{"id":22404,"date":"2014-11-19T08:30:22","date_gmt":"2014-11-19T07:30:22","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2014\/11\/19\/schwarze-loecher-und-vierdimensionale-wuerfel-die-wissenschaft-von-interstellar\/"},"modified":"2025-05-14T16:15:46","modified_gmt":"2025-05-14T14:15:46","slug":"schwarze-loecher-und-vierdimensionale-wuerfel-die-wissenschaft-von-interstellar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2014\/11\/19\/schwarze-loecher-und-vierdimensionale-wuerfel-die-wissenschaft-von-interstellar\/","title":{"rendered":"Schwarze L\u00f6cher und vierdimensionale W\u00fcrfel: Die Wissenschaft von &#8222;Interstellar&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Ich gehe mittlerweile ja kaum mehr ins Kino. Ein Kinobesuch kostet ja schon fast so viel wie eine DVD und die hat den Vorteil, dass man sich den Film darauf nicht in der Gesellschaft von laut essenden, plaudernden und am Handy rumspielenden Menschen ansehen muss. Aber da ich in letzter Zeit <i>so<\/i> viele Anfragen zum Film &#8222;Interstellar&#8220; bekommen habe, blieb mir fast nichts anderes \u00fcbrig, als mir den Film im Kino anzusehen. <\/p>\n<p>Wer den Film noch nicht <i>nicht<\/i> gesehen hat und nicht verraten bekommen m\u00f6chte, worum es darin geht, der sollte <i>jetzt<\/i> zu lesen aufh\u00f6ren. Denn wenn ich etwas zur Wissenschaft im  Film sagen soll, dann muss ich nat\u00fcrlich auch jede Menge wichtige Handlungselemente verraten&#8230;<\/p>\n<figure id=\"attachment_17008\" aria-describedby=\"caption-attachment-17008\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20141117_195302_LLS-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20141117_195302_LLS-scaled.jpg\" alt=\"Noch ist der Vorhang  zu! Aber bald kommen die Spoiler...\" width=\"500\" height=\"375\" class=\"size-medium wp-image-17008\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-17008\" class=\"wp-caption-text\">Noch ist der Vorhang  zu! Aber bald kommen die Spoiler&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich werde hier allerdings keine komplette wissenschaftliche Analyse des kompletten Films geben k\u00f6nnen. Dazu braucht man Experten f\u00fcr schwarze L\u00f6cher und dazu geh\u00f6re ich nicht. Aber ihr k\u00f6nnt euch das Buch von Kip Thorne besorgen (<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/0393351378\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0393351378&#038;linkCode=as2&#038;tag=astrodisimple-21&#038;linkId=IWBNW27SFGEJO3NJ\">&#8222;The Science of Interstellar&#8220;<\/a><a href=\"#amazoninfo\">*<\/a>). Thorne <i>ist<\/i> so ein Experte und hat beim Film die wissenschaftliche Beratung \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Ich werde mich auf die Punkte beschr\u00e4nken, die mir aufgefallen und in Erinnerung geblieben sind (es gab sicher noch mehr Punkte, die man ansprechen h\u00e4tte k\u00f6nnen &#8211; aber dar\u00fcber k\u00f6nnen wir ja in den Kommentaren diskutieren):<\/p>\n<ul>\n<li>Der Film spielt in einer (nahen?) Zukunft, in der das Klima auf der Erde ungem\u00fctlich wird, Staubst\u00fcrme die ganze Welt (aka die Vereinigten Staaten von Amerika) heimsuchen und alle Getreidesorten von Seuchen vernichtet werden. Die Menschheit stirbt langsam aus und muss sich irgendwas einfallen lassen. Ob das Szenario realistisch ist, kann ich nicht beurteilen &#8211; aber ich habe mich gefragt, warum nicht einfach Pflanzen in gesch\u00fctzten Treibh\u00e4usern anbaut? Immerhin hat man es ja sogar schon geschafft, Roboter mit einer offensichtlich brauchbaren k\u00fcnstlichen Intelligenz zu konstruieren und kann Menschen beliebig lange in Hibernation versetzen. Warum also nicht einfach den Gro\u00dfteil der Menschheit schlafen schicken und in der Zwischenzeit die Roboter die Sache mit der Landwirtschaft kl\u00e4ren lassen? Die Antwort ist relativ klar: Weil dann die Handlung des restlichen Films \u00fcberfl\u00fcssig wird&#8230; <\/li>\n<li>Die gebeutelte Welt hat ihr Vertrauen in die Raumfahrt verloren und in der Schule wird unterrichtet, dass die Mondlandung nicht stattfand. Und die NASA muss im Untergrund weiteragieren, was sie aber nicht daran gehindert hat, mega-komplexe Raumschiffe zu bauen, 12 bemannte Missionen ins All zu schicken und riesige Raketen direkt aus unterirdischen Geb\u00e4uden zu starten, die direkt neben den B\u00fcros der Wissenschaftler liegen. Kann man nat\u00fcrlich machen &#8211; einfacher (und sicherer) w\u00e4re es nat\u00fcrlich, dass so zu machen, wie es derzeit getan wird. N\u00e4mlich von Raketenbasen, die in der N\u00e4he des \u00c4quators liegen, wo die Rotationsgeschwindigkeit der Erde am schnellsten ist und man diese Geschwindigkeit f\u00fcr den Start nutzen und Ressourcen sparen kann.<\/li>\n<li>Die Raumschiffe sind \u00fcberhaupt so eine Sache. Die Rakete, mit der die letzte Weltrettungsmission ins All fliegt, ist v\u00f6llig konventionell; das Raumschiff selbst dagegen ein nicht n\u00e4her definiertes Superdinges mit einem nicht n\u00e4here definierten Superantrieb, der die Strecke von der Erde zum Saturn in nur 2 Jahren schafft. Ist nat\u00fcrlich wieder eine dramaturgische Notwendigkeit, denn lange Raumfl\u00fcge bei denen nichts passiert sind halt langweilig. Aus heutiger Sicht realistisch ist so ein Schiff jedenfalls nicht wirklich. Wenn, dann m\u00fcsste es wesentlich gr\u00f6\u00dfer sein um die n\u00f6tigen Treibstoffmengen fassen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Zum Saturn will man vor allem deshalb, weil dort ein mysteri\u00f6sen Wurmloch aufgetaucht ist. Wurml\u00f6cher sind zwar keine reine Science-Fiction, aber doch sehr. Sie tauchen als m\u00f6gliche L\u00f6sung von Einsteins Gleichungen der allgemeinen Relativit\u00e4tstheorie auf. Aber ihre potentielle mathematische Existenz macht sie noch lange nicht real. Bis jetzt hat man keine Hinweise gefunden, dass Wurml\u00f6cher mehr sind als nur eine rechnerische Kuriosit\u00e4t. Und WENN es sie geben sollte, dann sind sie nicht stabil. Beziehungsweise nur dann, wenn man sie mit gro\u00dfen Mengen von &#8222;exotischer Materie&#8220; stabilisiert. Das ist Materie mit negativer Masse und auch die kann man zwar problemlos in den entsprechenden Gleichungen ber\u00fccksichtigen. Aber auch hier folgt deswegen nicht, dass es sie geben muss. Keiner wei\u00df, was diese Art von Materie sein soll; woher sie kommen sollte; und so weiter. Und selbst wenn: Man br\u00e4uchte wahnsinnig viel davon und ein entsprechendes Wurmloch mitten im Sonnensystem w\u00fcrde die Bahnen der Planeten geh\u00f6rig durcheinander bringen. Kip Thorne hat das insofern gel\u00f6st, als dass er einfach davon ausging, dass eine hochentwickelte Zivilistion, die ein stabiles Wurmloch erscheinen lassen kann, auch die Gravitation im Griff hat und entsprechend abmildern kann. Immerhin wurde das Loch korrekterweise als Sph\u00e4re gezeigt und nicht als Kreis.<\/li>\n<li>Kommen wir zu den Planeten und dem schwarzen Loch. Die geheime NASA will ja eine zweite Erde finden und davon gibt es hinter dem Wurmloch gleich 12. Zumindest m\u00f6glicherweise, denn ob man auf den Planeten auch leben kann, will man ja gerade herausfinden. Drei dieser Planeten umkreisen ein schwarzes Loch. Das ist an sich kein Problem. Schwarze L\u00f6cher <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2010\/01\/12\/schwarze-locher-sind-keine-staubsauger\/\">sind keine Staubsauger<\/a> und wenn man sich vom Ereignishorizont fern h\u00e4lt, dann kann man sie genau so umkreisen, wie man es bei einem normalen Stern tun kann.<\/li>\n<li>Es gab im Internet viele Diskussionen ob &#8222;Millers Planet&#8220; tats\u00e4chlich existieren kann. Das ist der Planet auf dem die Crew zuerst landet. Die starke Gravitation des schwarzen Lochs verursacht eine ebenso starke Zeitdilatation. F\u00fcr jede Stunde auf der Oberfl\u00e4che vergehen im Rest des Universums sieben Jahre. Das ist so weit korrekt und die Verlangsamung der Zeit durch starke Gravitationsfelder ist mathematisch verstanden und experimentell belegt. Um aber so einen extremen Effekt zu verursachen, m\u00fcsste der Planet dem schwarzen Loch auch extrem nahe sein. So nahe, dass er durch die starken Gezeitenkr\u00e4fte die dort wirken, auseinander gerissen w\u00fcrde. So nahe, dass dort auch keine stabile Planetenorbits mehr m\u00f6glich w\u00e4ren. Aber das schwarze Loch &#8222;Gargantua&#8220; ist laut Kip Thorne kein normales, stellares schwarzes Loch das nur einige Sonnenmassen schwer ist, sondern ein supermassereiches schwarzes Loch mit 100 Millionen Sonnenmassen wie man sie normalerweise nur in den Zentren von Galaxien findet. Hier ist eine stabile Planetenbahn m\u00f6glich, die die Zeitdilatation aus dem Film reproduziert und der Planet k\u00f6nnte auch die Gezeitenkr\u00e4fte \u00fcberleben.<\/li>\n<li>Die Darstellung des riesigen schwarzen Lochs ist ebenfalls wissenschaftlich korrekt. Man sieht das Loch nat\u00fcrlich nicht selbst sondern nur das Leuchten der Materie, die das schwarze Loch au\u00dferhalb des Ereignishorizonts umgibt. Wie sich die Materie verteilt und wie die Leuchteffekte aussehen, hat man vorab anhand entsprechender wissenschaftlicher Gleichungen simuliert und weil Hollywood mittlerweile vermutlich Computer hat, die mindestens so gut bzw. vermutlich sogar noch besser sind als die der Wissenschaftler, hat man bei der Simulation <a href=\"https:\/\/www.wired.com\/2014\/10\/astrophysics-interstellar-black-hole\/\">Effekte entdeckt, die den Forschern bis dahin noch nicht bekannt waren<\/a>. <\/li>\n<li>Was allerdings problematisch ist, sind die Bedingungen auf den Planeten selbst. Wo kein Stern ist, gibt es nat\u00fcrlich auch kein Licht und keine W\u00e4rme (sofern sie nicht irgendwie durch geologische Effekte im Planeteninneren erzeugt wird). Es sollte also auf den Planeten zumindest stockfinster sein &#8211; aber auch das macht sich in einem Kinofilm nicht gut.<\/li>\n<li>Auf Millers Planet gab es nur Wasser, riesige Wellen (die vermutlich von den Gezeiten des Lochs erzeugt werden sollen) und sonst nichts. Das erkl\u00e4rt sich die Crew mit dem Einfluss des schwarzen Lochs, das alle Asteroiden einsammelt und deswegen nichts auf den Planeten fallen konnte. Das ist eine nette Erkl\u00e4rung, denn ist ja tats\u00e4chlich so, dass Asteroide- und Kometeneinschl\u00e4ge ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Entstehung des Lebens auf der Erde verantwortlich waren (wie ich in meinem Buch <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2011\/12\/31\/krawumm-ein-pladoyer-fur-den-weltuntergang\/\">Krawumm!<\/a> ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt habe). Sie haben das Wasser auf unseren Planeten gebracht und vielleicht sogar auch die Bausteine f\u00fcr das Leben selbst. Auf Millers Planet aber gibt es genug Wasser und wo das hergekommen ist, erf\u00e4hrt man nicht. Man erf\u00e4hrt nicht mal, wo die Planeten selbst herkommen&#8230; denn sie umkreisen ja keinen normalen Stern sondern ein supermassereiches schwarzes Loch.<\/li>\n<li>Dann w\u00e4re da noch die Strahlung. Wir wissen unter anderem deswegen von der Existenz schwarzer L\u00f6cher, weil die ganze Materie, die in hohem Tempo um sie herumwirbelt, dabei jede Menge Gamma-, Radio- und R\u00f6ntgenstrahlung erzeugt. Strahlung, die nicht unbedingt f\u00f6rderlich f\u00fcr die Existenz von Leben ist. Thorne erkl\u00e4rt, dass es sich bei &#8222;Gargantua&#8220; um ein &#8222;an\u00e4misches&#8220; schwarzes Loch handelt und dazu kann ich leider nicht viel sagen. Ich gehe mal davon aus, dass man so ein Loch bezeichnet, dass entsprechend wenig Materie beherbergt und damit auch wenig Strahlung erzeugt.<\/li>\n<li>Ebenfalls seltsam: Das Raumschiff kann aus der viel h\u00f6heren Schwerkraft von Millers Planet problemlos wieder zur\u00fcck ins Weltall fliegen und braucht daf\u00fcr keine Rakete. Wenn die NASA tats\u00e4chlich solche Superschiffe bauen kann, die offensichtlich mit winzigen Treibstofftanks einen Planeten verlassen k\u00f6nnen, dann sollte es f\u00fcr sie eigentlich simpel sein, die Menschheit auf Raumstationen im All zu evakuieren.<\/li>\n<li>Was mit den komischen massiven &#8222;Wolken&#8220; aus Eis sein soll, die man auf dem zweiten Planeten, kann ich leider nicht erkl\u00e4ren. Mir w\u00e4re kein wissenschaftliches Ph\u00e4nomen bekannt, das solche schwebenden Eiswolken rechtfertigen k\u00f6nnte. Selbst die kleinen Wasserwolken auf der Erde <i>fallen<\/i> nach unten &#8211; nur eben so langsam, dass sie sich schon l\u00e4ngst aufgel\u00f6st haben, bevor sie ankommen. Massive Eiswolken dagegen k\u00f6nnen sich nicht so lange in der Luft halten; selbst wenn die Schwerkraft nur 80% der Erdschwerkraft betr\u00e4gt.<\/li>\n<li>Am Ende fliegen Cooper und sein treuer Roboterfreund ins schwarze Loch hinein. Das kann man nat\u00fcrlich machen, denn der Ereignishorizont ist ja keine physische Barriere sonder nur eine gedachte Grenze. Hat man sie \u00fcberschritten, kommt man nur noch zur\u00fcck, wenn man schneller ist als das Licht und weil das nicht geht, kommt man gar nicht mehr zur\u00fcck. Es ist auch ziemlich ungesund, einem schwarzen Loch zu nahe zu kommen, denn dann folgt die ber\u00fcchtigte &#8222;Spaghettifizierung&#8220;. Die Gezeitenkr\u00e4fte werden enorm stark: An den F\u00fc\u00dfen wirkt die Gravitationskraft des Lochs viel st\u00e4rker als am Kopf und man wird auseinandergerissen. Aber auch hier erkl\u00e4rt Thorne, dass die Spaghettifizierung bei einem supermassereichen schwarzen Loch nicht so stark ist, und man ein \u00dcberschreiten des Ereignishorizonts \u00fcberleben kann. Ich vertraue ihm als Experten da einfach mal (und vermutlich ist es nicht ganz unplausibel &#8211; Gezeitenkr\u00e4fte h\u00e4ngen ja nicht nur von der Masse selbst ab, sondern auch der Ausdehnung des K\u00f6rpers und bei einem supermassereichen schwarzen Loch ist der Ereignishorizont wesentlich gr\u00f6\u00dfer und man hat einen weiteren Weg vor sich, bevor die Gezeiten kritisch werden). <\/li>\n<li>Am Ende wird es dann aber nochmal <i>sehr<\/i> mysteri\u00f6s. Wie es hinter dem Ereignishorizont aussieht, wei\u00df niemand, auch kein wissenschaftlicher Berater. Und Regisseur Nolan hat sich daher der Einfachkeit halber f\u00fcr den guten alten &#8222;Deus Ex Machina&#8220; entschieden: Auf einmal landet Cooper in einer seltsamen Welt voller verzerrter B\u00fccherregale, die seine Tochter in verschiedenen Phasen der Vergangenheit zeigen. Laut Handlung handelt es sich bei diesem Ort um einen &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tesserakt\">Tesserakt<\/a>&#8222;, also einen vierdimensionalen W\u00fcrfel. Sowas kann sich nat\u00fcrlich niemand anschaulich vorstellen und insofern ist die Darstellung im Film so gut (oder so schlecht) wie jede andere. Die vierte Dimension in diesem Konstrukt ist nat\u00fcrlich die Zeit weswegen sich Cooper auch durch die Zeit &#8222;bewegen&#8220; kann. Warum er die Vergangenheit aber auch beeinflusse kann, wird nicht erkl\u00e4rt; auch nicht die Existent des Zeitreise-Tesserakts selbst. Da wir nur vage auf &#8222;f\u00fcnfdimensionale Wesen&#8220; verwiesen, bei denen es sich um die Menschheit der Zukunft handeln soll, die den ganzen Zauber extra veranstaltet hat, um Coopers Tochter die Rettung der Menschheit zu erm\u00f6glichen&#8230;<\/li>\n<li>Apropos: Die Aufl\u00f6sung der Handlung besteht ja darin, dass Coopers Roboter nach dem Flug ins schwarze Loch mal eben so eine Quantentheorie der Gravitation entwickelt hat, die dann auch noch mal eben so in Morsezeichen \u00fcbersetzt und \u00fcber den wackelnden Sekundenzeiger einer Uhr in die Vergangenheit gesendet werden kann. Und ich kann nicht umhin, mich noch einmal zu fragen: Wenn die Menschheit so mega-intelligente Roboter hat, wieso kann sie dann ihre Probleme nicht anders l\u00f6sen? Und abgesehen davon bezweifle ich stark, dass sich eine Theorie der Quantengravitation so problemlos morsen l\u00e4sst (gibts Morsezeichen f\u00fcr mathematische Symbole wie zB die partielle Ableitung oder Summationsindizes??).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hier k\u00f6nnt ihr euch das Ende des Films \u00fcbrigens nochmal von Neil deGrasse Tyson erkl\u00e4ren lassen:<\/p>\n<p><center><script height=\"489px\" width=\"600px\" src=\"https:\/\/player.ooyala.com\/iframe.js#pbid=6e12e8b3387a44daacfb73afba25a76e&#038;ec=ljZmNvcTrscgB3MCGruOJEHbOVU5A1fF\"><\/script><\/center><\/p>\n<p>&#8222;Interstellar&#8220; war definitiv wissenschaftlicher als viele andere Science-Fiction-Filme. Aber vieles war auch Unsinn. Aber das macht eigentlich auch nichts. Ein Film ist keine wissenschaftliche Facharbeit und &#8222;Interstellar&#8220; keine Dokumentation, sondern Unterhaltung! Ich wei\u00df, dass im Internet viel \u00fcber den Film und vor allem die Wissenschaft gemeckert wird. Aber in der Hinsicht bin ich tolerant (ich fand ja auch den wissenschaftlich absurden &#8222;Armageddon&#8220; viel besser als den korrekteren aber daf\u00fcr schrecklichen \u00f6den &#8222;Deep Impact&#8220;). Ein Film ist eben ein Film und wenn man nicht so tut, als w\u00e4re der Film die Realit\u00e4t, kann er so unrealistisch sein, wie es dem Regisseur n\u00f6tig scheint. Zu fordern, das alles in einem Hollywoodfilm wissenschaftlich korrekt zu sein hat, ist wenig zielf\u00fchrend. Man schaut sich so einen Film an, um Spa\u00df zu haben und unterhalten zu werden und das war hier aus meiner Sicht absolut der Fall! Ich fand den Film sehr gut &#8211; er war spannend, die Effekte waren gut gemacht und die Orgelmusik im Soundtrack war grandios. Nat\u00fcrlich war &#8222;Interstellar&#8220; keine gro\u00dfe cinematographische Kunst und die Dialoge nicht weiter bemerkenswert. Aber es gab Drama, Action und ja, auch ein wenig interessante Wissenschaft! <\/p>\n<p>Ich habe den Besuch im Kino nicht bereut und kann euch den Film nur empfehlen (aber wenn ihr das hier gelesen habt, dann habt ihr ihn ja sowieso schon gesehen).<\/p>\n<p>Und wenn es tats\u00e4chlich etwas gibt, was ich an der Handlung von &#8222;Interstellar&#8220; kritisieren kann, dann diesen Punkt: Wenn auf der Erde alle Getreidesorten ausgestorben sind und nur noch Mais \u00fcbrig ist &#8211; <i>Woraus ist dann das Bier gemacht, dass sie dort dauernd trinken!?<\/i> (Ok, vermutlich ist es <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maisbier\">Maisbier<\/a> &#8211; aber wenn das alles ist, was es noch gibt, dann kann der Planet meinetwegen auch untergehen!)<\/p>\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a name=\"amazoninfo\">*Affiliate-Links<\/a><\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/6796172a409b4dbc80854449fcc6dd67\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich gehe mittlerweile ja kaum mehr ins Kino. 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