{"id":23590,"date":"2017-05-05T06:00:43","date_gmt":"2017-05-05T04:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2017\/05\/05\/sternengeschichten-folge-232-wie-lang-ist-ein-meter\/"},"modified":"2025-05-14T16:30:03","modified_gmt":"2025-05-14T14:30:03","slug":"sternengeschichten-folge-232-wie-lang-ist-ein-meter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2017\/05\/05\/sternengeschichten-folge-232-wie-lang-ist-ein-meter\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 232: Wie lang ist ein Meter?"},"content":{"rendered":"<p>Wie lang ist ein Meter? Bl\u00f6de Frage, k\u00f6nnte man denken: Ein Meter ist einen Meter lang. Ist ja schlie\u00dflich auch so definiert. Aber so einfach war die Sache nicht. Und eine Zeit lang war ein Meter sogar tats\u00e4chlich ein klein wenig k\u00fcrzer als ein Meter&#8230;<\/p>\n<p>Und wie immer gibt es weiter unten eine Transkription des Podcasts.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-12938\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Folge k\u00f6nnt ihr euch hier direkt als <a href=\"https:\/\/youtu.be\/RcNAVfilTzk\">YouTube-Video<\/a> ansehen oder <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podspot.de\/files\/232-SternengeschichtenFolge232.mp3\">direkt runterladen<\/a>. <\/p>\n<p>Den Podcast k\u00f6nnt ihr unter <\/p>\n<p><center><a href=\"https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten\">https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten<\/a><\/center><\/p>\n<p>abonnieren beziehungsweise auch bei <a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a> via Torrent beziehen.<\/p>\n<p>Am einfachsten ist es, wenn ihr euch <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=de.danoeh.antennapodsp.sternengeschichten\">die &#8222;Sternengeschichten-App&#8220; f\u00fcrs Handy<\/a> runterladet und den Podcast damit anh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Sternengeschichten gibts nat\u00fcrlich auch bei iTunes (wo ich mich immer \u00fcber Rezensionen und Bewertungen freue) und alle Infos und Links zu den vergangenen Folgen findet ihr unter <a href=\"https:\/\/www.sternengeschichten.org\">https:\/\/www.sternengeschichten.org<\/a>.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich gibt es die Sternengeschichten auch <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">bei Facebook<\/a> und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">bei Twitter<\/a>.<\/p>\n<p><center><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/RcNAVfilTzk?showinfo=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p><b>Transkription<\/b><\/p>\n<p>Sternengeschichten Folge 232: Wie lang ist ein Meter?<\/p>\n<p>Wie lang ist ein Meter? Nun, genau einen Meter lang, was sonst. Der Meter ist ja nicht umsonst als die fundamentale Einheit der L\u00e4nge definiert. Aber genau hier, wo es um die Definition und das Fundamentale geht treffen wir zwangsl\u00e4ufig auf die Astronomie. Und die erstaunliche Tatsache, dass der Meter keinen Meter lang ist. Oder es zumindest eine Zeit lang war.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher hat man alles m\u00f6gliche als Ma\u00dfstab f\u00fcr L\u00e4ngeneinheiten benutzt. Die Grundlage daf\u00fcr waren im Allgemeinen die menschlichen Gliedma\u00dfen. Es gab die Elle, den Fu\u00df, die Handspanne, und so weiter. Das Problem an der Angelegenheit war ihre Beliebigkeit. Die Elle in einer Stadt konnte l\u00e4nger und k\u00fcrzer sein als die Elle in einer anderen Stadt. Und ganz fr\u00fcher, als man diese Einheiten nicht nur von den Gliedma\u00dfen abgeleitet hatte sondern auch noch tats\u00e4chlich die realen Gliedma\u00dfen nutzte um sie abzumessen, war es v\u00f6llig chaotisch. Wer da zum Beispiel beim Schneider f\u00fcnf Ellen Stoff kaufte, konnte mehr oder weniger bekommen; je nachdem wie lang die Arme des jeweiligen Schneiders waren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_24525\" aria-describedby=\"caption-attachment-24525\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Platinum-Iridium_meter_bar.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Platinum-Iridium_meter_bar.jpg\" alt=\"&quot;Urmeter&quot; (Bild: NIST, public domain)\" width=\"500\" height=\"329\" class=\"size-medium wp-image-24525\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24525\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Urmeter&#8220; (<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Platinum-Iridium_meter_bar.jpg\">Bild: NIST, public domain<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter musste sich da was \u00e4ndern, vor allem als die Welt begann immer weiter zusammenzuwachsen; immer mehr Handel zwischen den St\u00e4dten und L\u00e4ndern getrieben wurde. Es brauchte eine einheitliche Definition und idealerweise eine, die nichts mit dem so wechselhaften menschlichen K\u00f6rper zu tun hat. Idealerweise etwas, das sich nicht \u00e4ndert &#8211; egal was passiert und etwas das nichts mit der menschlichen Welt zu tun hat. Und hier kommt die Astronomie ins Spiel! Planeten, Sterne, Galaxien &#8211; all das ist viel langlebiger als unsere Menschenwelt und wird von ewigen Naturgesetzen regiert, denen unser menschliches Handeln v\u00f6llig egal ist. Hier kann man sich auf die Suche nach einer unverr\u00fcckbaren Basis f\u00fcr eine fundamentale L\u00e4ngenskala machen.<\/p>\n<p>Genau das war die Idee der Pariser Akademie der Wissenschaften im 18. Jahrhundert. 1735 schickte sie zwei Expeditionen auf die Reise. Eine nach Lappland und eine nach Ecuador. Sie sollten den Umfang der Erde messen und daraus eine neue L\u00e4ngeneinheit berechnen: Den Meter. Definiert \u00fcber den &#8222;Erdquadranten&#8220; auf dem &#8222;Merdidian von Paris&#8220;. Also der zehnmillionste Teil der Linie die vom Nordpol direkt durch Paris bis zum \u00c4quator reicht, das sollte in Zukunft exakt einem Meter entsprechen. <\/p>\n<p>In den 1790er Jahren, also w\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Revolution, setzte der franz\u00f6sische Nationalkonvent diese Definition offiziell fest &#8211; und damit alles auch wirklich genau war, schickte man zwei franz\u00f6sische Wissenschaftler auf den Weg. Jean Delambre und Pierre M\u00e9chain starteten von Paris aus in unterschiedliche Richtungen. Delambre ging nach Norden an die K\u00fcste und begann seine Arbeit von D\u00fcnkirchen aus. M\u00e9chain machte sich auf nach S\u00fcden in Richtung Spanien. Die Distanz zwischen Barcelona und der n\u00f6rdlichen K\u00fcste Frankreichs sollte vermessen werden. Exakt vermessen, und nicht einfach nur abgesch\u00e4tzt. Die Erwartungen waren gro\u00df: <\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Vergessen Sie nicht, dass Sie die wichtigste Mission ausf\u00fchren, mit der jemals ein Mensch betraut wurde, dass Sie f\u00fcr alle Nationen dieser Welt arbeiten und dass Sie der Vertreter der Akademie der Wissenschaften und aller Gelehrten des Universums sind.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>, gab ihnen der ber\u00fchmte Chemiker Antoine-Laurent Lavoisier mit auf den Weg.<\/p>\n<p>Das bedeutete schwierige Arbeit f\u00fcr die Astronomen. Sie mussten auf der gesamten Strecke nach markanten Punkten suchen die in Sichtweite voneinander lagen. Kircht\u00fcrme, Berge, hohe H\u00e4user &#8211; was auch immer. Von jedem dieser Vermessungspunkte mussten zwei weitere Vermessunspunkte sichtbar sein. Mit ihren Teleskopen verma\u00dfen die Astronomen dann die Sichtwinkel zwischen all den Punkten und legten so ein Netz aus Dreiecken \u00fcber das ganze Land. Aus dieser <i>Triangulation<\/i> konnten sie dann sp\u00e4ter exakt die L\u00e4nge der Strecke berechnen, die sie berechnen wollten: Den Teil des Meridians vom Nordpol \u00fcber Paris zum \u00c4quator der genau durch Frankreich verl\u00e4uft. <\/p>\n<p>Sieben Jahre lang brauchten M\u00e9chain und Delambre daf\u00fcr und es waren keine einfachen sieben Jahre. Die Arbeit der Landvermessung war ja an sich schon ziemlich schwierig. Das Reisen ebenfalls und um so mehr, als die beiden durch ein Land reisen musste, in dem immer noch Revolution herrschte. Zwei Wissenschaftler die mit Fernrohren auf H\u00e4user kletterten und in die Gegend sp\u00e4hten erregten da mehr als einmal die Aufmerksamkeit von Beh\u00f6rden und Revolution\u00e4ren die sie f\u00fcr feindliche Spione hielten.<\/p>\n<p>Aber irgendwann war es dann geschafft; alle Dreiecke waren vermessen und alle Daten ausgewertet. Delambre und M\u00e9chain konnten offiziell die L\u00e4nge des neuen Meters verk\u00fcnden, der dann in Form des &#8222;Urmeters&#8220; auch sichtbar gemacht wurde. Ein Platinstab mit exakt den Abmessungen die aus den Berechnungen der beiden Astronomen folgten wurde erstellt und als offizieller Prototyp und als Grundlage f\u00fcr die L\u00e4ngenmessung in Paris aufbewahrt.<\/p>\n<p>So weit, so gut: Es gab nur ein Problem an der ganzen Sache. Der Meter war zu kurz! Wenn per offizieller Definition ein Meter der zehnmillionste Teil des Meridianbogens vom Nordpol \u00fcber Paris bis zum \u00c4quator entsprechen soll, dann muss dieser Meridianbogen nat\u00fcrlich auch exakt 10.000 Kilometer lang sein. Eine genauere Messung im 19. Jahrhundert zeigte allerdings, dass diese Strecke 10.001,966 Kilometer lang ist. Was nichts anderes bedeutet als dass der Meter den Delambre und M\u00e9chain bestimmt hatten, 0,2 Millimeter zu kurz ist.<\/p>\n<figure id=\"attachment_24524\" aria-describedby=\"caption-attachment-24524\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1000px-Kilometre_definition.svg_.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1000px-Kilometre_definition.svg_.png\" alt=\"Erdquadrant zur Meter-Definition (Bild: public domain)\" width=\"500\" height=\"503\" class=\"size-medium wp-image-24524\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-24524\" class=\"wp-caption-text\">Erdquadrant zur Meter-Definition (Bild: public domain)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Pierre M\u00e9chain war im Jahr 1793 in Barcelona. Er war schon l\u00e4nger dort als er wollte, den w\u00e4hrend seiner Vermessungsmission brach Krieg zwischen Spanien und Frankreich aus und er konnte nicht weiter reisen. Die Zeit nutzte er, um all Daten noch einmal durch zu gehen, Messungen zu verbessern und neu auszuwerten. Doppelt h\u00e4lt besser &#8211; dachte M\u00e9chain. Und war schockiert als er feststellen musste, dass die Resultate bei der zweiten Berechnung nicht mit denen \u00fcbereinstimmten die er beim ersten Mal erhalten  hatte. Und dann musste er Spanien verlassen, ohne zur\u00fcck kehren zu k\u00f6nnen. Und ohne herausfinden zu k\u00f6nnen, wo nun genau der Fehler steckt.<\/p>\n<p>Tja, eine bl\u00f6de Situation. M\u00e9chain entschloss sich, die Sache zu verheimlichen. Und weigerte sich, nach Paris zur\u00fcck zu kehren. Das fand man dort nicht so toll, denn immerhin wollte man die Sache  mit dem Meter endlich zu Ende bringen. 1798 konnte er dann schlie\u00dflich doch noch \u00fcberredet werden, seine Daten in Paris abzuliefern. Das tat er &#8211; gab aber nur seine Ergebnisse heraus und hielt die den Berechnungen zugrunde liegenden Messungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Erst nach seinem Tod im Jahr 1804 konnte sein Kollegen Jean-Baptiste Delambre die Aufzeichnungen von M\u00e9chain einsehen und stellte fest, dass hier irgendwas nicht stimmt. Auch er war sich nicht sicher, ob er die Sache \u00f6ffentlich machen sollte oder nicht. Das tat er dann aber doch und das war gut. Nicht nur, weil so ein Fehler in den Fundamenten der L\u00e4ngenmessung sichtbar gemacht wurde. Sondern auch, weil man nun die Ursache daf\u00fcr erkennen konnte.<\/p>\n<p>Unsere Erde ist keine perfekte Kugel. Das wussten die Wissenschaftler nat\u00fcrlich auch schon zur Zeit von M\u00e9chain und Delambre. Sie ist abgeplattet, das hei\u00dft der Umfang der Erde ist ein klein wenig gr\u00f6\u00dfer, wenn man ihn entlang des \u00c4quators misst als wenn man ihn \u00fcber die beiden Pole entlang misst. Was man aber noch nicht wusste, war WIE unf\u00f6rmig die Erde eigentlich war. Man dachte eigentlich, es w\u00e4re egal welchen Meridian man vermisst, den der vom Pol durch Paris zum \u00c4quator f\u00fchrt oder einen anderen, der zum Beispiel durch Moskau, Tokio oder sonst irgendwo durch f\u00fchren konnte. Tats\u00e4chlich aber w\u00fcrde man jedes Mal eine Distanz erhalten, die sich von den anderen Distanzen unterscheidet. Die Erde ist verbeult (und damit sind nat\u00fcrlich nicht die Berge und H\u00fcgel gemeint; so etwas kann man in den Berechnungen ber\u00fccksichtigen). Sie ist weder eine Kugel, noch ein abgeflachtes, ovales Ellipsoid. Sie hat eine ganz spezielle Form, wie ich in Folge 146 der Sternengeschichten erz\u00e4hlt habe; die geophysikalischen Vorg\u00e4nge in ihrem Inneren erzeugen Abweichungen die es unm\u00f6glich machen sie exakt durch irgendein regelm\u00e4\u00dfiges Objekt zu beschreiben.<\/p>\n<p>Das war eine interessante wissenschaftliche Entdeckung, aber an der Definition des Meters \u00e4nderte man trotzdem nichts. Und so war er also tats\u00e4chlich k\u00fcrzer als er es laut Definition sein sollte. Zwischenzeitlich lie\u00df man die Form der Erde komplett aus der Definition heraus und definierte den Meter als die L\u00e4nge des Meter-Prototypen aus Iridium des Internationalen B\u00fcro f\u00fcr Ma\u00df und Gewicht in Paris aufbewahrt wurde. Seit 1960 spielt das alles aber keine<br \/>\nRolle mehr. Da verlegte man sich auf eine noch fundamentalere Definition: <i>&#8222;Ein Meter ist das 1 650 763,73-fache der Wellenl\u00e4nge der von Atomen des Nuklids 86Kr beim \u00dcbergang vom Zustand 5d5 zum Zustand 2p10 ausgesandten, sich im Vakuum ausbreitenden Strahlung&#8220;<\/i>. Das klingt ziemlich kompliziert und ist es auch. Es geht um Atome und um Elektronen aus der Atomh\u00fclle die mehr oder weniger Energie haben k\u00f6nnen.  Je nach Energie nehmen sie verschiedene Zust\u00e4nde ein und k\u00f6nnen zwischen diesen Zust\u00e4nden wechseln. Tun sie das, k\u00f6nnen sie manchmal Energie in Form von Lichtwellen aussenden und wenn sie das tun, dann tun sie das bei einer ganz genau definierten Wellenl\u00e4nge. Genau darauf basiert diese neue Definition: Man muss &#8222;nur&#8220; das entsprechende Atom mit den entsprechenden Zust\u00e4nden betrachten und die Wellenl\u00e4ngen des ausgesandten Lichts messen und schon wei\u00df man, wie lang ein Meter ist.<\/p>\n<p>1983 \u00e4nderte man die Sache ein letztes Mal. Es st\u00f6rte die Wissenschaftler, das sich mit jeder neuen Definition des Meters auch der Wert von wichtigen Naturkonstanten  wie zum Beispiel der Lichtgeschwindigkeit \u00e4nderte. Die Lichtgeschwindigkeit wurde in Metern pro Sekunde gemessen. Und wenn man die Definition von &#8222;Meter&#8220; oder &#8222;Sekunde&#8220; \u00e4ndert, \u00e4ndert man nat\u00fcrlich auch den Zahlenwert der Messungen. Man beschloss sich, die Sache umzudrehen: Nun <i>definierte<\/i> man den Wert der Lichtgeschwindigkeit und die L\u00e4nge des Meters wurde zu etwas, was aus einer Messung abgeleitet wird.<\/p>\n<p>Seit damals ist die Geschwindigkeit des Lichts (im Vakuum) <i>exakt<\/i> 299792458 Meter pro Sekunde und ein Meter ist offiziell <i>&#8222;die Strecke die Licht im Vakuum binnen des 299.792.458. Teils einer Sekunde zur\u00fccklegt&#8220;<\/i>. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/6c1dea983a6f41f88df375f169674fe5\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie lang ist ein Meter? Bl\u00f6de Frage, k\u00f6nnte man denken: Ein Meter ist einen Meter lang. Ist ja schlie\u00dflich auch so definiert. Aber so einfach war die Sache nicht. 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