{"id":22896,"date":"2016-06-17T06:02:18","date_gmt":"2016-06-17T04:02:18","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2016\/06\/17\/sternengeschichten-folge-186-giuseppe-piazzi-und-der-erste-asteroid\/"},"modified":"2025-05-14T16:17:12","modified_gmt":"2025-05-14T14:17:12","slug":"sternengeschichten-folge-186-giuseppe-piazzi-und-der-erste-asteroid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2016\/06\/17\/sternengeschichten-folge-186-giuseppe-piazzi-und-der-erste-asteroid\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 186: Giuseppe Piazzi und der erste Asteroid"},"content":{"rendered":"<p>Ob Italien bei der Fu\u00dfballeuropameisterschaft Erster wird, muss sich noch zeigen. In der Astronomie hat ein Italiener aber schon 1801 als Erster etwas v\u00f6llig Neues erreicht. Giuseppe Piazzi entdeckte einen neuen Himmelsk\u00f6rper. Nicht nur das &#8211; er fand sogar eine v\u00f6llig neue Art von Himmelsk\u00f6rpern: Die Asteroiden. Und so wie im Fu\u00dfball gab es auch damals gleich einmal Streit mit Deutschland&#8230;<\/p>\n<p>Mehr <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/category\/wissenschafts-em\/\">Wissenschaft zur Fu\u00dfball-EM gibts hier<\/a>. Und wie immer gibt es weiter unten eine Transkription des Podcasts.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-12938\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Folge k\u00f6nnt ihr euch hier direkt als <a href=\"https:\/\/youtu.be\/aROLfDy-ols\">YouTube-Video<\/a> ansehen oder <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podspot.de\/files\/186-SternengeschichtenFolge186.mp3\">direkt runterladen<\/a>. <\/p>\n<p>Den Podcast k\u00f6nnt ihr unter <\/p>\n<p><center><a href=\"https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten\">https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten<\/a><\/center><\/p>\n<p>abonnieren beziehungsweise auch bei <a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a> via Torrent beziehen.<\/p>\n<p>Am einfachsten ist es, wenn ihr euch <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=de.danoeh.antennapodsp.sternengeschichten\">die &#8222;Sternengeschichten-App&#8220; f\u00fcrs Handy<\/a> runterladet und den Podcast damit anh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Sternengeschichten gibts nat\u00fcrlich auch bei iTunes (wo ich mich immer \u00fcber Rezensionen und Bewertungen freue) und alle Infos und Links zu den vergangenen Folgen findet ihr unter <a href=\"https:\/\/www.sternengeschichten.org\">https:\/\/www.sternengeschichten.org<\/a>.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich gibt es die Sternengeschichten auch <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">bei Facebook<\/a> und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">bei Twitter<\/a>.<\/p>\n<p><center><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/aROLfDy-ols?showinfo=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p><b>Transkription<\/b><\/p>\n<p>Sternengeschichten Folge 186: Giuseppe Piazzi und der erste Asteroid<\/p>\n<p><i>&#8222;Was f\u00fcr eine Geschichte, f\u00fcr die sich dieser unbesonnene Mann verantworten muss!&#8220;<\/i>, schrieb der K\u00f6nigliche Astronom Nevil Maskelyne aus England im Sommer des Jahres 1801. Die &#8222;Geschichte&#8220; war der erste Asteroid und der &#8222;unbesonnene Mann&#8220; der Italiener Guiseppe Piazzi. Und Maskelynes Urteil vielleicht ein klein wenig ungerecht, wenn auch nicht v\u00f6llig aus der Luft gegriffen. Denn Piazzi hatte tats\u00e4chlich einen gro\u00dfartigen Fund gemacht, den er aber fast wieder verloren h\u00e4tte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_22524\" aria-describedby=\"caption-attachment-22524\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Giuseppe_Piazzi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Giuseppe_Piazzi.jpg\" alt=\"Giuseppe Piazzi\" width=\"500\" height=\"636\" class=\"size-medium wp-image-22524\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-22524\" class=\"wp-caption-text\">Giuseppe Piazzi<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gioacchino Giuseppe Maria Ubaldo Nicol\u00f2 Piazzi wurde am 16. Juli 1746 in Ponte in Valtellina geboren, einem kleinen Dorf in der Lombardei, das heute in Norditalien, direkt an der Grenze zur Schweiz liegt. Seine gro\u00dfe Entdeckung machte er allerdings am anderen Ende des Landes, auf der Sternwarte der Insel Sizilien. <\/p>\n<p>Dazwischen lag eine f\u00fcr einen Astronomen eher untypische Ausbildung. Als zweitj\u00fcngstes Kind in einer Familie mit 10 Kindern tat Piazzi das, was junge Kinder gro\u00dfer Familien damals oft taten und wurde Priester. Er trat dem M\u00f6nchsorden der Theatiner bei, musste aber zwischendurch auch eine wissenschaftliche Ausbildung absolviert haben, denn er wurde von seinen Vorgesetzten beauftragt, Mathematik zu unterrichten. 1781 wurde er dann sogar zum Professor f\u00fcr Mathematik an der neugegr\u00fcndeten Universit\u00e4t von Palermo ernannt und 1787 Professor f\u00fcr Astronomie, obwohl er bis dahin h\u00f6chstens ein engagierter Amateuerastronom war. <\/p>\n<p>Das hielt Piazzi aber nicht davon ab, hervorragende Arbeit zu leisten. Er wurde mit der Gr\u00fcndung einer neuen Sternwarte in Palermo beauftragt und reiste dazu nach Paris und London, um dort nicht nur Kontakte mit den f\u00fchrenden Astronomen der damaligen Zeit zu kn\u00fcpfen sondern auch Instrumente f\u00fcr die Sternwarte zu besorgen. <\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Palermo begann er damit, die Positionen von Sternen zu vermessen und einen neuen Katalog zu erstellen, der 7646 Sternpositionen in bisher ungekannter Pr\u00e4zession enthielt. W\u00e4hrend dieser Arbeit machte er auch die Entdeckung, f\u00fcr die er bis heute ber\u00fchmt ist.<\/p>\n<p>Am 1. Januar 1801 war er gerade dabei, ein paar Sterne im Sternbild Stier zu beobachten. Dabei fiel ihm ein schwach leuchtendes Objekt auf, dass dort eigentlich nichts zu suchen hatte. Zuerst hielt Piazzi es einfach f\u00fcr einen weiteren, bis jetzt noch nicht katalogisierten Stern. In der folgenden Nacht hatte sich seine Position allerdings ein wenig ver\u00e4ndert; ebenso in den beiden kommenden N\u00e4chten. Piazzi war klar, dass es kein Stern sein konnte. Was es aber stattdessen war, war vorerst unklar.<\/p>\n<p>Piazzi war vorsichtig und sprach \u00f6ffentlich nur von der Entdeckung eines Kometen. Dass neben Sternen und Planeten auch immer wieder neue Kometen am Himmel auftauchten, war damals schon gut bekannt. Insgeheim war sich Piazzi allerdings sicher, dass es etwas anderes sein musste. Kometen erscheinen meistens als verschwommene, neblige Flecken und nicht als Lichtpunkte, wie das, was Piazzi da am Himmel sah. In einem Brief an seinen Freund den Astronomen Barnaba Oriani schrieb Piazzi daher auch:<\/p>\n<p>&#8222;Ich habe zwar bekannt gegeben, dass dieser Stern ein Komet ist, aber da dort keine nebligen Eigenschaften zu sehen sind und seine Bewegung so langsam und gleichm\u00e4\u00dfig ist, kam mir der Gedanke, dass es etwas besseres als ein Komet sein k\u00f6nnte.&#8220;<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich WAR es etwas besseres als ein Komet. Besser sogar noch als das, was Piazzi vermutete, das es war. Er dachte, er h\u00e4tte einen neuen Planet entdeckt. Dass so etwas m\u00f6glich ist und im Sonnensystem tats\u00e4chlich mehr Himmelsk\u00f6rper vorhanden sind als die, die man immer schon kannte, hatte ein paar Jahre zuvor der englische Astronom Wilhelm Herschel demonstriert, als er v\u00f6llig \u00fcberraschend den Planeten Uranus entdeckte. Und Astronomen \u00fcberall in Europa waren gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf der Suche nach einem weiteren Planeten, der sich zwischen den Bahnen des Mars und des Jupiters befinden sollte.<\/p>\n<p>Motiviert wurde diese Suche durch die sogenannte &#8222;Titius-Bode-Reihe&#8220;, \u00fcber die ich in Folge 86 der Sternengeschichten schon ausf\u00fchrlich gesprochen habe. Man dachte damals, in den Abst\u00e4nden der Planeten von der Sonne eine mathematische Regelm\u00e4\u00dfigkeit entdeckt zu haben aus der folgte, dass sich genau zwischen Mars und Jupiter noch ein weiterer gro\u00dfer Himmelsk\u00f6rper befinden muss.<\/p>\n<p>Man war so sehr davon \u00fcberzeugt, dass man die erste gro\u00dfe internationale wissenschaftliche Kooperation gr\u00fcndete, die &#8222;Himmelspolizey&#8220;. Der deutsch-\u00f6sterreichische Astronom Franz Xaver von Zach gr\u00fcndete diese Organisation im Jahr 1800 um gemeinsam mit Kollegen aus ganz Europa systematisch den Himmel nach dem vermuteten Planeten abzusuchen. Auf der Liste der beteiligten Wissenschaftler stand auch Piazzi &#8211; der aber nie eine offizielle Einladung von Zach erhielt, sich zu beteiligen und seine Arbeit in Palermo nur f\u00fcr sich allein durchf\u00fchrte.<\/p>\n<p>Der &#8222;Komet&#8220; den Piazzi entdeckte befand sich jedenfalls genau dort, wo von Zach und seine Kollegen den gesuchten Planeten vermuteten. Und als sie davon erfuhren, waren sie auch schnell bereit, das Objekt als &#8222;Planet&#8220; zu bezeichnen &#8211; an den Komet glaubte da schon l\u00e4ngst niemand. Die deutschen Astronomen hatten auch keine Hemmungen, schon \u00fcber einen Namen f\u00fcr den neuen Planeten zu spekulieren. Von Zach wollte ihn &#8222;Hera&#8220; nennen. Sein Kollege, Johann Bode, favorisierte den Namen &#8222;Juno&#8220;. Man einigte sich schlie\u00dflich auf &#8222;Hera&#8220; &#8211; dachte aber anscheinend nicht daran, auch nach der Meinung des Entdeckers zu fragen. <\/p>\n<p>Piazzi war nicht sonderlich begeistert von den Aktivit\u00e4ten der Deutschen und schrieb seinem Freund Oriani: &#8222;Wenn die Deutschen denken, sie h\u00e4tten das Recht die Entdeckung eines anderen zu benennen, dann k\u00f6nnen sie meinen neuen Stern meinetwegen nennen wie sie wollen. Ich werde ihn immer Ceres nennen und ich w\u00e4re dir sehr verbunden, wenn du und deine Kollegen das ebenfalls tun w\u00fcrden.&#8220;<\/p>\n<p>Piazzi gab seiner Entdeckung den Namen &#8222;Ceres Ferdinandea&#8220;, nach der r\u00f6misch-sizilianischen Erdg\u00f6ttin Ceres und K\u00f6nig Ferdinand dem IV von Neapel in Sizilien. Der Zusatz &#8222;Ferdinandea&#8220; wurde aber ziemlich schnell weggelassen und der Name &#8222;Ceres&#8220; setzte sich durch.<\/p>\n<p>Zwei Probleme blieben allerdings noch: Was GENAU ist das nun wirklich f\u00fcr ein Himmelsk\u00f6rper? Und viel wichtiger: WO steckt das Ding eigentlich? Denn Piazzi beobachtete Ceres nur im Januar und Februar 1801. Danach wurde er krank und danach war er mit anderer Arbeit besch\u00e4ftigt. Dann hatte sich Ceres schon so weit bewegt, dass er am Nachthimmel nicht mehr sichtbar war. Und die bis dahin gesammelten Daten waren eigentlich nicht gut genug, um seine Bahn so genau zu berechnen, um das Objekt wieder finden zu k\u00f6nnen, wenn es gegen Ende des Jahres wieder am Himmel auftauchen sollte. <\/p>\n<p>Nicht nur gab es zu wenig Beobachtungsdaten, Piazzi hatte sich auch viel Zeit damit gelassen, die Daten mit seinen Kollegen zu teilen. Das war auch der Grund f\u00fcr die Beschwerde von Nevil Maskelyne. Da hatte man nun offensichtlich einen neuen Planeten entdeckt &#8211; aber die Chancen standen gut, dass man ihn nicht mehr wieder finden w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck gab es Carl Friedrich Gauss! Dieser geniale Mathematiker h\u00f6rte von den Problemen und entwickelte eine v\u00f6llig neue Methode, um auch aus wenigen Beobachtungsdaten eine sehr genaue Umlaufbahn berechnen zu k\u00f6nnen (ich habe in Folge 118 der Sternengeschichten mehr dar\u00fcber erz\u00e4hlt). Damit war es tats\u00e4chlich m\u00f6glich, Ceres wieder zu finden. Und nicht nur das: Im M\u00e4rz 1802 entdeckte der deutsche Astronom Heinrich Olbers einen <i>zweiten<\/i> Planeten zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Der wurde Pallas genannt und man fing an dar\u00fcber zu diskutieren, ob es <i>wirklich<\/i> ein Planet war. Denn eigentlich sollte da ja nur einer sein; jetzt hatte man zwei. Und noch dazu zwei vergleichsweise kleine Planeten.<\/p>\n<p>Im Mai 1802 hielt William Herschel einen Vortrag vor seinen Wissenschaftskollegen in London und schlug dabei vor, dass es sich bei Ceres und Pallas um eine v\u00f6llig neue Art von Himmelsk\u00f6rper handeln k\u00f6nnte. Keine Planeten, keine Kometen. Sondern kleine Objekte, die im Teleskop so aussehen wie Sterne, aber keine sind. Als Name schlug er &#8222;Asteroid&#8220; vor, was so viel bedeutet wie &#8222;stern\u00e4hnlich&#8220;. <\/p>\n<p>Bis sich dieser Name durchsetze, dauerte es allerdings. Bis weit \u00fcber die Mitte des 19. Jahrhunderts hinaus wurden Ceres, Pallas und die weiteren kleinen Himmelsk\u00f6rper die man in Folge zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter fand, als &#8222;Planeten&#8220; bezeichnet. Ein klein wenig kann man das auch verstehen; die Astronomen die diese Himmelsk\u00f6rper entdeckten, wollten sicherlich alle gerne die Entdecker von echten <i>Planeten<\/i> sein und nicht von irgendwelchen Asteroiden, bei denen noch niemand richtig wusste, was das sein sollte. Und Herschel hatte leicht reden; der hatte ja immerhin schon zweifelsfrei einen Planeten entdeckt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_22523\" aria-describedby=\"caption-attachment-22523\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/dawnkrater.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/dawnkrater.jpg\" alt=\"Der Haulani Krater (34km Durchmesser) auf Ceres, fotografiert von Dawn. (Bild:  NASA\/JPL-Caltech\/UCLA\/MPS\/DLR\/IDA)\" width=\"500\" height=\"415\" class=\"size-medium wp-image-22523\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-22523\" class=\"wp-caption-text\">Der Haulani Krater (34km Durchmesser) auf Ceres, fotografiert von Dawn. (<a href=\"https:\/\/dawn.jpl.nasa.gov\/multimedia\/images\/image-detail.html?id=PIA20358\">Bild:  NASA\/JPL-Caltech\/UCLA\/MPS\/DLR\/IDA<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aber irgendwann wurde dann klar, dass es sich bei den kleinen Himmelsk\u00f6rpern nicht um Planeten handelt. Der Name &#8222;Asteroid&#8220; setzte sich durch und heute wissen wir, dass es davon Milliarden gibt, die \u00fcberall im Sonnensystem verteilt sind. Ceres, der erste Asteroid der entdeckt wurde, ist mit einem Durchmesser von 900 Kilometern der gr\u00f6\u00dfte zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Anderswo, in den \u00e4u\u00dferen Bereichen des Sonnensystems gibt es aber noch mehr und noch gr\u00f6\u00dfere Asteroiden.<\/p>\n<p>Heute wissen wir von der fundamentalen Rolle, die die Asteroiden bei der Entstehung der Planeten gespielt haben. Wir wissen, dass die Asteroiden das urspr\u00fcngliche Baumaterial sind, aus dem die Planeten erst entstehen konnten. Wir wissen, dass die Asteroiden Wasser und komplexe Molek\u00fcle auf die Erde gebracht haben und vermutlich eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Lebens auf unserem Planeten gespielt haben. Wir wissen, dass diese kleinen Himmelsk\u00f6rper enorm wichtig f\u00fcr unser Verst\u00e4ndnis des Universums sind und haben einige von ihnen mit Raumsonden besucht und aus der N\u00e4he beobachtet. Unter anderem auch Ceres. Der erste bekannte Asteroid wurde im Jahr 2015 von der Raumsonde Dawn erreicht und genau analyisiert. Wenn Giuseppe Piazzi die beeindruckenden Bilder &#8222;seines&#8220; Himmelsk\u00f6rpers noch sehen h\u00e4tte k\u00f6nnen, w\u00e4re er mit Sicherheit zufrieden gewesen und h\u00e4tte seine Vermutung best\u00e4tigt gesehen: Er hat auf jeden Fall etwas besseres als einen Kometen entdeckt! \t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/23a3d6cd4cdf491b84260e06c025a1a5\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob Italien bei der Fu\u00dfballeuropameisterschaft Erster wird, muss sich noch zeigen. In der Astronomie hat ein Italiener aber schon 1801 als Erster etwas v\u00f6llig Neues erreicht. Giuseppe Piazzi entdeckte einen neuen Himmelsk\u00f6rper. Nicht nur das &#8211; er fand sogar eine v\u00f6llig neue Art von Himmelsk\u00f6rpern: Die Asteroiden. 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