{"id":22747,"date":"2016-04-08T06:00:59","date_gmt":"2016-04-08T04:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2016\/04\/08\/sternengeschichten-folge-176-kollidierende-galaxien\/"},"modified":"2025-05-14T16:16:57","modified_gmt":"2025-05-14T14:16:57","slug":"sternengeschichten-folge-176-kollidierende-galaxien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2016\/04\/08\/sternengeschichten-folge-176-kollidierende-galaxien\/","title":{"rendered":"Sternengeschichten Folge 176: Kollidierende Galaxien"},"content":{"rendered":"<p>Wenn zwei Galaxien miteinander kollidieren; zwei Sternsysteme die aus hunderten Milliarden von Himmelsk\u00f6rpern bestehen und hunderttausende Lichtjahre gro\u00df sind, dann stellt man sich das ziemlich gewaltig vor. Das ist auch der Fall &#8211; aber die &#8222;Kollision&#8220; ist doch ganz anders, als man denken w\u00fcrde. \u00dcber diese &#8222;Kollisionen ohne Rumms&#8220; geht es in der heutigen Folge der Sternengeschichten.<\/p>\n<p>Und wie immer gibt es weiter unten eine Transkription des Podcasts.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/SG_Logo.png\" alt=\"SG_Logo\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-12938\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Folge k\u00f6nnt ihr euch hier direkt als <a href=\"https:\/\/youtu.be\/FWnf7EyZgvM\">YouTube-Video<\/a> ansehen oder <a href=\"https:\/\/sternengeschichten.podspot.de\/files\/176-SternengeschichtenFolge176.mp3\">direkt runterladen<\/a>. <\/p>\n<p>Den Podcast k\u00f6nnt ihr unter <\/p>\n<p><center><a href=\"https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten\">https:\/\/feeds.feedburner.com\/sternengeschichten<\/a><\/center><\/p>\n<p>abonnieren beziehungsweise auch bei <a href=\"https:\/\/bitlove.org\/astrodicticum\">Bitlove<\/a> via Torrent beziehen.<\/p>\n<p>Am einfachsten ist es, wenn ihr euch <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=de.danoeh.antennapodsp.sternengeschichten\">die &#8222;Sternengeschichten-App&#8220; f\u00fcrs Handy<\/a> runterladet und den Podcast damit anh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Sternengeschichten gibts nat\u00fcrlich auch bei iTunes (wo ich mich immer \u00fcber Rezensionen und Bewertungen freue) und alle Infos und Links zu den vergangenen Folgen findet ihr unter <a href=\"https:\/\/www.sternengeschichten.org\">https:\/\/www.sternengeschichten.org<\/a>.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich gibt es die Sternengeschichten auch <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sternengeschichten\">bei Facebook<\/a> und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/@sternenpodcast\">bei Twitter<\/a>.<\/p>\n<p><center><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/FWnf7EyZgvM?showinfo=0\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><br \/>\n<\/center><\/p>\n<p><b>Transkription<\/b><\/p>\n<p>Sternengeschichten Folge 176: Kollidierende Galaxien<\/p>\n<p>Wenn Asteroiden mit Planeten kollidieren, dann kracht es meistens gewaltig und im Allgemeinen geht dabei auch ziemlich viel kaputt. Bei der Kollision von Sternen mit Planeten ist es nicht anders und auch wenn Sterne mit anderen Sternen zusammensto\u00dfen &#8211; was allerdings so gut wie nie vorkommt &#8211; ist das ein gewaltiger Rumms. Wenn allerdings ganze <i>Galaxien<\/i> miteinander kollidieren, sieht die Sache v\u00f6llig anders aus. Hier kracht nichts; hier geht nichts kaputt und genau genommen st\u00f6\u00dft nicht einmal irgendwas konkret mit etwas anderem zusammen. Trotzdem sind die Begegnungen zwischen Galaxien enorm wichtig f\u00fcr die Entwicklung des Universums. Und au\u00dferdem noch \u00e4u\u00dferst interessant!<\/p>\n<figure id=\"attachment_6069\" aria-describedby=\"caption-attachment-6069\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/31561-galkol2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/31561-galkol2.jpg\" alt=\"So k\u00f6nnte der Himmel der fernen Zukunft aussehen, wenn die Andromeda-Galaxie sich anschickt, mit der Milchstra\u00dfe zu kollidieren (K\u00fcnstlerische Darstellung: NASA, ESA, Z. Levay and R. van der Marel (STScI), T. Hallas, and A. Mellinger)\" width=\"500\" height=\"281\" class=\"size-full wp-image-6069\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6069\" class=\"wp-caption-text\">So k\u00f6nnte der Himmel der fernen Zukunft aussehen, wenn die Andromeda-Galaxie sich anschickt, mit der Milchstra\u00dfe zu kollidieren (<a href=\"https:\/\/hubblesite.org\/newscenter\/archive\/releases\/2012\/20\/image\/\">K\u00fcnstlerische Darstellung: NASA, ESA, Z. Levay and R. van der Marel (STScI), T. Hallas, and A. Mellinger<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das, was Galaxien bei Kollisionen so speziell macht, ist ihre Gr\u00f6\u00dfe. Und die wahnsinnige Menge an Nichts, das sich zwischen den Sternen befindet! Eine Galaxie wie unsere Milchstra\u00dfe durchmisst \u00fcber 100.000 Lichtjahre und besteht aus ein paar hundert Milliarden Sternen. Aber all diese Sterne sind durch dutzende Lichtjahre voneinander getrennt und dazwischen findet man vielleicht ein paar Molek\u00fcle interstellare Materie aber ansonsten nicht viel. Wenn nun also zwei Galaxien miteinander zusammensto\u00dfen, dann st\u00f6\u00dft eigentlich nichts zusammen. Es gibt keine konkreten physikalischen Objekte, die aufeinander prallen. Oder wenn, dann nur in ganz seltenen F\u00e4llen und nur durch Zufall. Eine Ausnahme machen die zentralen schwarzen L\u00f6cher, aber dazu komme ich sp\u00e4ter noch.<\/p>\n<p>Zwei kollidierende Galaxien kann man sich wie zwei Sandhaufen vorstellen, die streitende Kinder in der Sandkiste aufeinander werfen: Sie durchdringen einander ohne miteinander zusammen zu sto\u00dfen. Im Gegensatz zu den Sandhaufen <i>beeinflussen<\/i> sich die Galaxien bei so einer Kollision aber durchaus. Begegnen sich zwei Galaxien, kann man folgende Phasen im Ablauf unterscheiden.<\/p>\n<p>Zuerst kommt die Ann\u00e4herungsphase und was dabei passiert, ist eigentlich selbsterkl\u00e4rend. Die Galaxien n\u00e4hern sich einander an. Vorerst passiert noch nicht viel; die zwischen ihnen wirkenden Gravitationskr\u00e4fte k\u00f6nnen aber schon daf\u00fcr sorgen, dass sie sich ein wenig verformen. Sterne in den jeweiligen Galaxien werden auf andere Umlaufbahnen gezwungen und die innere Struktur ver\u00e4ndert sich ein wenig.<\/p>\n<p>Dann folgt der &#8222;Einschlag&#8220;, der aber ein wenig irref\u00fchrend benannt ist. Denn es &#8222;schl\u00e4gt&#8220; ja nichts ein; es ber\u00fcht sich nichts. Aber die Galaxien beginnen nun einander zu durchdringen. Jetzt geht es wirklich rund; die gravitativen St\u00f6rungen k\u00f6nnen sehr stark wirken und die Galaxien verformen. Sie verlieren ihre urspr\u00fcngliche Struktur. Material, das hei\u00dft Gas oder auch Sterne zwischen den Galaxien werden ausgetauscht. Die Gezeitenkr\u00e4fte sorgen f\u00fcr die Ausbildung von sogenannten &#8222;Gezeitenarmen&#8220;, also Br\u00fccken aus Sternen, die von einer Galaxie zur anderen reichen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Nach dem &#8222;Einschlag&#8220; geht es aber noch lange weiter. Da die Galaxien einander durchdringen und sich w\u00e4hrend so einer Kollision mit mehreren 100 bis 1000 Kilometern pro Sekunde bewegen, entfernen sie sich nach der ersten Durchdringung wieder voneinander. Jetzt kommt die &#8222;Selbstgravitationsphase; das hei\u00dft die Galaxie f\u00e4ngt an sich wieder unter <i>ihrer eigenen<\/i> Gravitationskraft zu ordnen. Das f\u00fchrt zu weiteren Ver\u00e4nderungen in der Struktur und wenn die Galaxien Gl\u00fcck haben, bleibt es dabei. Je nach der Geschwindigkeit mit der sie urspr\u00fcnglich aufeinander getroffen sind, k\u00f6nnen sie sich nun endg\u00fcltig voneinander entfernen.<\/p>\n<p>Oder aber es geht weiter. Sind sie zu langsam, folgt auf die erste Ann\u00e4herung eine zweite. Sie bewegen sich wieder aufeinander zu und durchdringen sich erneut. Das Ganze kann mehrmals hintereinander erfolgen aber irgendwann ist Schluss und es kommt zur Verschmelzung. Aus zwei Galaxien wird eine einzige. Das hat nun wirklich gro\u00dfe Auswirkungen. Vor allem die Gaswolken zwischen den Sternen werden bei der Verschmelzung durch die gravitative Wechselwirkung verdichtet. Aus ihnen entstehen jede Menge neue Sterne und eine sogenannte &#8222;Starburst&#8220;-Phase beginnt. Die Kollision zwischen Galaxien ist also nicht ihr Ende sondern quasi eine Verj\u00fcngungskur, die zur Geburt vieler neuer Himmelsk\u00f6rper f\u00fchrt!<\/p>\n<p>Eine Verj\u00fcngung allerdings, die nicht dauerhaft ist. Bei der Verschmelzung wird mit einem Schlag fast das gesamte Gas beider Galaxien verbraucht. Einerseits zur Bildung von Sternen, andererseits wird vieles davon auch aus den Galaxien in den intergalaktischen Raum geschleudert. Am bleibt eine einzige verschmolzene Galaxie \u00fcbrig in der kaum noch neue Sterne entstehen k\u00f6nnen. Die beginnt nun mit der &#8222;Beruhigungsphase&#8220;. Die Sterne suchen sich ein neues Gleichgewicht und finden sich auf einigerma\u00dfen stabilen Umlaufbahnen um das Zentrum ein. Dort findet dann irgendwann die einzige echte Kollision statt: Im Zentrum einer jeden gro\u00dfen Galaxie befindet sich ein supermassereiches schwarzes Loch. Die beiden L\u00f6cher der bei der Kollision beteiligten Galaxien sammeln sich im Zentrum des neu gebildeten Sternensystems und umkreisen dort einander. Sie kommen sich immer n\u00e4her und sto\u00dfen irgendwann zusammen. Sie verschmelzen zu einem einzigen, noch gr\u00f6\u00dferen schwarzen Loch und die Kollision der Galaxien hat nun ihr Ende gefunden.<\/p>\n<p>Dieser ganze Prozess kann mehrere Milliarden Jahre dauern. Es ist daher auch unm\u00f6glich, eine galaktische Kollision von Anfang bis Ende &#8222;live&#8220; zu beobachten. Aber es gibt trotzdem M\u00f6glichkeiten, die Sache wissenschaftlich zu untersuchen. Einerseits kann man \u00fcberall am Himmel Galaxien sehen, die sich in den verschiedensten Stadien der Begegnung befinden. Wir sehen Galaxienpaare, die sich gerade einander ann\u00e4hern; wir sehen welche die sich gerade in der Einschlagsphase befinden und welche, die gerade miteinander verschmelzen. Und so weiter: Der Himmel ist voll mit &#8222;Standbildern&#8220; die wir zu einem gro\u00dfen Ganzen zusammensetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Andererseits haben wir nat\u00fcrlich auch die M\u00f6glichkeit, so eine Kollision im Computer zu modellieren. Das ist allerdings gar nicht so einfach. Man muss dabei die gravitative Wechselwirkung zwischen Milliarden Sternen berechnen. Jeder dieser Milliarden Sterne beeinflusst jeden anderen der Milliarden Sterne durch seine Schwerkraft und all das muss immer und immer wieder berechnet werden. Das ist enorm viel Rechenaufwand und mehr als selbst die heutigen Supercomputer schaffen. Aber auch die vereinfachten Modelle der Galaxienkollisionen bei denen nur ein paar tausend Sterne ber\u00fccksichtigt werden, liefern wichtige Erkenntnise. Und sind auf jeden Fall besser als die Methode die der schwedische Astronom Erik Bertil Holmberg 1941 benutzt hatte.<\/p>\n<p>Obwohl die eigentlich schon ziemlich genial war! Holmberg wollte wissen was bei der Kollision zweier Galaxien passiert. Computer im modernen Sinn gab es damals nicht und schon gar nicht f\u00fcr die Verwendung bei der Beantwortung solcher abstrakten wissenschaftlichen Fragen. Holmberg hat deswegen einfach Gl\u00fchbirnen verwendet. So wie die Gravitationskraft wird auch die Lichtst\u00e4rke einer Lampe mit dem Quadrat des Abstands immer schw\u00e4cher. Jede Lampe in Holmbergs Versuchsaufbau entsprach einem Stern und die Lichtst\u00e4rke die Holmberg an einem beliebigen Punkt seiner Lampengalaxie messen konnte, entsprach der dort wirkenden Gravitationskraft. Anhand der so bestimmten Kr\u00e4fte hat Holmberg berechnet, wie sich die Sterne bewegen m\u00fcssen und die Gl\u00fchbirnen entsprechend verschoben. Dann hat er seine Lichtmessungen wiederholt, die Lampen\/Sterne erneut verschoben, und so weiter.<\/p>\n<p>Es war ein simples Modell und er hatte nur 37 Lampen &#8211; aber trotzdem war das damals die erste wissenschaftliche Untersuchung und Modellierung der Begegnung zwischen zwei Galaxien!<\/p>\n<figure id=\"attachment_6071\" aria-describedby=\"caption-attachment-6071\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/31567-galkol4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/31567-galkol4.jpg\" alt=\"Die Kollision zwischen Andromeda und Milchstra\u00dfe ist in vollem Gang - aber erst in circa 5 Milliarden Jahren  (K\u00fcnstlerische Darstellung: NASA, ESA, Z. Levay and R. van der Marel (STScI), T. Hallas, and A. Mellinger)\" width=\"500\" height=\"281\" class=\"size-full wp-image-6071\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6071\" class=\"wp-caption-text\">Die Kollision zwischen Andromeda und Milchstra\u00dfe ist in vollem Gang &#8211; aber erst in circa 5 Milliarden Jahren  (<a href=\"https:\/\/hubblesite.org\/newscenter\/archive\/releases\/2012\/20\/image\/\">K\u00fcnstlerische Darstellung: NASA, ESA, Z. Levay and R. van der Marel (STScI), T. Hallas, and A. Mellinger<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcr die Entwicklung des Universums sind die galaktischen Kollisionen ein wichtiger Faktor. Wir gehen davon aus, dass vor allem in der Fr\u00fchzeit des Kosmos besonders viele davon stattgefunden haben. Die allerersten Galaxien m\u00fcssen noch recht klein gewesen sein. Wie klein k\u00f6nnen wir nicht genau sagen, da wir mit den aktuellen Teleskopen nicht so weit hinaus ins All bzw. so weit in die Vergangenheit schauen k\u00f6nnen. Durch viele Verschmelzungen m\u00fcssen sie dann aber zu den gro\u00dfen Sternsystemen angewachsen, die wir heute \u00fcberall beobachten. <\/p>\n<p>Und der Prozess geht weiter. Unsere Milchstra\u00dfe ist gerade dabei, mit der Andromedagalaxie zu kollidieren. Unser galaktischer Nachbar ist derzeit noch etwa 2,5 Millionen Lichtjahre weit entfernt. Aber sie kommt immer n\u00e4her und wird uns in ein paar Milliarden Jahren erreichen. In etwa vier Milliarden Jahren werden Milchstra\u00dfe und Andromeda  einander durchdrungen haben. Die sch\u00f6ne Spirale der Andromeda die wir heute im Teleskop am Himmel beobachten k\u00f6nnen, wird dann v\u00f6llig verzerrt und riesengro\u00df am Nachthimmel der Erde zu sehen sein. Unseren Planet wird es dann vermutlich noch geben, denn die Sonne wird noch etwa 6 Milliarden Jahre lang existieren. Die Verschmelzung mit der Andromedagalaxie kann zwar daf\u00fcr sorgen, dass sich die Umlaufbahn der Sonne um das galaktische Zentrum ver\u00e4ndert, aber der Erde wird dabei nichts passieren. Leben wird auf dem Planeten dann allerdings schon l\u00e4ngst nicht mehr m\u00f6glich sein, daf\u00fcr ist es dann schon viel zu warm geworden, wie ich in Folge 35 der Sternengeschichten erz\u00e4hlt habe.<\/p>\n<p>Komplett verschmolzen werden die Milchstra\u00dfe und die Andromedagalaxie dann in etwa 7 Milliarden Jahren sein. Aus beiden ist eine gro\u00dfe, elliptische Galaxie ohne Spiralarme entstanden und wir befinden uns mitten drin. Beziehungsweise w\u00fcrden uns mitten drin befinden. Denn dann wird auch die Sonne ihr Leben schon beendet haben und auch die Erde wird vermutlich verschwunden sein. Aber vielleicht gibt es ja anderswo in der gro\u00dfen, neuen Galaxie jemand, der sich \u00fcber den neuen Himmel voller Sterne freuen kann&#8230; \t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/c828dbd1c688465ea80b18b146adad66\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn zwei Galaxien miteinander kollidieren; zwei Sternsysteme die aus hunderten Milliarden von Himmelsk\u00f6rpern bestehen und hunderttausende Lichtjahre gro\u00df sind, dann stellt man sich das ziemlich gewaltig vor. 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