{"id":23047,"date":"2016-09-14T06:00:37","date_gmt":"2016-09-14T04:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2016\/09\/14\/zeitreisen-hin-und-zurueck-zum-eigenen-ich\/"},"modified":"2025-05-14T16:17:41","modified_gmt":"2025-05-14T14:17:41","slug":"zeitreisen-hin-und-zurueck-zum-eigenen-ich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2016\/09\/14\/zeitreisen-hin-und-zurueck-zum-eigenen-ich\/","title":{"rendered":"Zeitreisen \u2013 hin und zur\u00fcck zum eigenen Ich ?"},"content":{"rendered":"<p><i><b>Hinweis: <\/b>Dieser Artikel ist ein Beitrag zum <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2016\/07\/19\/der-scienceblogs-blog-schreibwettbewerb-2016\/\">ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2016<\/a>. Hinweise zum Ablauf des Bewerbs und wie ihr dabei Abstimmen k\u00f6nnt <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=22936\">findet ihr hier<\/a>.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/sb-wettbewerb.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/sb-wettbewerb.png\" alt=\"sb-wettbewerb\" width=\"500\" height=\"172\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-15702\" \/><\/a><\/i><\/p>\n<p><b>Das sagt der Autor des Artikels, <b>Coby44<\/b>, \u00fcber sich:<\/b><\/p>\n<p>Keine Angabe<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Zeitreisen \u2013 hin und zur\u00fcck zum eigenen Ich ?<\/p>\n<p>Schon lange existiert der Gedanke, in der Zeit herum zu reisen. In unz\u00e4hligen Romanen, Geschichten, Filmen wurde die Zeitreise thematisiert und bietet ebenfalls unz\u00e4hlige Einsatzm\u00f6glichkeiten. Der Superstoff f\u00fcr die Science-Fiction!<\/p>\n<p>Die beliebteste ist immer noch das alte Thema, Fehler ungeschehen zu machen.<br \/>\nBeispiel: Leo hat im Alter von 10 Jahren zwei Dynamitstangen beim Spielen gefunden (wer auch immer so was liegen l\u00e4sst\u2026) und diese nun unter der Au\u00dfentreppe des Elternhauses platziert. <\/p>\n<p>Eigentlich will er nur damit rumspielen und denkt, es w\u00e4ren 2 harmlose B\u00f6ller.<br \/>\nJust als er die beiden \u201eB\u00f6ller\u201c anz\u00fcndet, kommt sein Vater die Treppe herunter und im gleichen Augenblick macht es \u201eKawumm!!\u201c<br \/>\nZwanzig Jahre sp\u00e4ter: Sein Vater ist seit damals an den Rollstuhl gefesselt und mittlerweile pflegebed\u00fcrftig.<br \/>\nJetzt liest Leo von einer Zeitmaschine und kontaktiert die Wissenschaftler.<br \/>\nDie schicken ihn wieder zur\u00fcck, genau in ein Zeitfenster 1 Stunde vor dem fatalen Ereignis. Jetzt kann Leo sein j\u00fcngeres Ich davon abhalten, die Dummheit zu begehen.<\/p>\n<p>Klasse! Was f\u00fcr ungeahnte M\u00f6glichkeiten w\u00fcrden sich uns er\u00f6ffnen: Wir k\u00f6nnten:<br \/>\n&#8211; wie Leo unsere Jugends\u00fcnden ungeschehen machen<br \/>\n&#8211; evtl. Weltkriege verhindern<br \/>\n&#8211; schon im Jahre 12 n. Chr das Computerzeitalter einl\u00e4uten<br \/>\n&#8211; historische Ereignisse als Touristenattraktion vermarkten<br \/>\nund so weiter\u2026.<\/p>\n<p>Die Sache hat f\u00fcr mich nur einen Haken:<br \/>\nEs geht nicht!<\/p>\n<p>Ich bin auf dem Gebiet der Physik, Mathematik usw. vollkommener Laie, habe keinen blassen Schimmer von Astronomie und verf\u00fcge nur \u00fcber die im Laufe der Jahre erworbene Logik, basierend auf Hauptschulwissen der fr\u00fchen siebziger Jahre und meinen Schlussfolgerungen aus unz\u00e4hligen Texten, die ich bis heute gelesen habe, Filmen, die das Thema behandeln sowie meinen eigenen \u00dcberlegungen dazu.<br \/>\nUnd eben diese \u201eLaienlogik\u201c sagt mir, dass es schlicht unm\u00f6glich ist, irgendwie in der Zeit zu reisen.<\/p>\n<p>Warum I ?<br \/>\nGehen wir zur\u00fcck zu Leo. Er lebt im Jahr 2016, und hat am 01.08.2016 seinen 30. Geburtstag.<br \/>\nAngenommen, Zeitreisen w\u00e4ren m\u00f6glich und er reist in der Zeit zur\u00fcck zum Datum seines zehnten Geburtstages, dem 01.08.1996. Was passiert dann?<\/p>\n<p>Er kommt also als drei\u00dfigj\u00e4hriger zu diesem Datum an. Grunds\u00e4tzlich passiert erst mal nichts, da ihn ja niemand kennt. Er k\u00f6nnte Personen begegnen, die ihn als zehnj\u00e4hrigen kennen, aber das ist nebens\u00e4chlich.<br \/>\nDas Problem besteht nun darin, dass er sich selbst begegnet. Er geht zu seinem Elternhaus und sieht dort einen kleinen Jungen im Garten sitzen. Er geht auf ihn zu und will ihn ansprechen, aber es geht nicht.<br \/>\nEr kann ihn nicht erreichen, weil er gar nicht an diesem Ort sein kann. Es ist nicht m\u00f6glich, dass er als drei\u00dfigj\u00e4hriger gleichzeitig bei seinem zehnj\u00e4hrigen Ich steht.<\/p>\n<p>Warum II ?<br \/>\nGehen wir an den Punkt, als Leo zehn Jahre alt war, also zum 01.08.1996. Die Zeit vergeht fortw\u00e4hrend, Leo wird Tag um Tag, Stunde um Stunde \u00e4lter. Die Erde dreht sich munter weiter um die Sonne und so verstreicht ein Tag um den anderen.<br \/>\nEinen Tag sp\u00e4ter, am 02.08.1996 kann Leo unm\u00f6glich wieder zur\u00fcck zum Ausgangspunkt; dieser Moment ist vorbei. Also ist es ihm auch zwanzig Jahre sp\u00e4ter nicht m\u00f6glich, dorthin zur\u00fcck zu kehren.<br \/>\nIn diesem Moment, wo ich diesen Text schreibe, kann ich zwar mit dem Cursor zur\u00fcck zu Zeile 1 springen, aber ich kann mich nicht r\u00fcckw\u00e4rts in der Zeit bewegen, weil eben die erlebten Momente vorbei sind. Der Sprung mit dem Cursor zu Zeile 1 ist kein Zeitsprung, weil er in einem neueren Moment stattfindet, als zu dem Zeitpunkt, wo Zeile 1 verfasst wurde.<\/p>\n<p>Jeder unserer erlebbaren Momente ist einzigartig, einmalig. Mit jeder Sekunde, die vergeht, schreitet auch der Alterungsprozess voran, sowohl der unseres K\u00f6rpers, als auch der aller K\u00f6rper um uns herum, das Universum eingeschlossen. Eine Zelle, die gealtert ist, l\u00e4sst sich nicht mehr in den urspr\u00fcnglichen Ausgangszustand zur\u00fcck versetzen.<br \/>\nUm in der Zeit zur\u00fcck zu reisen, m\u00fcsste man daf\u00fcr sorgen, dass alle biologischen Ereignisse, die seit einem bestimmten Zeitpunkt geschehen sind, sich wieder umkehren lassen.<br \/>\nBei einem Rekorder nennt man so etwas \u201ezur\u00fcckspulen\u201c. Das geht zwar mit einem Tonband und dessen Aufzeichnung, aber nicht mit der Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t ist keine Aufzeichnung und ihre Momente, die sich aneinander reihen, sind fl\u00fcchtig. Sie passieren \u2013 und sind weg!<br \/>\nEinen Ball, den ich in die Luft werfe, werde ich nicht mehr auf gleichem Weg zur\u00fcck erhalten. Ich muss schon zu dem Ball hingehen und ihn wieder aufheben.<br \/>\nLeo kann also unm\u00f6glich zu seinem j\u00fcngeren Ich reisen. Er kann auch nicht in der damaligen Umgebung existent sein.<br \/>\nAngenommen, wir lassen ihn theoretisch dorthin reisen, dann er\u00fcbrigt sich schon wieder jeder weitere Gedankengang. Leo m\u00fcsste theoretisch alle Abl\u00e4ufe in der Zeit, alle vergangenen Momente \u201ezur\u00fcckspulen\u201c k\u00f6nnen. Aber dann w\u00fcrde er am 01.08.1996 ebenfalls wieder als zehnj\u00e4hriger existieren, ohne sein j\u00fcngeres Ich zu Gesicht zu bekommen; das ist er ja dann selbst und das drei\u00dfigj\u00e4hrige Ich ist verschwunden.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in die Zukunft<br \/>\nWie siehts denn nun mit einer Reise in die Zukunft aus?<br \/>\nDas ist f\u00fcr mich noch unm\u00f6glicher als das \u201ezur\u00fcckspulen\u201c in die Vergangenheit.<br \/>\nDie Augenblicke, die ich gerade erlebe, entstehen ja Jetzt, und sind quasi augenblicklich wieder verschwunden. Sekunde um Sekunde reiht sich aneinander und bringt uns immer weiter auf unserem Erlebnisstrahl, aber da das zuk\u00fcnftige ja noch gar nicht geschehen ist, kann ich auch unm\u00f6glich schon dorthin reisen. Wir bewegen uns in unserem eigenen \u201eZeitraum\u201c und nehmen diesen permanent mit, k\u00f6nnen aber keinen Sprung in einen sp\u00e4teren \u201eZeitraum\u201c machen.<\/p>\n<p>Warum III ?<br \/>\nEs w\u00e4re nat\u00fcrlich Klasse, auch in die Zukunft reisen zu k\u00f6nnen. Zum einen aus reiner Neugier, wie sich denn so alles entwickelt, aber vielleicht auch aus pragmatischen Gr\u00fcnden, um sein pers\u00f6nliches Sterbedatum zu erfahren und im Jetzt daf\u00fcr irgendwas zu planen.<br \/>\nUnd jetzt kommt da wieder mein ber\u00fchmtes \u201eAber\u201c, welches mir dabei permanent im Nacken h\u00e4ngt:<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu Leo: Er begibt sich in die Zukunft, an den Tag X , z.B. als er in ein Altenheim einzieht, weil er k\u00f6rperlich nicht mehr der fitteste ist. Soweit ganz sch\u00f6n. Da steht er nun vor seinem gealterten Ich und\u2026.kann schon wieder keinen Kontakt herstellen, weil er gar nicht an diesem Ort sein kann (genau wie wir die biologische Uhr nicht zur\u00fcckspulen k\u00f6nnen, so k\u00f6nnen wir sie auch nicht vorspulen).<\/p>\n<p>Ein kleiner Ausflug in die Science-Fiction:<br \/>\nWir alle existieren gar nicht physisch, sondern sind nur Konstrukte eines \u00fcbergeordneten Systems, welches uns die Realit\u00e4t vorgaukelt. Ein Grund daf\u00fcr k\u00f6nnte sein, dass au\u00dferirdische Lebensformen eines Tages unsere vollkommen zerst\u00f6rte Erde gefunden h\u00e4tten und aus den \u00fcbriggebliebenen Resten das fr\u00fchere Leben auf der Erde rekonstruiert haben.<br \/>\nSie \u201eerschafften\u201c uns neu als k\u00fcnstliche Intelligenzen und lie\u00dfen uns unseren pers\u00f6nlichen Lebenslauf erneut erleben.<br \/>\nDas ganze verkn\u00fcpft mit der M\u00f6glichkeit, eigene Gedanken dazu zu entwickeln.<br \/>\nDann h\u00e4tten wir sehr wahrscheinlich auch irgendwann den Gedanken an Zeitreisen und unsere \u201eErschaffer\u201c k\u00f6nnten uns dies erm\u00f6glichen, indem sie uns eine Zeitmaschine konstruieren lassen, in Wirklichkeit aber in unseren Gehirnen nur die Aufzeichnung wahlweise vor- oder zur\u00fcckspulen w\u00fcrden.<br \/>\nWir w\u00fcrden denken, es sei eine Zeitreise.<br \/>\n(Interessanter Nebeneffekt: Dann w\u00fcrde der Glaube an einen Gott auch einen Sinn ergeben&#8230;)<\/p>\n<p>Da wir aber gl\u00fccklicherweise nicht fremdgesteuert sind (was ich von einigen Mitbewohnern dieses Planeten nicht behaupten kann), k\u00f6nnen wir nur das erleben, was gerade im Augenblick passiert. Das Ganze ist gedanklich schon sehr kompliziert, aber aus meiner Sicht heraus ergibt sich nur diese eine L\u00f6sung: Es geht nicht!<\/p>\n<p>Ab ins Universum!<br \/>\nGehen wir nun mal in die gro\u00dfen Regionen. Auch hier hat alles mal angefangen und seither schreitet auch dort die Zeit Sekunde um Sekunde fort, Planeten, ja sogar ganze Galaxien, entstehen und vergehen wieder. Dies ist nun mal das alles beherrschende Prinzip unseres Lebensraums (zu dem ich nat\u00fcrlich unser Universum dazu z\u00e4hle, schlie\u00dflich sind wir ein Teil davon) . Somit ist f\u00fcr mich klar: An einen Punkt in der Vergangenheit k\u00f6nnen wir auch hier nicht zur\u00fcckkehren, denn er ist unwiederbringlich vorbei.<br \/>\nEs erreicht uns zwar Licht aus vergangenen Zeiten, wodurch wir die faszinierenden Bilder z.B. von Hubble sehen k\u00f6nnen, aber wir k\u00f6nnen uns eben nicht auf diesen Lichtstrahl schwingen und dorthin zur\u00fcck reisen, weil der Ort, den wir heute auf den Bildern der Teleskope sehen, evtl. schon gar nicht mehr existiert oder sich vollkommen ver\u00e4ndert hat.<br \/>\nUnd wenn wir dies mit Ultra-Super-Warpantrieb machen \u2013 vorbei ist vorbei!<\/p>\n<p>Und mit Speed durch die Zeit?<br \/>\nEs gibt ja diesen Versuch zweier Wissenschaftler ( https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hafele-Keating-Experiment), dass Reisen in die Zukunft theoretisch m\u00f6glich seien.<br \/>\nAber auch da setzt mein gesunder Menschenverstand wieder ein und sagt: Stop!<\/p>\n<p>Was ist dort passiert? Weil die beiden eine bestimmte Strecke zur\u00fcckgelegt haben und nun ihre Uhren bei der R\u00fcckkehr nach gehen, soll das eine Zeitreise gewesen sein? Es hat sich sowohl die Zeit der Wissenschaftler im Flugzeug, als auch die auf der Erde, weiterbewegt. Ihre Uhren gehen nach, aber da sie sich selbst in dieser \u201eZukunft\u201c nicht begegnen k\u00f6nnen, ist das auch keine Zeitreise. F\u00fcr mich ist das nur die unterschiedliche Wahrnehmung zweier Objekte.<\/p>\n<p>Oder: Schicken wir Leo mit \u00dcberlichtgeschwindigkeit ins All. Er ist tausend Jahre unterwegs, w\u00e4hrend f\u00fcr ihn vielleicht nur siebzig Jahre vergangen sind.<br \/>\nEr kommt wieder zur\u00fcck, ist ein alter Mann und findet evtl. gar keine Erde mehr vor, weil sie in der Zwischenzeit explodiert ist (wer wei\u00df, was so alles in der Zukunft passiert). Ach ja, ich verga\u00df seinen Zwillingsbruder. Der existiert nat\u00fcrlich auch nicht mehr \u2013 logisch, da ja die Zeit etwas schneller vorangeschritten ist als f\u00fcr Leo.<br \/>\nParadox ist dies absolut nicht, da jeder der beiden seinen eigenen \u201eZeitraum\u201c besitzt und in diesem existiert.<\/p>\n<p>Zeitr\u00e4ume<br \/>\nWie ich schon beschrieben habe, bewegen wir alle uns in jeweils eigenen Zeitr\u00e4umen. F\u00fcr mich ist der \u201eZeitraum\u201c nicht einfach nur ein praktisches Wort, um irgendwelche vergangenen Zeiten zu beschreiben.<br \/>\nVielmehr sehe ich einen Zeitraum als eine Art unsichtbaren Ballon an, innerhalb dessen wir eingebettet sind und diesen auch nicht verlassen k\u00f6nnen. Egal, wohin wir uns auch bewegen, wir nehmen diesen \u201eZeitraum\u201c immer mit. Mache ich nun eine Reise, z.B. zu meiner Family nach Florida, so erlebe ich einen Zeitunterschied von sechs Stunden. Dort angekommen, bin ich sechs Stunden hinter der Zeit meines Heimatortes, bin aber deswegen kein St\u00fcck j\u00fcnger geworden (was ja echt Klasse w\u00e4re!). Nein, ich bin immer noch der selbe wie vorher, altere auf meiner ganz pers\u00f6nlichen Zeitschiene, die innerhalb meines \u201eZeitraumes\u201c existiert.<br \/>\nJetzt k\u00f6nnte ich ja hingehen und sagen, meine Schwester sei sechs Stunden j\u00fcnger als ich, eben wegen dieses Zeitunterschiedes. Dies ist aber auch nicht der Fall, da sie im Jahre 1961 geboren wurde und ab dort ihren eigenen \u201eZeitraum\u201c mit sich nimmt, genau wie ich, der 1962 geborene. Wir haben einen Altersunterschied von einem Jahr, aber keinen Zeitunterschied. Da wir beide auf dem gleichen Planeten leben, der nat\u00fcrlich ebenfalls seinen \u201eZeitraum\u201c besitzt und wir mittendrin, so werde ich also nicht \u00e4lter oder j\u00fcnger, wenn ich mit dem Flugzeug reise.<br \/>\nDiese \u201eZeitr\u00e4ume\u201c sind imagin\u00e4re Konstrukte, aber ich k\u00f6nnte sie mir sehr gut als \u201eenergetisches Konzept\u201c vorstellen, das irgendwie existiert.<\/p>\n<p>Wurml\u00f6cher<br \/>\nIch habe ja v\u00f6llig die Wurml\u00f6cher vergessen, die ebenfalls theoretisch existieren. Wenn ich diese Objekte in meine \u00dcberlegungen einbeziehe, dann k\u00f6nnte die ganze Sache deutlich anders aussehen.<br \/>\nNochmal zur\u00fcck zu Leo. Er startet wieder ins All mit Super-Warp-Antrieb zum gleichen Ziel wie vorhin, hat aber jetzt die M\u00f6glichkeit, den \u201eZeitraum\u201c der Erde zu dehnen.<br \/>\nStellen wir uns dazu den \u201eZeitraum\u201c der Erde als einen Ballon vor, wir alle um ihn herum in eigenen, kleinen \u201eZeitraum-Ballons\u201c. Leo schafft es nun, seinen Ballon mit dem der Erde zu verbinden, eine Art \u00dcbergang zu schaffen und startet ins All.<br \/>\nSomit zieht er den Ballon der Erde in die L\u00e4nge (und schafft damit eine Art Wurmloch), nimmt einen Teil davon mit sich mit und ist verbunden mit dem \u201eZeitraum\u201c der Erde.<br \/>\nWenn er nun nach seiner Reise zur\u00fcckkehrt, die (wir erinnern uns f\u00fcr ihn nur siebzig Jahre, f\u00fcr die Erde aber tausend Jahre dauerte) ,so sind jetzt f\u00fcr beide nur siebzig Jahre vergangen, weil er durch die direkte Verbindung der \u201eZeitr\u00e4ume\u201c von sich und der Erde vor\u00fcbergehend einen neuen \u201eZeitraum\u201c geschaffen hat. In eine Vergangenheit oder Zukunft ist er aber auch hier nicht gereist.<br \/>\nSomit w\u00e4re es aber zumindest m\u00f6glich, in der Theorie ein Wurmloch zu schaffen, um zwischen zwei sehr weit entfernten Punkten hin und her zu reisen. Wobei das Wurmloch kein \u201eLoch\u201c im eigentlichen Sinne ist, sondern eher ein Schlauch mit einem Anfang und einem Ende, dem Aussehen nach eben ein Wurm.<\/p>\n<p>Schlussendlich werden Zeitreisen zum vergangenen oder zuk\u00fcnftigen Ich immer Theorie bleiben. Allerdings bieten sie unendlich viel Stoff f\u00fcr alle m\u00f6glichen Geschichten und daher sind sie immer einen Gedankengang wert. Und sollten wir wirklich von einer \u00fcbergeordneten Instanz gesteuert werden, dann gr\u00fc\u00dfe ich mal sch\u00f6n, denn die lesen garantiert mit!<\/p>\n<p>Und: In der Vergangenheit schwelgen bzw. sich eine sch\u00f6ne Zukunft ausmalen, macht doch auch Spa\u00df!<\/p>\n<p>Deshalb bleibe ich da, wo ich jetzt bin; in der Gegenwart und genie\u00dfe es, mich in diesen gedanklichen Welten treiben zu lassen.<br \/>\nWir sehen uns\u2026.vielleicht in der Zukunft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis: Dieser Artikel ist ein Beitrag zum ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb 2016. Hinweise zum Ablauf des Bewerbs und wie ihr dabei Abstimmen k\u00f6nnt findet ihr hier. Das sagt der Autor des Artikels, Coby44, \u00fcber sich: Keine Angabe &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; Zeitreisen \u2013 hin und zur\u00fcck zum eigenen Ich ? 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