4sentiert, sende ich Gr\u00fc\u00dfe im Namen der V\u00f6lker unseres Planeten. Wir treten aus unserem Sonnensystem ins Universum auf der Suche, nur nach Frieden und Freundschaft, um zu lehren wo wir darum gebeten werden, um zu lernen wenn wir Gl\u00fcck haben. Wir sind uns ganz und gar bewusst, dass unser Planet und alle seine Bewohner nichts als ein kleiner Teil des uns umgebenden, immensen Universums sind und wir machen diesen Schritt mit Demut und Hoffnung.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit diesen Worten richtete sich im Jahr 1977 der Generalsekret\u00e4r der Vereinten Nationen &#8211; damals der \u00d6sterreicher Kurt Waldheim &#8211; an intelligente au\u00dferirdische Lebewesen. Nat\u00fcrlich nicht weil irgendwelche Aliens auf der Erde gelandet waren. Die Gru\u00dfworte waren Teil einer Botschaft die die Menschheit hinaus ins All geschickt hatte. <\/p>\n<figure id=\"attachment_4663\" aria-describedby=\"caption-attachment-4663\" style=\"width: 407px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20888-voyagerrecord.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20888-voyagerrecord.jpg\" alt=\"Ob irgendwer wohl versteht, was das bedeuten soll? (Bild: NASA)\" width=\"407\" height=\"512\" class=\"size-large wp-image-4663\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4663\" class=\"wp-caption-text\">Ob irgendwer wohl versteht, was das bedeuten soll? (<a href=\"https:\/\/grin.hq.nasa.gov\/ABSTRACTS\/GPN-2000-001978.html\">Bild: NASA<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>In den 1970er Jahren plante die NASA einen Besuch bei den \u00e4u\u00dferen Planeten unseres Sonnensystems. Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun waren damals noch nicht ausf\u00fchrlich aus der N\u00e4he erforscht worden. Jupiter war zuvor schon von den Raumsonden Pioneer 10 und 11 besucht worden; Saturn war immerhin noch ein weiteres Ziel von Pioneer 11 gewesen. Aber Uranus und Neptun waren noch v\u00f6llig unerforscht und noch nie war eine Raumsonde dort in der N\u00e4he gewesen.<\/p>\n<p>Also plante man die Mission der beiden Raumsonden Voyager 1 und 2, die gemeinsam alle vier Planeten besuchen und aus der N\u00e4he erforschen sollten. Sie w\u00fcrden allerdings nirgendwo landen; nicht in die Atmosph\u00e4re der Gasplaneten eindringen und auch nicht irgendwo in eine dauerhafte Umlaufbahn einschwenken. Der Missionsplan sah ein ganz anderes Ende voraus &#8211; beziehungsweise eben gerade kein Ende!<\/p>\n<p>Beide Sonden starteten im Sommer des Jahres 1977. Voyager 1 am 5. September 1977 &#8211; im Jahr 1979 stand der Besuch beim Jupiter auf dem Programm; 1980 dann ein Vorbeiflug am Saturn. Dann aber ging der Flug immer weiter, hinaus in die fernsten Regionen des Sonnensystems und &#8211; fr\u00fcher oder sp\u00e4ter &#8211; auch dar\u00fcber hinaus. Voyager 2 startete schon kurz vor Voyager 1; am 20. August 1977. Auch sie flog 1979 am Jupiter vorbei und 1981 am Saturn. 1986 kam dann der erste Besuch des Uranus und 1989 auch der Vorbeiflug am Neptun. Danach stand auch f\u00fcr Voyager 2 der Flug ins unerforschte Weltall auf dem Programm.<\/p>\n<p>Die beiden Missionen waren ein grandioser Erfolg; alle Planeten wurden erreicht, erforscht und gro\u00dfartige Entdeckungen gemacht (\u00fcber die ich vielleicht einmal in einer anderen Folge der Sternengeschichten erz\u00e4hlen werden). Und auch als sie die Planeten hinter sich gelassen hatten, hatten sie noch viele neue Erkenntnisse \u00fcber die Au\u00dfenbereiche des Sonnensystems gesammelt. Sie tun das immer noch; man sch\u00e4tzt das man mit etwas Gl\u00fcck noch bis 2025 Daten von den beiden Voyager-Sonden empfangen kann. Dann werden sie mehrere hundert Male weiter von der Sonne entfernt sein als die Erde &#8211; aber immer noch nicht am absoluten Ende des Sonnensystems angekommen sein, wie ich in Folge 152 der Sternengeschichten ja schon ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt habe.<\/p>\n<p>Aber selbst wenn wir dann keine Daten mehr empfangen k\u00f6nnen werden die Sonden weiter durchs All fliegen. Und wer wei\u00df, was sie noch erleben werden. Oder vielleicht auch: <i>Wen<\/i> sie unterwegs treffen. Genau das dachte sich damals vor dem Start der an der Mission beteiligte Astronom Carl Sagan. Wenn wir schon zwei Raumsonden so weit hinaus ins All schicken; \u00fcber die Grenzen des Sonnensystems hinaus und zu den Sternen &#8211; dann k\u00f6nnten wir ihnen doch eine Botschaft f\u00fcr eventuelle au\u00dferirdische Lebewesen mitgeben.<\/p>\n<p>Ok, auch Sagan war damals klar, dass es absolut nicht sicher ist, dass irgendwo anders intelligentes Leben existiert. Und selbst wenn es existiert, dann muss es nicht unbedingt auf der Flugbahn der Voyager-Sonden existieren. Und selbst wenn auch das der Fall ist: Die Raumsonden sind nur ein paar Meter gro\u00df. Die Wahrscheinlichkeit dass sie irgendwann mit einem Planeten zusammensto\u00dfen und dort landen ist so wahnsinnig gering, dass sie kaum von Null zu unterscheiden ist. 40.000 Jahre in der Zukunft wird Voyager 2 am Stern <i>Ross 248<\/i> vorbei fliegen und Voyager 1 wird einen Stern mit dem sch\u00f6nen Namen <i>AC+79 3888<\/i> passieren. Der Abstand wird aber in beiden F\u00e4llen 1,6 bis 1,7 Lichtjahre betragen! In einem Abstand von 1,7 Lichtjahren k\u00f6nnten ganze Planeten an der Erde vorbei fliegen ohne das wir davon irgendwas mitbekommen w\u00fcrden; von winzigen Raumsonden ganz zu schweigen. Wir merken es oft noch nicht einmal, wenn ein paar Dutzend Meter gro\u00dfe Asteroiden in ein paar zehntausend Kilometer Entfernung an unserem Planeten vorbeirauschen. Wenn Aliens eine Raumsonde zu uns schicken w\u00fcrde, m\u00fcsste sie uns wirklich direkt auf den Kopf fallen damit wir es merken. <\/p>\n<figure id=\"attachment_24652\" aria-describedby=\"caption-attachment-24652\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Record_is_attached_to_Voyager_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Record_is_attached_to_Voyager_1.jpg\" alt=\"Die Schallplatte wird auf Voyager 1 montiert (Bild: NASA, public domain)\" width=\"500\" height=\"397\" class=\"size-medium wp-image-24652\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24652\" class=\"wp-caption-text\">Die Schallplatte wird auf Voyager 1 montiert (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Record_is_attached_to_Voyager_1.jpg\">Bild: NASA<\/a>, public domain)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gut, die Aliens die irgendwo in der N\u00e4he der Flugbahn der Voyagersonden leben &#8211; wenn sie das denn tun &#8211; k\u00f6nnten viel weiter entwickelt sein und die Sonden bemerken. Aber als man die Botschaft entwickelte die man den Sonden auf den Weg geben wollte war allen klar, dass sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie von jemand anderen als uns Menschen gelesen werden wird. Man hatte sich auch erst vergleichsweise kurz vor dem Start daf\u00fcr entschieden, die Botschaft zu inkludieren. Carl Sagan, seine Frau &#8211; die Schriftstellerin Ann Druyan &#8211; und die anderen Mitglieder die sich um die Botschaft k\u00fcmmerten hatten also kaum Zeit das wichtigste Problem zu l\u00f6sen: Was will man den Aliens eigentlich mitteilen?<\/p>\n<p>Der Speicherplatz war begrenzt. Man hatte damals keine USB-Sticks oder \u00e4hnliches (die die Bedingungen im All sowieso nicht \u00fcberleben w\u00fcrden) sondern entschied sich f\u00fcr eine 30cm gro\u00dfe vergoldete Scheibe aus Kupfer. Darauf wurde, wie bei einer Schallplatte, eine Datenspur eingepr\u00e4gt auf der analog Bilder und Audiodateien gespeichert werden konnte. Aber eben nicht beliebig viele. Es war Platz f\u00fcr 115 Bilder und knapp 100 Minuten Audio. <\/p>\n<p>Die Aufgabe vor der Carl Sagan und seine Kollegen standen war nicht einfach: Wie packt man alles was es \u00fcber die Menschheit zu wissen gibt in 115 Bilder? Und zwar so, dass die Aliens damit auch etwas anfangen k\u00f6nnen? Oder aber auch: Soll man \u00fcberhaupt alles erz\u00e4hlen? Die Geschichte der Menschheit ist voller Grausamkeiten, voll mit Kriegen, voll mit Zerst\u00f6rung der Umwelt, hungernden Menschen, voll mit Dingen also f\u00fcr die wir Menschen uns zurecht sch\u00e4men sollten. Sollen wir davon auch erz\u00e4hlen &#8211; oder uns lieber im bestm\u00f6glichen Licht pr\u00e4sentieren. <\/p>\n<p>Sagan schien genau das zu bevorzugen und das ist einer der Gr\u00fcnde aus der die endg\u00fcltige Botschaft auch heute noch kritisiert wird. So oder so &#8211; am Anfang der Botschaft stehen auf jeden Fall ein paar Bilder die fundamentale Informationen enthalten. Mathematische Definitionen, physikalische Gr\u00f6\u00dfen, die Struktur und Position des Sonnensystems und so weiter. Es folgten Bilder der Planeten unseres Sonnensystems, Bilder die die Biologie des Menschen erkl\u00e4ren; Bilder <i>von<\/i> Menschen; Bilder der Erde, ihren Bergen, Fl\u00fcssen und W\u00e4lder; Bilder von Pflanzen und Tieren. Es gab Bilder von Angeh\u00f6rigen der verschiedensten Volksgruppen; Bilder die Menschen bei der Arbeit zeigen, beim Essen und Trinken und Bilder die unsere technischen Leistungen und Erfindungen vorstellen. <\/p>\n<p>Neben den Bildern gab es auch 55 Gru\u00dfbotschaften in 55 Sprachen. Sagan hatte damals weder die Zeit noch die M\u00f6glichkeit hier irgendwelche &#8222;offiziellen&#8220; Botschaften der einzelnen L\u00e4nder einzuholen. Er versuchte an der Universit\u00e4t Cornell &#8211; seinem Arbeitsplatz &#8211; so viele Sprecher und Sprecherinnen verschiedener Sprachen wie m\u00f6glich aufzutreiben und bat sie, eine kurze Begr\u00fc\u00dfung f\u00fcr etwaige Aliens aufzunehmen. Diese Vielfalt f\u00fchrt dann auch zu so unkonventionellen Gru\u00dfworten wie <i>&#8222;Gr\u00fc\u00dfe von einer Computerprogrammiererin in der kleinen Universit\u00e4tsstadt Ithaca auf dem Planeten Erde.<\/i> &#8211; wie die \u00dcbersetzung der schwedischen Botschaft lautet. Die indonesische Botschaft ist dagegen fast schon absurd h\u00f6flich und lautet \u00fcbersetzt <i>&#8222;Gute Nacht, meine Damen und Herren. Lebt wohl und auf Wiedersehen das n\u00e4chste Mal.&#8220;<\/i>. Auf polnisch w\u00fcnscht man <i>&#8222;Willkommen, Ihr Gesch\u00f6pfe jenseits unseres Kosmos&#8220;<\/i>, w\u00e4hrend der Sprecher des afrikanischen Chichewa wissen m\u00f6chte <i>&#8222;Wie geht es Euch allen auf anderen Planeten?&#8220;<\/i>. Und das, was die Sprecherin des chinesischen Min verk\u00fcndet, k\u00f6nnte im schlimmsten Fall massiv missverstanden werden: &#8222;<i>Freunde im Weltraum, wie geht es Euch allen? Habt Ihr schon gegessen? Kommt und besucht uns, wenn Ihr Zeit habt.<\/i>&#8222;. Die deutsche Sprecherin auf der goldenen Schallplatte war daf\u00fcr sehr zur\u00fcckhaltend und es besteht keine Gefahr dass ihre Botschaft als Aufforderung die Menschheit zu verspeisen missverstanden werden kann: <i>&#8222;Herzliche Gr\u00fc\u00dfe an alle.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Die Liste der auf der Schallplatte gespeicherten Musikst\u00fccke ist ebenfalls ein wenig einseitig; es findet sich darauf vor allem klassische Musik von Bach, Beethoven, Mozart &#038; Co und diverse Volksmusik aus verschiedenen Gegenden der Erde. Ein Jazz-St\u00fcck von Louis Armstrong und eine Rock&#8217;n&#8217;Roll-Nummer von Chuck Berry sind das einzige Zugest\u00e4ndnis an moderne Musik. Aber eigentlich kann man Carl Sagan und seinen Kollegen das auch nicht vorwerfen. Wer das tut sollte sich \u00fcberlegen das es eigentlich komplett unm\u00f6glich ist, die gesamte musikalische Kultur der Menschheit in 90 Minuten zu repr\u00e4sentieren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_24653\" aria-describedby=\"caption-attachment-24653\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/goldenrecord-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/goldenrecord-scaled.jpg\" alt=\"Auf so ne Platte passt nicht viel drauf (Bild: NASA, public domain)\" width=\"500\" height=\"628\" class=\"size-medium wp-image-24653\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24653\" class=\"wp-caption-text\">Auf so ne Platte passt nicht viel drauf (<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20110912123742\/https:\/\/grin.hq.nasa.gov\/ABSTRACTS\/GPN-2000-001976.html\">Bild: NASA, public domain<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Genau darin liegt auch der eigentliche Wert der Goldenen Schallplatte die mit den Voyager-Sonden ins All geflogen sind. Nicht als tats\u00e4chliche Botschaft an irgendwelche Aliens &#8211; dass sie irgendwann wirklich gefunden wird ist wie schon gesagt so unwahrscheinlich das es quasi unm\u00f6glich ist. Aber WIR Menschen haben bei ihrer Erstellung und der sp\u00e4teren Diskussion dar\u00fcber sehr viel gelernt. \u00dcber die Probleme die entstehen k\u00f6nnen und werden, sollten wir irgendwann wirklich einmal vor der Situation stehen mit au\u00dferirdischen Lebewesen kommunizieren zu m\u00fcssen. Dar\u00fcber, wie wir uns selbst sehen und wie wir gerne von Aliens gesehen werden wollen. <\/p>\n<p>Carl Sagan hat all diese Probleme die er bei der Erstellung der Schallplatte hatte in dem sehr empfehlenswerten Buch <i>&#8222;Signale der Erde. Unser Planet stellt sich vor&#8220;<\/i> zusammengefasst. Wer sich selbst eine Meinung \u00fcber die Inhalte der Schallplatte bilden m\u00f6chte, der findet alle darauf enthaltenen Daten heute nat\u00fcrlich im Internet. Das Internet h\u00e4tte Sagan damals sicherlich auch deutlich bei seiner Recherche nach Bildern und Musik geholfen. Das grundlegende Problem aber bleibt: Was k\u00f6nnen wir Aliens mitteilen? Was sollen wir Aliens mitteilen? Und was wollen wir Aliens mitteilen? \t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/012ce895c45e4407abd30e6e4096e889\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Freunde im Weltraum, wie geht es Euch allen? Habt Ihr schon gegessen? Kommt und besucht uns, wenn Ihr Zeit habt.&#8220; &#8211; Diese Botschaft haben wir im Jahr 1977 tats\u00e4chlich ins Weltall geschickt; in der Hoffnung das Aliens sie entdecken und verstehen. Nat\u00fcrlich nicht NUR diese Botschaft. Die &#8222;Voyager Golden Record&#8220; die vor knapp 40 Jahren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11822,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,767],"tags":[338,1916,18,164,2114,609,6019,631,8703,580,12864,195,13886,172,15513,15514,15515],"class_list":["post-23679","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-naturwissenschaften","category-sternengeschichten","tag-aliens","tag-astrodicticum","tag-astronomie","tag-ausserirdische","tag-auserirdische-lebewesen","tag-carl-sagan","tag-goldene-schallplatte","tag-kommunikation","tag-kurt-waldheim","tag-planeten","tag-schallplatte","tag-sterne","tag-sternengeschichten","tag-universum","tag-voyager-1","tag-voyager-2","tag-voyager-golden-record"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23679","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23679"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23679\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23683,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23679\/revisions\/23683"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11822"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23679"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23679"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23679"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}