{"id":23005,"date":"2016-08-13T09:03:57","date_gmt":"2016-08-13T07:03:57","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2016\/08\/13\/sensation-medien-haben-das-mit-der-zweiten-erde-immer-noch-nicht-kapiert\/"},"modified":"2025-05-14T16:17:31","modified_gmt":"2025-05-14T14:17:31","slug":"sensation-medien-haben-das-mit-der-zweiten-erde-immer-noch-nicht-kapiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2016\/08\/13\/sensation-medien-haben-das-mit-der-zweiten-erde-immer-noch-nicht-kapiert\/","title":{"rendered":"Sensation! Medien haben das mit der &#8222;zweiten Erde&#8220; immer noch nicht kapiert!"},"content":{"rendered":"<p>Einen <b>Sensationsfund im All<\/b> verk\u00fcndet der <i>Spiegel<\/i> heute (Spiegel 33\/13.8.2016). Denn: <i>&#8222;Proxima Centauri, der n\u00e4chstgelegene Fixstern, wird offenbar von einem erd\u00e4hnlichen Planeten umkreist.&#8220;<\/i> Ja, das w\u00e4re tats\u00e4chlich eine Sensation. Die eigentliche Sensation ist aber die Tatsache, dass die Medien die Sache mit der &#8222;zweiten Erde&#8220; immer noch nicht kapiert haben. Mir vergeht ja langsam ein wenig die Lust, immer den Spielverderber spielen zu m\u00fcssen. Als <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2011\/08\/27\/die-zweite-erde-wurde-entdeckt-schon-wieder\/\">2011 eine &#8222;zweite Erde&#8220; entdeckt wurde<\/a>, habe ich erkl\u00e4rt warum das nicht stimmt. Als <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2012\/02\/03\/gj-667c-b-eine-habitable-supererde\/\">2012 erneut die Entdeckung einer &#8222;zweiten Erde&#8220; verk\u00fcndet wurde<\/a>, habe ich erkl\u00e4rt warum das nicht stimmt. Ich habe es <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2014\/04\/22\/kepler-186f-die-zweite-erde-wurde-noch-nicht-entdeckt\/?all=1\">2014 getan<\/a> und <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2015\/07\/23\/kepler-452b-die-zweite-erde-die-schon-wieder-mal-keine-zweite-erde-ist\/?all=1\">2015 erkl\u00e4rt warum die von den Medien gefeierte &#8222;zweite Erde&#8220;<\/a> keine solche ist. Und 2016 ist es wohl wieder so weit&#8230;<\/p>\n<figure id=\"attachment_22850\" aria-describedby=\"caption-attachment-22850\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/New_shot_of_Proxima_Centauri_our_nearest_neighbour.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/New_shot_of_Proxima_Centauri_our_nearest_neighbour.jpg\" alt=\"Proxima Centauri, unser Nachbarstern (Bild: ESA\/Hubble &amp; NASA)\" width=\"500\" height=\"375\" class=\"size-medium wp-image-22850\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-22850\" class=\"wp-caption-text\">Proxima Centauri, unser Nachbarstern (<a href=\"https:\/\/www.spacetelescope.org\/images\/potw1343a\/\">Bild: ESA\/Hubble &#038; NASA<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es geht um <i>Proxima Centauri<\/i>. Ein ganz besonderer Stern; n\u00e4mlich der Stern, der unserer eigenen Sonne am n\u00e4chsten liegt. Nur knapp 4 Lichtjahre trennen uns von unserem Nachbarn, einem kleinen roten Zwergstern. Mit freiem Auge ist er am Himmel nicht zu sehen, aber die Astronomen haben ihm trotzdem ihre Aufmerksamkeit gewidmet. Im Rahmen des <a href=\"https:\/\/palereddot.org\/de\/\">&#8222;Pale Red Dot&#8220;<\/a>-Projekts haben Wissenschaftler der Europ\u00e4ischen S\u00fcdsternwarte ESO den Stern <a href=\"https:\/\/www.eso.org\/public\/announcements\/ann16002\/\">seit Anfang des Jahres beobachtet<\/a>. Mit dem Ziel, dort Planeten zu finden. Planeten bei anderen Sternen kennen wir schon ein paar Tausend, aber sie umkreisen Sterne, die weit entfernt sind. Wenn wir einen Planeten in unserer unmittelbaren Nachbarschaft h\u00e4tten, w\u00e4re das ein gro\u00dfer Fortschritt. <\/p>\n<p>Die Beobachtungskampagne scheint erfolgreich gewesen zu sein, wie der <i>Spiegel<\/i> verk\u00fcndet. Allerdings, ohne gro\u00dfartig viele konkrete Daten zu nennen. Der Artikel erkl\u00e4rt weder, wie gro\u00df und schwer der Planet ist, noch gibt es Informationen \u00fcber seine Umlaufbahn. Das liegt vor allem daran, dass diese Daten auch noch gar nicht ver\u00f6ffentlicht worden sind. Der Spiegel-Artikel von <i>Olaf Stampf<\/i> bezieht sich auf die Aussage eines &#8222;Astrophysiker[s], der an der Suche beteiligt war&#8220;. Die Europ\u00e4ische S\u00fcdsternwarte selbst sagt (noch) gar nichts. Sie best\u00e4tigt die Meldung nicht und dementiert sie auch nicht sondern stellt nur fest, dass sie eventuelle Entdeckungen zu gegebener Zeit publizieren wird. <\/p>\n<p>Da also noch keine wissenschaftliche Facharbeit vorliegt, kann man auch noch nichts seri\u00f6ses \u00fcber den potentiellen Planeten von Proxima Centauri sagen. Bis auf eines: Es handelt sich nicht um die Entdeckung einer &#8222;zweiten Erde&#8220;! Das habe ich in den vergangenen Jahren ja schon oft genug erkl\u00e4rt: Um zu wissen, ob auf einem anderen Planeten \u00e4hnlich lebensfreundliche Bedingungen wie auf der Erde herrschen, braucht man gewissen Informationen. Man muss wissen, wie gro\u00df und schwer der Planet ist. Wie weit entfernt er von seinem Stern ist. Man muss ebenfalls wissen, wie seine Atmosph\u00e4re zusammengesetzt ist. Idealerweise wei\u00df man auch noch \u00fcber Ph\u00e4nomene wie tektonische Aktivit\u00e4t oder ein Magnetfeld Bescheid. Denn all das bestimmt die Bedingungen auf der Oberfl\u00e4che und die Lebensfreundlichkeit.<\/p>\n<figure id=\"attachment_22858\" aria-describedby=\"caption-attachment-22858\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/palereddot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/palereddot.jpg\" alt=\"Bild: ESO\/Pale Red Dot\" width=\"500\" height=\"333\" class=\"size-medium wp-image-22858\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-22858\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/www.eso.org\/public\/images\/ann16002a\/\">Bild: ESO\/Pale Red Dot<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit den technischen Mitteln die uns derzeit zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnen wir das aber gar nicht feststellen. Wir k\u00f6nnen nur messen wie gro\u00df und schwer ein Planet ist und wie weit er sich von seinem Stern befindet. Daraus k\u00f6nnen wir berechnen, ob der Planet <i>vielleicht<\/i> eine feste Oberfl\u00e4che so wie die Erde hat und ob dort <i>theoretisch<\/i> Temperaturen herrschen <i>k\u00f6nnten<\/i>, die die Existenz von fl\u00fcssigem Wasser erlauben. Aber ohne die restlichen Parameter zu kennen, hilft uns das in Sachen &#8222;zweiter Erde&#8220; nicht viel. Wenn wir in unserem Sonnensystem nur die Gr\u00f6\u00dfen, Massen und Abst\u00e4nde der Planeten betrachten, w\u00fcrden wir zu dem Schluss kommen das Venus, Erde und Mars potentielle &#8222;zweite Erden&#8220; mit lebensfreundlichen Bedingungen sind. In der Realit\u00e4t trifft das aber nur auf die Erde zu; Mars und <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=22736\">vor allem Venus<\/a> sind absolut lebensfeindliche Umgebungen, was wir aber erst durch eine Analyse ihrer Atmosph\u00e4ren und der andere oben genannten Parameter feststellen konnten.<\/p>\n<p>Wir wissen also noch viel zu wenig \u00fcber den Planeten von Proxima Centauri, um ihn zu einem lebensfreundlichen Planeten zu erkl\u00e4ren. Der Spiegel-Artikel erkl\u00e4rt auch, dass er mit der sogenannten <i>Radialgeschwindigkeitsmethode<\/i> entdeckt wurde (<a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=9114\/?all=1\">die ich hier genauer erkl\u00e4rt haben<\/a>). Diese Methode ist wunderbar erfolgreich wenn es darum geht Planeten zu entdecken. Aber mit ihr ist es nicht m\u00f6glich, die Gr\u00f6\u00dfe eines Planeten zu bestimmen. Und selbst die Masse l\u00e4sst sich nur innerhalb gewisser Grenzen bestimmen (warum das so ist, <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/die-gleichung-fuer-exoplaneten\/1410382\">habe ich hier erkl\u00e4rt<\/a>). <\/p>\n<p>Und genaugenommen ist noch nicht einmal sicher, ob da \u00fcberhaupt ein Planet ist! Der anonyme Astronom aus dem Spiegel-Artikel sagt <i>&#8222;Wir bewegen uns an der Grenze des messtechnisch Machbaren.&#8220;<\/i>. Manche erinnern sich vielleicht: 2012 wurde schon mal <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2016\/01\/23\/auf-der-suche-nach-planeten-bei-alpha-centauri\/\">die Entdeckung eines Planeten in unserer Nachbarschaft verk\u00fcndet<\/a>; diesmal bei <i>Alpha Centauri<\/i>, der ein klein wenig weiter weg ist als Proxima Centauri. Auch da bewegte man sich an der Grenze des Messbaren und tats\u00e4chlich stellte sich der &#8222;Planet&#8220; sp\u00e4ter als Messfehler heraus.<\/p>\n<p>Aber selbst wenn wir davon ausgehen, dass der Planet existiert (was ich f\u00fcr durchaus plausibel halte) und selbst wenn wir davon ausgehen, dass er die richtige Gr\u00f6\u00dfe und Masse und den richtigen Abstand hat, dann w\u00e4re es dort mit hoher Wahrscheinlichkeit immer noch sehr ungem\u00fctlich. Da Proxima ein so kleiner Stern ist, muss der Planet ihm sehr nahe sein, um genug W\u00e4rme abzukriegen. Proxima ist aber auch ein sehr aktiver Stern, der immer wieder massive Aktivit\u00e4tsausbr\u00fcche hat; viel st\u00e4rker als unsere Sonne. Das alles macht es zweifelhaft, ob dort \u00fcberhaupt lebensfreundliche Planeten existieren k\u00f6nnen (\u00fcber Proxima Centauri und die Bedingungen dort <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2015\/01\/30\/sternengeschichten-folge-114-proxima-centauri-der-sonnennaechste-stern\/\">habe ich hier mehr erz\u00e4hlt<\/a>).<\/p>\n<p>Das alles hindert den <i>Spiegel<\/i> aber nicht daran, gleich im ersten Absatz seines Artikels dar\u00fcber zu spekulieren, wie die &#8222;Tiere und Pflanzen&#8220; auf Proximas Planet aussehen w\u00fcrden: <i>&#8222;Nur mit dunkler F\u00e4rbung w\u00e4ren die Alien-Gew\u00e4chse in der Lage, das schummrige Sternenlicht f\u00fcr ihre Fotosynthese zu nutzen.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Es ist schon ein ziemlich gewagter Schritt: Von der anonymen Ank\u00fcndigung der Entdeckung eines Planeten dessen Existenz nicht best\u00e4tigt ist und auf dem absolut lebensfeindliche Bedingungen herrschen k\u00f6nnen zu &#8222;Alien-Gew\u00e4chsen&#8220; und &#8222;exotischen Organismen&#8220; (Immerhin wird dann im weiteren Text aber noch erw\u00e4hnt, dass man erst zuk\u00fcnftige Atmosph\u00e4renanalysen abwarten muss, um wirklich zu wissen, wie es dort aussieht). Und auch ein weiteres Standard-Element aller &#8222;Zweite Erde wurde entdeckt&#8220;-Artikel darf im <i>Spiegel<\/i> nat\u00fcrlich nicht fehlen: Berechnungen, wie lange denn nun Astronauten brauchen w\u00fcrden, um dorthin zu fliegen&#8230; <\/p>\n<figure id=\"attachment_14570\" aria-describedby=\"caption-attachment-14570\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_3142-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_3142-scaled.jpg\" alt=\"Immer wieder...\" width=\"500\" height=\"375\" class=\"size-medium wp-image-14570\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14570\" class=\"wp-caption-text\">Immer wieder&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ich habe ja schon \u00f6fter erkl\u00e4rt, warum mich diese Fixierung der Medien auf die &#8222;zweite Erde&#8220; so sehr st\u00f6rt. Einmal ist es nat\u00fcrlich einfach schlechter Journalismus, wenn man die Fakten auf diese Weise interpretiert und nicht ber\u00fccksichtigt, dass wir noch keine M\u00f6glichkeit haben die Bedingungen auf anderen Planeten zu untersuchen. Aber es ist auch schlecht f\u00fcr die Wissenschaft selbst, wenn st\u00e4ndig die &#8222;Entdeckung&#8220; von irgendwas verk\u00fcndet wird, das weder entdeckt wurde noch (derzeit) entdeckt werden kann. Denn <i>wenn<\/i> dann mal eine echte zweite Erde gefunden wird (und das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit im n\u00e4chsten Jahrzehnt passieren), dann interessiert auf einmal keinen mehr. Bzw. die Leute sind verwirrt (so wie das ja auch beispielsweise bei den ewigen &#8222;Wasser auf dem Mars!&#8220;-Schlagzeilen der Fall ist). <\/p>\n<p>Vor allem aber \u00e4rgert mich eines: Dass bei der Fixierung auf die &#8222;zweite Erde&#8220; und au\u00dferirdisches Leben die ganze interessante Wissenschaft ignoriert wird! Es gibt so viel mehr \u00fcber die all die Planeten da drau\u00dfen im Universum zu wissen als nur ob es sich um eine &#8222;zweite Erde&#8220; handelt! Dort warten <i>v\u00f6llig andere Welten<\/i> auf uns; Welten die sich massiv von der Erde und den anderen Planeten in unserem Sonnensystem unterscheiden. Ja, wir k\u00f6nnen darauf vielleicht nicht leben (was sowieso egal ist weil wir in absehbarer Zukunft keine M\u00f6glichkeit haben sie zu erreichen) &#8211; aber ihre Erforschung kann uns die grandiose Vielfalt n\u00e4her bringen, die in unserem Universum herrscht! <\/p>\n<p>Wenn da tats\u00e4chlich ein Planet unseren Nachbarstern umkreist, dann w\u00e4re das tats\u00e4chlich eine Sensation. Wir h\u00e4tten eine wunderbare M\u00f6glichkeit, mehr \u00fcber die fremden Welten zu erfahren und das ganz in unserer N\u00e4he. Es w\u00e4re eine Sensation \u00fcber die zu berichten sich lohnt. Aber wenn weiterhin das ganze Interesse der Medien nur der &#8222;zweiten Erde&#8220; gilt, dann besteht die Gefahr, dass diese Sensation &#8211; wenn sie dann irgendwann mal offiziell von der ESO verk\u00fcndet wird &#8211; keinen mehr interessiert. Weil es halt dann doch nichts mit &#8222;Alien-Gew\u00e4chsen&#8220; zu tun hat&#8230;<\/p>\n<p>Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, ob, wann und vor allem was die Europ\u00e4ische S\u00fcdsterwarte ver\u00f6ffentlichen wird. Eine neue Welt bei Proxima Centauri w\u00e4re gro\u00dfartig. V\u00f6llig egal, ob es eine &#8222;zweite Erde&#8220; ist oder nicht!<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/96ae61320c9048219114b9b0485625a5\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen Sensationsfund im All verk\u00fcndet der Spiegel heute (Spiegel 33\/13.8.2016). 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