{"id":23171,"date":"2016-10-12T06:00:22","date_gmt":"2016-10-12T04:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2016\/10\/12\/ptolemaeus-und-wie-er-die-welt-beschrieb\/"},"modified":"2025-05-14T16:17:59","modified_gmt":"2025-05-14T14:17:59","slug":"ptolemaeus-und-wie-er-die-welt-beschrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2016\/10\/12\/ptolemaeus-und-wie-er-die-welt-beschrieb\/","title":{"rendered":"Ptolem\u00e4us und wie er die Welt beschrieb"},"content":{"rendered":"<p><i><b>Hinweis: <\/b>Dieser Artikel ist ein Beitrag zum <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2016\/07\/19\/der-scienceblogs-blog-schreibwettbewerb-2016\/\">ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2016<\/a>. Hinweise zum Ablauf des Bewerbs und wie ihr dabei Abstimmen k\u00f6nnt <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=22936\">findet ihr hier<\/a>.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/sb-wettbewerb.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/sb-wettbewerb.png\" alt=\"sb-wettbewerb\" width=\"500\" height=\"172\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-15702\" \/><\/a><\/i><\/p>\n<p><b>Das sagt der Autor des Artikels, <b>Dampier<\/b> \u00fcber sich:<\/b><br \/>\nKeine Angabe<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<b>Ptolem\u00e4us und wie er die Welt beschrieb<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Ich entschloss mich, nicht nur einmal eine lange Reise zu unternehmen, mit dem Schiff oder auf dem Pferd oder zu Fu\u00df, sondern viele Male, auf einer kleinen Karte, mit B\u00fcchern und der Vorstellungskraft.<\/p>\n<p>Petrarca, ca. 1340<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Beschreibung unseres Planeten. Das Zeitalter der Entdeckungsreisen. Warum ist gerade diese Epoche so spannend? Weil sie absolut einmalig ist \u2013 und zwar nicht nur im Rahmen der Wissenschaftsgeschichte der menschlichen Zivilisation, sondern im gesamt-evolution\u00e4ren, ja sogar im planetaren Ma\u00dfstab! <\/p>\n<p>Wenn auf einem Planeten eine intelligente Spezies entsteht, mag es Jahrmillionen dauern, bis Intelligenzzuwachs, Reproduktionsrate und evolution\u00e4r bedingte Neugier irgendwann dazu f\u00fchren, dass diese Spezies sich ausbreitet und beginnt, sich Gedanken zu machen, wo sie \u00fcberhaupt lebt. Irgendwann schwant ihr, dass ihre Welt, die als endlose Fl\u00e4che erschien, tats\u00e4chlich eine Kugel ist, und somit in ihrer Gesamtheit beschreibbar. Und diese Beschreibung der Welt w\u00fcrde irgendwann abgeschlossen sein, der Planet w\u00fcrde umrundet und vollst\u00e4ndig erforscht werden, bis es keine unbekannten Weltgegenden mehr gibt.<\/p>\n<p>Diese entscheidende Epoche der Entdeckung des Heimatplaneten, diese kurze, extrem steile Lernkurve, tritt im Laufe der Existenz einer intelligenten Spezies genau einmal auf, ein entscheidender Augenblick in einem Millionen Jahre w\u00e4hrenden Lebenslauf. <\/p>\n<p>Heute m\u00f6chte ich von dem Meisterwerk eines Gelehrten erz\u00e4hlen, der das Weltwissen seiner Spezies erstmals in einem konsistenten System zusammenfasste. Damit schuf er eine mathematische Grundlage f\u00fcr die Beschreibung der Welt, die bis heute G\u00fcltigkeit hat: die <i>Geographia<\/i> des Claudius Ptolem\u00e4us.<\/p>\n<p><b>Der erste Kartograph<\/b><\/p>\n<p>Ptolem\u00e4us lebte und wirkte im 2. Jahrhundert in Alexandria. Es war die Zeit der gr\u00f6\u00dften Ausdehnung und Machtf\u00fclle des R\u00f6mischen Reiches. Die griechische Antike, und mit ihr die ersten Versuche einer mathematischen Geographie, lagen schon einige Jahrhunderte zur\u00fcck. Vieles war zwar \u00fcberliefert, wurde aber von den R\u00f6mern, die ja eher gute Ingenieure als Wissenschaftler waren, kaum mehr verstanden.<\/p>\n<p>Der \u00c4quator und die neunzig Breitengrade bis zum Pol waren schon definiert. Man konzentrierte sich damals auf die Nordhalbkugel, auf der die bewohnbare Welt \u2013 die <i>Oikumene<\/i> \u2013 verortet wurde. Die L\u00e4nder um den \u00c4quator galten als unbewohnbar wegen der starken Sonneneinstrahlung. Ein S\u00fcdkontinent, Heimat der Antipoden, war allenfalls Gegenstand von vagen Spekulationen.<\/p>\n<p>Schon vor Ptolem\u00e4us wurde die Welt beschrieben. Doch war dies meist St\u00fcckwerk, basierend auf den Berichten von Reisenden \u2013 H\u00e4ndlern, Seefahrern, Feldherren. Alexander der Gro\u00dfe hatte auf seinen Feldz\u00fcgen, die ihn bekanntlich bis Indien f\u00fchrten, immer seine Schrittz\u00e4hler (Bematisten) dabei, die alle zur\u00fcckgelegten Strecken dokumentierten. Pomponius Mela unternahm um das Jahr 100 einen ersten Versuch, all dieses Wissen zusammenzufassen. Seine Schrift <i>De chorographia<\/i> war eine ausf\u00fchrliche, aber eher anekdotische Beschreibung der bekannten Welt. <\/p>\n<p>Ptolem\u00e4us bediente sich dieser Quellen, bezeichnete aber diese Art der Erdkunde als \u201eKlatsch und Tratsch \u00fcber diesen und jenen Ort\u201c. Er strebte einen wissenschaftlichen Ansatz an, er erkannte, dass nur eine Geographie, die auf Mathematik und Astronomie beruhte, allgemeing\u00fcltige und reproduzierbare Aussagen \u00fcber die Form unserer Welt erlaubte.<\/p>\n<p>Sein Hauptwerk benannte er <i>Geographike Hyphegesis<\/i>, und dies sagt viel \u00fcber seinen Ansatz aus, denn es bedeutet \u201eAnleitung zur Geographie\u201c. Er beschr\u00e4nkte sich nicht auf eine Beschreibung der seinerzeit bekannten Welt, er schuf etwas viel weitreichenderes: ein allgemeing\u00fcltiges Werkzeug zur Zeichnung einer Weltkarte.<\/p>\n<p>Er ersann ein weltumspannendes Koordinatensystem. Die Einteilung in Breitengrade war schon bekannt, die geographische Breite lie\u00df sich mithilfe des Polarsterns oder des Sonnenstandes relativ einfach ermitteln. Mit den L\u00e4ngengraden war es schon komplizierter, aufgrund des Sonnenumlaufs in Ost-West-Richtung (die Idee der Erddrehung hatte sich noch nicht durchgesetzt) lie\u00dfen sich diese nur durch exakte Zeitmessungen bestimmen, was in der Antike mangels genauer Uhren nahezu ein Ding der Unm\u00f6glichkeit war.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt waren die Daten, mit denen er damals arbeiten musste, naturgem\u00e4\u00df wahnsinnig ungenau. Entfernungen wurden in Tagesreisen angegeben, und sie folgten dem Stra\u00dfenverlauf und nicht der Luftlinie. Die Ma\u00dfeinheiten waren Ellen und Stadien, die aber regional und zeitlich stark voneinander abwichen. <\/p>\n<p>Zwar waren im R\u00f6mischen Reich zu jener Zeit schon Landvermesser unterwegs, doch es ist unklar, ob Ptolem\u00e4us Zugriff auf diese Daten hatte, denn sie wurden im Auftrag der Armee erhoben und waren somit von gro\u00dfer strategischer Bedeutung.<\/p>\n<p>Ptolem\u00e4us zog seine Meridiane in Intervallen von 15 Grad, so dass ein Meridian der Entfernung, die die Sonne in einer Stunde zur\u00fccklegt, entsprach. Der Nullmeridian konnte nur willk\u00fcrlich festgelegt werden, er ergab sich nicht von selbst, so wie der \u00c4quator und die Pole. Ptolem\u00e4us legte ihn ans westlichste Ende der <i>Oikumene<\/i>, bei den Kanarischen Inseln. Das ergibt Sinn, weil dann die Null unten links sitzt und alle Koordinaten der bekannten Welt positive Werte aufweisen.<\/p>\n<p>Aufgrund des L\u00e4ngengradproblems ist es nicht verwunderlich, dass Ptolem\u00e4us&#8216; Koordinaten in Ost-West-Richtung wesentlich ungenauer waren als in Nord-S\u00fcd-Richtung. Das f\u00fchrte dazu, dass er die Ost-West-Ausdehnung Eurasiens um rund 40 Prozent \u00fcbersch\u00e4tzte. <\/p>\n<figure id=\"attachment_23383\" aria-describedby=\"caption-attachment-23383\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ABB_1_PtolemyWorldMap.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ABB_1_PtolemyWorldMap.jpg\" alt=\"Die Ptolem\u00e4ische Weltkarte. Die Verzerrung in Ost-West-Richtung ist an Gro\u00dfbritannien, D\u00e4nemark und Italien gut zu erkennen. (Bild: British Library, Public Domain)\" width=\"500\" height=\"342\" class=\"size-medium wp-image-23383\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-23383\" class=\"wp-caption-text\">Die Ptolem\u00e4ische Weltkarte. Die Verzerrung in Ost-West-Richtung ist an Gro\u00dfbritannien, D\u00e4nemark und Italien gut zu erkennen. (Bild: <a href=\"https:\/\/www.bl.uk\/catalogues\/illuminatedmanuscripts\/ILLUMIN.ASP?Size=mid&#038;IllID=28894\">British Library<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/mark\/1.0\/\">Public Domain<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Und nat\u00fcrlich musste als Grundlage dieses Sytems der Erdumfang bekannt sein. Nun hatte Eratosthenes bereits vierhundert Jahre zuvor eine \u00fcberraschend genaue Berechnung des Erdumfangs geliefert. Allerdings legte Ptolem\u00e4us \u2013 aus Gr\u00fcnden, die uns unbekannt sind \u2013 die Berechnung des Poseidonios (1. Jh. v.u.Z.) zugrunde \u2013 vielleicht, weil es die aktuellere Sch\u00e4tzung war. Dieser Wert lag aber 5-6 % unter dem des Eratosthenes (und noch weiter unter dem heutigen) und trug weiter zur Ungenauigkeit bei. (Kolumbus hat&#8217;s gefreut, aber das ist eine andere Geschichte.)<\/p>\n<p>Ptolem\u00e4us&#8216; Daten waren also bei weitem nicht fehlerfrei, aber sein System war in sich schl\u00fcssig und funktioniert im Prinzip bis heute. Ptolem\u00e4us selbst wies darauf hin, dass die Weltkarte fortw\u00e4hrend verbessert und durch neue Erkenntnisse aktualisiert werden m\u00fcsse. Die Erfassung der Welt sah er als \u201eimmerw\u00e4hrendes kooperatives Unternehmen\u201c, f\u00fcr das er nur den Grundstein gelegt hatte. Er soll sogar in den Tabellen seiner Originalausgabe eine leere Spalte eingef\u00fcgt haben, um Korrekturen und Erweiterungen zu erleichtern. <\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Punkt war ihm die realistische Abbildung der L\u00e4nder in m\u00f6glichst korrekten Proportionen. Ptolem\u00e4us machte sich erstmals Gedanken dar\u00fcber, wie man die Geodaten der Erdkugel m\u00f6glichst verzerrungsfrei auf eine plane Karte bringt. F\u00fcr kleinere, regionale Landkarten war es kein Problem, das Koordinatensystem einfach als rechtwinkliges Gitter anzulegen, aber bei einer Weltkarte w\u00fcrde dies zu massiven Verzerrungen der Abbildung nach Norden hin f\u00fchren. Und so ersann er die ersten Methoden der Kartenprojektion. Sie sollten erst in der Neuzeit (durch Mercator und andere) entscheidend verbessert werden.<\/p>\n<p><b>Der erste Atlas<\/b><\/p>\n<p>Nachdem er die theoretischen Grundlagen seines Systems festgelegt hatte, ging Ptolem\u00e4us nun in die vollen: aus antiken Quellen, zeitgen\u00f6ssischen Berichten und regionalen Landkarten hatte er Rohdaten gesammelt und klassifiziert (er hatte immerhin die Bibliothek von Alexandria zur Verf\u00fcgung!). Im Hauptteil seiner <i>Geographia<\/i> listet er fast 8000 Ortsangaben mit ihren Koordinaten auf: Provinzen, St\u00e4dte, H\u00e4fen, Inseln, Flussm\u00fcndungen, Berge und Kaps. <\/p>\n<p>Die von ihm erfasste Welt reichte im Norden bis zur Insel Thule (Wahrscheinlich eine Insel vor Trondheim), im S\u00fcdosten bis zur Insel Taprobane, die meist mit Ceylon, manchmal auch mit Sumatra identifiziert wird. Im \u00e4u\u00dfersten Osten findet sich der Ort Sera Metroplis, das entspricht dem heutigen Xi&#8217;an in China, welches f\u00fcr seine Terrakotta-Armee bekannt ist.<\/p>\n<p>Auch <i>Germania Magna<\/i> ist ausf\u00fchrlich erfasst, da zoomen wir sp\u00e4ter nochmal rein.<\/p>\n<p>Es sind keine antiken Kopien der <i>Geographia<\/i> erhalten, und bis heute ist unklar, ob das urspr\u00fcngliche Werk auch Karten enthielt. M\u00f6glicherweise hat Ptolem\u00e4us sich darauf beschr\u00e4nkt, das Handwerkszeug und das Datenmaterial zu liefern, und die Kartenzeichnung anderen zu \u00fcberlassen. Die fr\u00fchesten bekannten Ausgaben mit Karten, die im sp\u00e4ten Mittelalter erschienen, gelten als die ersten klassischen Atlanten.<\/p>\n<p><b>Vergessen<\/b><\/p>\n<p>Nur wenige Generationen nach Ptolem\u00e4us, um 300, begann der Niedergang des R\u00f6mischen Reiches. das Christentum kam auf, und mit ihm die Verdammung allen \u201eheidnischen\u201c Wissens. Die Tragik dieser deprimierenden Epoche l\u00e4sst sich in dem exzellenten Wikipedia-Artikel <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCcherverluste_in_der_Sp%C3%A4tantike\">B\u00fccherverluste in der Sp\u00e4tantike<\/a> sehr gut nachvollziehen, so dass ich hier nicht weiter ins Detail gehe. <\/p>\n<p>Viele gro\u00dfe Werke der Antike verschwanden f\u00fcr immer aus dem Wissensschatz des Menschen, auch die <i>Geographia<\/i> h\u00e4tte um ein Haar dieses Schicksal ereilt. Nur einige vage Hinweise aus anderen Werken lie\u00dfen darauf schlie\u00dfen, dass irgendwo ein wissenschaftlicher Schatz schlummern musste. Es sollte aber noch Jahrhunderte dauern, bis dieser erneut ans Licht kam.<\/p>\n<figure id=\"attachment_23384\" aria-describedby=\"caption-attachment-23384\" style=\"width: 357px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ABB_2_Radkarte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ABB_2_Radkarte.jpg\" alt=\"Schematische Darstellung einer typischen Radkarte. (Bild: Wikipedia\/Meyers Konversationslexikon, Gemeinfrei\" width=\"357\" height=\"355\" class=\"size-full wp-image-23384\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-23384\" class=\"wp-caption-text\">Schematische Darstellung einer typischen Radkarte.<br \/>(Bild: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Radkarte_MKL1888_edited_%28T_and_O_style,_east-up%29.png\">Wikipedia<\/a>\/Meyers Konversationslexikon, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/mark\/1.0\/deed.de\">Gemeinfrei<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Der R\u00fcckschritt in der Geographie war niederschmetternd. Die \u201eWeltkarten\u201c des Mittelalters waren von deprimierender Schlichtheit. Die sogenannten Radkarten oder auch TO-Karten zeigten eine stark idealisierte Welt, in der oft nur das irdische Paradies und Jerusalem verortet waren. Zwar gab es auch gro\u00dfe und detaillierte <i>Mappae Mundi<\/i>, durchaus sch\u00f6n anzusehen und mit Liebe zum Detail gemacht, wie z. B. die <a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/3\/39\/Ebstorfer-stich2.jpg\/769px-Ebstorfer-stich2.jpg\">Ebstorfer Weltkarte<\/a>, aber sie hatten nur wenig mit der Wirklichkeit zu tun. Letztlich waren es geistliche Karten ohne jeden wissenschaftlichen Anspruch.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich erreichte die Kartographie erst wieder ann\u00e4hernd wissenschaftliches Niveau, als das Werk des Ptolem\u00e4us in der Renaissance wiederentdeckt wurde, und in seiner zeitlosen G\u00fcltigkeit erneut als Basis f\u00fcr eine realistische Darstellung der Welt dienen konnte.<\/p>\n<p><b>Planudes und Chrysoloras \u2013 Der Flaschenhals der \u00dcberlieferung<\/b><\/p>\n<p>Im Jahre 1300 muss der byzantinische M\u00f6nch Maximos Planudes auf Hinweise gesto\u00dfen sein, die das verschollene Werk des Ptolem\u00e4us erw\u00e4hnten, denn fortan suchte er wie besessen nach einer Kopie der <i>Geographia<\/i>. Und er fand eine! Wahrscheinlich war es nur eine Textausgabe, und Planudes zeichnete die Weltkarten selbst, nach den Daten des Ptolem\u00e4us. Einige Ausgaben, die auf Planudes zur\u00fcckgehen, zirkulierten fortan in Konstantinopel, doch es sollte noch einmal fast hundert Jahre dauern, bevor die <i>Geographia<\/i> im Abendland ankam, und die moderne Kartografie mitbegr\u00fcndete.<\/p>\n<p>Rom und Konstantinopel hatten sich seit der Teilung des R\u00f6mischen Reiches im 5. Jahrhundert immer weiter voneinander entfremdet, sie hatten sie sich buchst\u00e4blich nichts mehr zu sagen. Eine Sprachbarriere tat sich auf, denn die Italiener verlernten das Griechische, welches seit der Antike die Lingua Franca speziell der Gelehrten gewesen war, und die Griechen sprachen kein Latein mehr. So kam der kulturelle Austausch praktisch zum Erliegen.<\/p>\n<p>Erst als Konstantinopel im 14. Jahrhundert von den Osmanen belagert wurde, besannen sich die Byzantiner auf ihre christlichen Glaubensbr\u00fcder und schickten Emiss\u00e4re nach Rom, die um Beistand bitten sollten. Sie hatten keinen Erfolg und mussten unverrichteter Dinge heimkehren; einer von ihnen hatte jedoch einen bleibenden Eindruck bei den italienischen Fr\u00fchhumanisten hinterlassen: der Gelehrte Manuel Chrysoloras. <\/p>\n<p>Die fr\u00fchen Humanisten hatten begonnen, die antiken lateinischen Texte wiederzuentdecken, die Suche nach alten Manuskripten wurde zu einer ehrenvollen T\u00e4tigkeit, der sich viele verschrieben. Bald stellten sie fest, dass viele alte r\u00f6mische Autoren sich auf griechische Vorbilder beriefen, doch da niemand mehr Griechisch beherrschte, blieb ihnen dieser Wissenschatz der Antike verwehrt, solange sie die Originale nicht lesen konnten.<\/p>\n<p>Chrysoloras hatte w\u00e4hrend seines Aufenthalts in Italien einigen Gelehrten ein wenig Griechischunterricht erteilt. Dies machte bald die Runde, und der Humanist Coluccio Salutati, seinerzeit Kanzler von Florenz, beschloss, Chrysoloras als Griechischlehrer in die Hauptstadt des Fr\u00fchhumanismus zu holen. Dieser lie\u00df sich nicht lange bitten, die Lage im belagerten Konstantinopel wurde zunehmend unertr\u00e4glich, und so machte er sich erneut auf nach Italien. Im Gep\u00e4ck hatte er auch eine Ausgabe der <i>Geographia<\/i>.<\/p>\n<p><b>Renaissance<\/b><\/p>\n<p>Bald gab es eine erste lateinische \u00dcbersetzung. Die Humanisten waren elektrisiert. Nach den ganzen verschwurbelten, klaustrophobischen Weltdarstellungen des Mittelalters hatten sie hier auf einmal eine klare, realistische Abbildung der Welt, geschaffen nach einem nachvollziehbaren mathematischen System, das man jederzeit erweitern und an neue Erkenntnisse anpassen konnte. <\/p>\n<blockquote><p>Diese Idee \u2013 dass man die Welt von oben sehen m\u00fcsse und der menschliche Verstand mit Hilfe der Mathematik das g\u00f6ttliche Ma\u00df der Welt begreifen k\u00f6nne \u2013 war das gro\u00dfe Geschenk des Ptolem\u00e4us an die K\u00fcnstler und Denker der italienischen Renaissance. F\u00fcr manche Florentiner (\u2026) wurde die <i>Geographia<\/i> geradezu ein Symbol f\u00fcr das ganze humanistische Unternehmen.<br \/>\n(Lester, S. 194)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die fr\u00fchen Humanisten waren auf die Antike fixiert. Sie setzten die <i>Geographia<\/i> ausschlie\u00dflich in Bezug zur antiken Welt, um diese m\u00f6glichst exakt zu rekonstruieren. Dabei \u00fcbernahmen sie die fehlerhaften Daten des Ptolem\u00e4us, obwohl es seit langem neuere Erkenntnisse gab. Europ\u00e4ische Entdecker waren weit nach Asien vorgedrungen, Marco Polo hatte im 13. Jahrhundert in S\u00fcdostasien L\u00e4nder erreicht, von denen aus er den Polarstern nicht mehr sehen konnte. Er hatte also den \u00c4quator \u00fcberquert, ohne zu verbrennen, und er hatte bewohnte L\u00e4nder vorgefunden. <\/p>\n<blockquote><p>Wir wissen sehr wohl, dass Ptolem\u00e4us vieles nicht wusste.<br \/>\nFlavio Biondo, 1453<\/p><\/blockquote>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte des 15. Jahrhunderts begannen die Kartographen, Ptolem\u00e4us kritischer zu rezipieren und seine Daten mit aktuellen Erkenntnissen zu erweitern. Es erschienen alle m\u00f6glichen Mischformen aus <i>Mappae Mundi<\/i> und Ptolem\u00e4ischen Karten, angereichert mit neuen Erkenntnissen, vor allem \u00fcber Asien und Afrika, an dessen Westk\u00fcste sich die Portugiesen weiter und weiter nach S\u00fcden vorarbeiteten. Dieses Portugiesische Unterfangen wurde von den Humanisten aufmerksam verfolgt. Schon Herodot (5. Jh. v.u.Z.) vermutete, dass man um Afrika herumsegeln k\u00f6nne. Ausgerechnet Ptolem\u00e4us jedoch stellte Afrika im S\u00fcden mit Asien verbunden dar, der Indische Ozean war bei ihm also ein Binnenmeer. <\/p>\n<p>Langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass das kartographische System des Ptolem\u00e4us sein eigentliches Verm\u00e4chtnis war, weitaus wertvoller und zukunftsweisender als seine ersten Karten.<\/p>\n<p><b>America<\/b><\/p>\n<p>Das Zeitalter der Entdeckungen hatte seinen ersten H\u00f6hepunkt um das Jahr 1500. Innerhalb weniger Jahre wurden in schneller Abfolge bahnbrechende Reisen unternommen. 1487 umrundete Bartolomeu Dias als erster das Kap der guten Hoffnung. 1492 erreichte Christoph Kolumbus einige Inseln im Westen, die man damals f\u00fcr das \u00f6stliche Ende Asiens hielt. Kolumbus\u2019 viel zu geringe Sch\u00e4tzung des Erdumfangs, die auch auf einem ptolem\u00e4ischen Atlas basierte \u2013 und die ihm half, seine Expeditionspl\u00e4ne am spanischen Hof durchzusetzen \u2013 schien damit best\u00e4tigt. 1497 gelang es Vasco da Gama, um Afrika herum tats\u00e4chlich Indien zur See zu erreichen.<\/p>\n<p>ab 1500 erforschte ein Seefahrer erstmals die Ostk\u00fcste S\u00fcdamerikas bis weit nach S\u00fcden: Amerigo Vespucci. Er war der erste, der die \u00dcberzeugung \u00e4u\u00dferte, es hier nicht mit Asien zu tun zu haben, sondern mit einem ganzen unbekannten Kontinent. Er sprach als erster von einer <i>Neuen Welt<\/i>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_23385\" aria-describedby=\"caption-attachment-23385\" style=\"width: 452px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ABB_3_Vespucci_Vignette.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ABB_3_Vespucci_Vignette.jpg\" alt=\"Amerigo Vespucci auf einer Vignette der Waldseem\u00fcller-Karte. (Bild: Wikipedia, Gemeinfrei\" width=\"452\" height=\"274\" class=\"size-full wp-image-23385\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-23385\" class=\"wp-caption-text\">Amerigo Vespucci auf einer Vignette der Waldseem\u00fcller-Karte.<br \/>(Bild: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Vi%C3%B1eta_del_mapa_de_Waldseem%C3%BCller.jpg\">Wikipedia<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/mark\/1.0\/deed.de\">Gemeinfrei<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Reiseberichte Vespuccis zirkulierten bald in ganz Europa unter den Gelehrten, und versetzten sie in helle Aufregung \u2013 weit mehr als die paar Inseln, die Kolumbus entdeckt hatte. Vespuccis Berichte waren in Briefform abgefasst, offenbar nachtr\u00e4glich geschrieben und deshalb ziemlich ungenau. Heute wird der Wahrheitsgehalt einiger seiner Berichte komplett in Frage gestellt, die Quellenlage ist also wesentlich d\u00fcrftiger als z. B. bei Kolumbus. Doch zu Lebzeiten galt Vespucci vielen als der gr\u00f6\u00dfte Entdecker seiner Zeit.<\/p>\n<p>Schlag auf Schlag kamen nun neue Erkenntnisse herein, und die Kartographen hatten alle H\u00e4nde voll zu tun, diese in das sich immer schneller wandelnde Bild der Welt zu integrieren. Die Weltkarten mussten nach Westen erweitert werden, die neuen Inseln und L\u00e4nder wurden am westlichen Rand zumindest angedeutet \u2013 oft noch zusammen mit imagin\u00e4ren Atlantikinseln aus alten \u00dcberlieferungen.<\/p>\n<p>Die ber\u00fchmteste Weltkarte aus jener Zeit war die <a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/c\/c0\/Waldseemuller_map_2.jpg\">Waldseem\u00fcller-Karte<\/a> von 1507. Die Darstellung der alten Welt basierte weitgehend auf Ptolem\u00e4us, doch hier wurde zum ersten Mal die Neue Welt als eigener Kontinent an der richtigen Stelle abgebildet \u2013 und mit dem Namen ihres vermeintlichen Entdeckers bezeichnet: <i>America<\/i>.<\/p>\n<p>Die Herstellung dieser Karte und die Erfindung des Namens Amerika durch Martin Waldseem\u00fcller und Matthias Ringmann in einem kleinen els\u00e4ssischen Dorf ist ein besonders spannendes St\u00fcck Wissenschaftsgeschichte, das einen eigenen ausf\u00fchrlichen Artikel verdient h\u00e4tte. Hier soll sie nun als Endpunkt unserer Reise durch die Kartographie dienen, der auf besonders augenf\u00e4llige Weise den endg\u00fcltigen Beginn der Neuzeit markiert.<\/p>\n<p>Es fehlte nur noch wenig zum vollst\u00e4ndigen Bild. Magellan \u00fcberquerte als erster den Pazifik, bis er in Asien wieder bekannte L\u00e4nder erreichte. Australien wurde erst relativ sp\u00e4t entdeckt (unter anderem durch <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2014\/09\/27\/william-dampier-freibeuter-der-wissenschaft\/?all=1\">William Dampier<\/a>), aber das war es dann auch.  <\/p>\n<p>Die Beschreibung unseres Planeten ist seitdem abgeschlossen. In der Geographie wird es keine \u00fcberraschenden Endeckungen mehr geben. Auch das ist ein Verm\u00e4chtnis von Claudius Ptolem\u00e4us.<\/p>\n<p><b>Ptolem\u00e4us heute<\/b><\/p>\n<p>Die <i>Geographia<\/i> ist bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Immerhin bietet sie mit ihren Datens\u00e4tzen eine unsch\u00e4tzbare Momentaufnahme des Weltwissens der Antike. Viele der von Ptolem\u00e4us aufgelisteten Orte lassen sich heute nur noch schwer zuordnen. In der Zwischenzeit hatte die V\u00f6lkerwanderung stattgefunden, ganze V\u00f6lker und ihre Sprachen verschoben sich und durchmischten sich neu. Nur wenige Orte in Europa sind seit der R\u00f6merzeit durchgehend besiedelt.<\/p>\n<p>Anhand der heute noch bekannten Orte lassen sich die Abweichungen in den Koordinaten des Ptolem\u00e4us genauer bestimmen. K\u00f6nnte man diese Verzerrungen herausrechnen, so k\u00f6nnte man wertvolle Hinweise auf l\u00e4ngst versunkene Orte erhalten, und so z.B. potenziell interessante arch\u00e4ologische St\u00e4tten ausmachen.<\/p>\n<p>Eine interdisziplin\u00e4re Forschungsgruppe an der TU Berlin unter Leitung von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geographike_Hyphegesis#Interpretation_durch_Dieter_Lelgemann_und_andere.2C_Berlin\">Dieter Lelgemann<\/a> befasst sich seit 2003 mit diesen Verzerrungsanalysen. Der Schwerpunkt liegt hier auf <i>Germania Magna<\/i>, also dem heutigen Deutschland bzw. Mitteleuropa. Ptolem\u00e4us hatte viele alte Itinerarien und kleinere Landkarten als Quellen verwendet. Diese waren in sich einigerma\u00dfen schl\u00fcssig, aber bei der Zusammenf\u00fchrung dieser Datens\u00e4tze musste es zwangsl\u00e4ufig zu Ungenauigkeiten kommen. Ziel war nun, diese \u201eTransformationseinheiten\u201c zu identifizieren und mit verschiedenen Methoden zu entzerren.<\/p>\n<p>Hier ein Beispiel f\u00fcr die Vorgehensweise:<\/p>\n<blockquote><p>Probeweise haben wir eine Entzerrung mit dem Referenzpunkt Athen und einem einheitlichen Ma\u00dfstabsfaktor \u03b1 = 500\/700 f\u00fcr die gesamte <i>Oikumene<\/i> durchgef\u00fchrt. Dies ist kein zuf\u00e4lliger Wert, sondern das Verh\u00e4ltnis des von Ptolemaios angenommenen Erdumfangs zu dem von Erathostenes gemessenen Erdumfang. Bereits diese einfache Entzerrung f\u00fchrte zu einer durchaus akzeptablen Karte vom Atlantik bis nach China sowie von Thule (\u2026) bis nach Meroe im Sudan.<\/p>\n<p>SdW Dossier 4\/2006, S. 20 (siehe Literatur)<\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr mehr Details zu diesen Forschungen sei das Buch \u201eGermania und die Insel Thule\u201c empfohlen, welches die Forschungsgruppe 2011 herausbrachte. Hier sind die Methoden genauer erkl\u00e4rt und s\u00e4mtliche Orte in <i>Germania Magna<\/i> mit \u00e4lteren Deutungsversuchen und den neu bestimmten Koordinaten aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Diese Neuberechnung der Koordinaten wurde nicht immer begr\u00fc\u00dft. Beispielsweise wurde das Ptolem\u00e4ische <i>Leuphana<\/i> immer mit L\u00fcneburg identifiziert. Nun stellte sich heraus, dass es h\u00f6chstwahrscheinlich bei Hitzacker an der Elbe lag, wo es auch tats\u00e4chlich eine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/F%C3%BCrstengr%C3%A4ber_von_Marwedel\">arch\u00e4ologische St\u00e4tte<\/a> aus jener Zeit gibt.<br \/>\nAn der Leuphana-Universit\u00e4t zu L\u00fcneburg soll man nicht so begeistert gewesen sein \u2026 <\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<p>Toby Lester<br \/>\n<b>Der vierte Kontinent<\/b><br \/>\nBerlin Verlag 2010<br \/>\nISBN 978-3827007322<br \/>\n(<a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2012\/12\/07\/bucher-fur-weihnachten-rohstoffe-kosmologie-und-die-biografie-eines-ozeans\/#comment-179566\">Siehe auch<\/a>)<\/p>\n<p>Andreas Kleineberg, Christian Marx, Eberhard Knobloch, Dieter Lelgemann<br \/>\n<b>Germania und die Insel Thule. Die Entschl\u00fcsselung von Ptolemaios\u2019 &#8222;Atlas der Oikumene&#8220;<\/b><br \/>\nWissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010<br \/>\nISBN 978-3-534-23757-9<\/p>\n<p>Andreas Kleineberg, Eberhard Knobloch und Dieter Lelgemann<br \/>\n<b>Die Weltkarte des Klaudios Ptolemaios \u2013 geod\u00e4tisch entzerrt<\/b><br \/>\nSpektrum der Wissenschaft Dossier 4\/2006 \u201eAstronomie vor Galilei\u201c, S. 16<\/p>\n<p>Stefan Zweig<br \/>\n<b>Amerigo: Die Geschichte eines historischen Irrtums<\/b><br \/>\nFischer Taschenbuch<br \/>\nISBN 978-3596292417<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis: Dieser Artikel ist ein Beitrag zum ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2016. Hinweise zum Ablauf des Bewerbs und wie ihr dabei Abstimmen k\u00f6nnt findet ihr hier. 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