{"id":22150,"date":"2014-09-19T07:30:01","date_gmt":"2014-09-19T05:30:01","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2014\/09\/19\/fortpflanzung-realitaet-oder-taeuschung\/"},"modified":"2025-05-14T16:15:19","modified_gmt":"2025-05-14T14:15:19","slug":"fortpflanzung-realitaet-oder-taeuschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2014\/09\/19\/fortpflanzung-realitaet-oder-taeuschung\/","title":{"rendered":"Fortpflanzung. Realit\u00e4t oder T\u00e4uschung?"},"content":{"rendered":"<p><i>Dieser Gastartikel ist ein Beitrag zum <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2014\/07\/31\/mitmachen-der-scienceblogs-blog-schreibwettbewerb\/\">ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb<\/a>. Alle eingereichten Beitr\u00e4ge werden im Lauf des Septembers hier im Blog vorgestellt. Danach werden sie von einer Jury bewertet. Aber auch alle Leserinnen und Leser k\u00f6nnen mitmachen. Wie ihr eure Wertung abgeben k\u00f6nnt, erfahrt ihr <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/?p=16197&#038;\">hier<\/a>.<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/sb-wettbewerb.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/sb-wettbewerb.png\" alt=\"sb-wettbewerb\" width=\"500\" height=\"172\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-15702\" \/><\/a><\/p>\n<p><i>Dieser Beitrag wurde von <b>Halec<\/b> eingereicht.<\/i><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nVon November 2010 bis Mai 2011 haben das st\u00e4dtische Theater Freiburg und das Institut f\u00fcr Ethik und Geschichte der Medizin der Uni Freiburg ein Projekt \u00fcber die &#8222;Technisierung der menschlichen Fortpflanzung&#8220; durchgef\u00fchrt. Als Teilnehmer habe ich vieles gelernt, Wissenschaftler von internationalem Rang kennengelernt und in der Gruppe unvergessliche Tage verbracht. Die Ergebnisse und Performances sind in Rahmen eines dreit\u00e4gigen Kongresses vorgestellt worden. Die S\u00e4le sind bis zum letzten Platz voll gewesen und ich durfte, mit einem Megaphon, ins Publikum schreien &#8222;Wir k\u00f6nnen uns nicht Fortpflanzen, wir werden, von den Zellen, fortgepflanzt&#8220;. Wer mehr dar\u00fcber lesen und sehen will, m\u00f6chte sich bitte bei mir melden.<\/p>\n<p>In Anlehnung dazu m\u00f6chte ich provokant das Thema Fortpflanzung zur Diskussion stellen und fange an mit der Frage, ob Menschen und allgemein Tiere, SICH SELBST fortpflanzen oder FORTGEPFLANZT werden. Dabei soll nur die physische Entstehung des Nachwuchses betrachtet werden. Vorher noch ein Zitat von Ludwig Wittgenstein:<br \/>\n&#8222;Die f\u00fcr uns wichtigsten Aspekte der Dinge sind durch ihre Einfachheit und Allt\u00e4glichkeit verborgen&#8220; (PU 129),<br \/>\nder mir Mut gemacht hat ein so heikles Thema anzugehen.<\/p>\n<p>Und nun zur Sache:<br \/>\n&#8211; wir sehen, dass Frauen schwanger bleiben und Kinder geb\u00e4ren, Katzen K\u00e4tzchen wefen, aus Eiern K\u00fcken, Schildkr\u00f6ten oder Fische schl\u00fcpfen usw.<br \/>\n&#8211; der Nachwuchs sieht wie die &#8222;Eltern&#8220; aus,<br \/>\n&#8211; wir h\u00f6ren, dass B\u00f6sewichter aufgrund ihres Genom verhaftet werden und<br \/>\n&#8211; wir lernen, dass Lebewesen ein Genom haben und die F\u00e4higkeit sich fortzupflanzen besitzen.<\/p>\n<p>Daraus kann nur eines folgen: Lebewesen, in unserem Fall Tiere, pflanzen SICH fort. Also 1:0 f\u00fcr &#8222;Sich Fortpflanzen&#8220;, wenn es da nicht um SEHEN, H\u00d6REN und LESEN gehen w\u00fcrde. Ich erlaube mir, das in Frage zu stellen, und werde versuchen Gegenargumente vorzutragen.<br \/>\nDeswegen gehe ich in die n\u00e4chste Runde mit dieser Frage: <\/p>\n<p>Wie funktioniert Fortpflanzung?<br \/>\nDie Fortpflanzung besteht aus geistig-sozialen Handlungen sowie biochemisch-physiologischen Abl\u00e4ufen. Mit anderen Worten: der Nachwuchs entsteht, bei S\u00e4ugetieren, aus der Paarung, bei der Gameten auf dem Weg geschickt werden, um sich zu begegnen. Begegnen  sie sich, dann verschmelzen \/ fusionieren sie und danach entsteht eine ganz besondere Zelle, die Zygote. Diese f\u00e4ngt an, sich zu teilen und zu differenzieren so lange, bis der Nachwuchs entstanden ist. Das Ganze besteht aus der Paarung, also einem geistig-sozialen Akt und mehreren chemischen und physikalischen Ver\u00e4nderungen, die letztendlich ein Individuum der gleichen Spezies entstehehen lassen. Diese Vorg\u00e4nge laufen automatisch ab. Die Wirtin oder das Medium, in dem sie ablaufen, hat keinen Einfluss darauf. Sie kann nicht bestimmen, wo, was und wann etwas an dem Nachwuchs entstehen soll. Sie, die Mutter, die ich gerne aber nicht abwertend Wirtin nenne, \u00fcbertr\u00e4gt dem Nachwuchs keine eigene Merkmalen.<br \/>\nSiehe eine Indische Leihmutter, die ein wei\u00dfes Kind mit blonden Haaren und blauen Augen zur Welt bringt, wenn ihr eine solche befruchtete Eizelle eingepflanzt wurde. Ein anderes Beispiel w\u00e4re ein Brutschrank in dem K\u00fcken, Schlangen, Schmetterlinge und vieles mehr entstehen. Aber es gibt auch F\u00e4lle, bei denen eine schwangere Frau t\u00f6dlich verungl\u00fcckt und das Kind sich bis zur v\u00f6lligen Reife entwickeln kann, wenn die Frau medizinisch richtig behandelt und versorgt wird.<br \/>\nAus einen Embryologie-Kurs ist zu erkennen, dass die Schwangerschaft erst ca. 5 bis 6 Tagen nach der Befruchtung der Eizelle zu erkennen ist. In dieser Zeit haben sich die embryonalen Stammzellen bereits gebildet und die Wirtin hat garnichts davon mitbekommen. Aber genau aus diesen entsteht der Nachwuchs. An diesen Bespielen kanne erkannt werden, dass die Elterngeneration keinen physischen Beitrag zur Entstehung des Nachwuchses leistet.<br \/>\nDaraus kann folgen, dass Tiere (und auch Menschen) fortgepflanzt werde. Also Gleichstand.<\/p>\n<p>Zusammenfassung.<br \/>\nWir haben einen entscheidenden Beitrag geleistet in dem wir den zwei gegengeschlechtlichen Keimzellen erm\u00f6glicht<br \/>\nhaben,  sich zu begegnen. Das ist bei der Paarung geschehen und die Paarung ist ein geistg-sozialer Akt.  An dieser Stelle soll der unwiderstehliche Drang nach Paarung, dem  alle Lebewesen ausgesetzt sind, erw\u00e4hnt werden.<br \/>\nDie Entstehung des Nachwuchses wird von dem Bauplan=genetischem Code gesteuert und  durchgef\u00fchrt. Das l\u00e4uft nicht am St\u00fcck, sondern da wird auf- und abgebaut, aber am Ende passt alles. Die Wirtin kann den Bauplan nicht erkennen \/ lesen und schon gar nicht steuern. Damit kann erkannt werden, dass wir fortgepflanzt werden.<br \/>\nWieso ist das Wichtig und kann ein geschichtlicher Zusammenhang erkannt werden? Hier ein m\u00f6glicher Versuch aus der Sicht der Verursacher, also aus der Sicht der Zellen. <\/p>\n<p>Eigenschaften der Keimdr\u00fcsen und Keimzellen.<\/p>\n<p>KEIMDR\u00dcSEN, Hoden und Eierst\u00f6cke sind Geschlechtsorgane, in denen Sexualhormone und Keimzellen gebildet werden.<br \/>\nDie Entwicklung der Eierst\u00f6cke ist bereits im 5. Entwicklungsmonat abgeschlossen. M\u00e4nner k\u00f6nnen von der<br \/>\nPubert\u00e4t bis ins hohe Alter befruchtungsf\u00e4hige Samenzellen erzeugen.<br \/>\nSie sind f\u00fcr den Erhalt und das Funktionieren des K\u00f6rpers nicht essenziell. Sie k\u00f6nnen entfernt werden (Kastration) und der K\u00f6rper bleibt erhalten und funktioniert weiter. Deren Produkte, die Keimzellen, sind f\u00fcr den K\u00f6rper selbst ebenfalls nicht wichtig,  aber von essentieller Bedeutung f\u00fcr die Fortpflanzung. Die Hormone steuern biochemisch-physiologische Abl\u00e4ufe. Im K\u00f6rper bewirken sie die Entstehung der Sexualorgane und weiterer Anreize, welche die Paarung und somit auch die Fortpflanzung beg\u00fcnstigen k\u00f6nnen.<br \/>\nSchauen wir nun die Keimzellen etwas genauer an.<\/p>\n<p>Die SPERMIEN.<br \/>\n&#8211; Sie entstehen aus embryonalen (diploiden) Keimzellen, durch ein hochkompliziertes Verfahren, der Meiose,<br \/>\n&#8211; Unterliegen einer sehr strengen Qualit\u00e4tskontrolle, bei der ca. 85% davon resorbiert werden,<br \/>\n&#8211; das deutet auf eine besondere Bedeutung dieser Zelle hin,<br \/>\n&#8211; Dabei entstehen, in zwei Schritten, vier Zellen mit einem haploiden Chromosomensatz. Das sind die Samenzellen oder Spermien,<br \/>\n&#8211; Sie werden nach Bedarf in den Keimdr\u00fcsen erzeugt.<br \/>\n&#8211; sie besitzen nicht die F\u00e4higkeit, sich unmittelbar fortzupflanzen,<br \/>\n&#8211; Tiefgefroren sind sie unsterblich. Mit anderen Worten: sie k\u00f6nnen (theoretisch) unendlich lange aufbewahrt werden, ohne ihre Eigenschaften zu verlieren,<br \/>\n&#8211; Im K\u00f6rper \/ Hoden haben sie nur eine begrenzte Lebenserwartung. Nach Ablauf einer bestimmten Zeit werden sie  resorbiert (get\u00f6tet und wiederverwertet) oder durch Pollution aus dem K\u00f6rper geschleudert,<br \/>\n&#8211; Sie K\u00f6nnen, als einzige Zellart, mit gegengeschlechtlichen, hier weiblichen Eizellen, fusionieren \/ verschmelzen,<br \/>\n&#8211; Daraus entsteht die Zygote. Mehr dar\u00fcber weiter unten,<br \/>\n&#8211; Sie, die Spermien, sind wahrscheinlich die am meisten erzeugte Zellart. Bei jeder Paarung werden beim Menschen, ca. 500 Mio davon auf die Reise geschickt!<br \/>\n&#8211; Sie k\u00f6nnen mehrere Tage in einem fremden K\u00f6rper \u00fcberleben,<br \/>\n&#8211; Sie sind mit einer chemischen Substanz ausgestattet, die, bei der Ber\u00fchrung mit der Eischale, eine akrosomale Reaktion ausl\u00f6st, und diese f\u00fcr kurze Zeit aufl\u00f6st, sodass das Spermiunm eindringen kann. Dass muss nochmals betont werden. Spermien werden mit einer &#8222;Waffe&#8220; ausger\u00fcstet, die sie in einem frenden K\u00f6rper ben\u00f6tigen und, falls n\u00f6tig, auch ben\u00fctzen,<br \/>\n&#8211; Um zum Begegnungsort zu gelangen m\u00fcssen sie, bezogen auf ihre Gr\u00f6\u00dfe, eine riesige Strecke \u00fcberwinden \/ laufen \/ Schwimmen etc. Die ist ca. 15 cm lang,<br \/>\n&#8211; Weil sie im K\u00f6rper nichts zu tun haben, genie\u00dfen sie einen besonderen Status. Sie weden ern\u00e4hrt und regelm\u00e4\u00dfig auf Reise in fremden Welten geschickt. Anfangs habe ich das wie in M\u00e4rchen empfunden: Der Prinz geht mit seiner Gefolgschaft in fremden Welten hinaus, um die Prinzessin seines Lebens zu begegnen. Falls er sie findet, verschmelzen \/ fusionieren sie (Syngamie. Das ist der Urknall aus dem Lebewesen entstehen) und daraus entsteht die Zygote und aus ihrer Teilung und Differenzierung wird eine neue Welt entstehen, in der ca. 1,5&#215;10*13 Zellen leben werden. Eine Welt, die ihnen Sicherheit, Nahrung, Wasser, Sauerstoff und vieles mehr zur Verf\u00fcgung stellt. Hier werden sie Leben, neue Keimzellen erzeugen und auf die Reise schicken usw., bis sich ihre Welt aufl\u00f6sen \/ sterben wird. Und weil wir bei der Eschatologie gelandet sind, sollen auch gleich, aus der selben Sicht, die s\u00fcdamerikanischen (Inkas) Mythen erw\u00e4hnt werden, in denen ganze Welten, von Monstern gefressen werden, um kurz danach neue zu entstehen. Sieht man diese von der Sicht der Zellen aus, dann bekommen sie eine ganz andere Bedeutung. Es wird ja nicht unsere Welt vernichtet, sondern die der Zellen!<\/p>\n<p>Die EIZELLEN.<br \/>\n&#8211; k\u00f6nnen ebenfalls tiefgefroren werden und die charakterisctischen Eigenschaften behalten,<br \/>\n&#8211; m\u00fcssen einen &#8222;Sprung&#8220; wagen, um in den Eileiter zu gelangen,<br \/>\n&#8211; warten und kullern langsam in Richtung Uterus, in der Hoffnung, ihrem Prinzen zu begegnen. Sie rollen dabei ungef\u00e4hr 5cm, was auch f\u00fcr sie riesig lange sein muss.<\/p>\n<p>Die ZYGOTE \/ befruchtete Eizelle.<br \/>\n&#8211; ist die einzige Zellart, die aus Fusion \/ Verschmelzung entsteht, und ist wahrscheinlich die am seltensten vorkommende Zellart,<br \/>\n&#8211; kann ebenfalls tiefgefroren unendlich lange aufbewahrt werden ohne ihre Eigenschaften zu verlieren,<br \/>\n&#8211; sie wandert vom Eileiter bis in die Geb\u00e4hrmutter,<br \/>\n&#8211; sie ist wie ein sprudelnder Brunnen, aus dem Zellen ununterbrochen und in schwindelerregenden Tempo entstehen,<br \/>\n&#8211; durch ihrer  Teilung und Differenzierung entsteht der Nachwuchs,<br \/>\n&#8211; sie ist ein Fremder \/ Eindringling, der sich im Uterus einnistet, um ein Kind entstehen zu lassen.<\/p>\n<p>Zusammenfassung und Deutung \/ Schlu\u00dffolgerung.<br \/>\nWie wichtig die Keimzellen sind, konnte man, glaube ich, deutlich erkennen. Von dieser gro\u00dfer Bedeutung der Keimzellen aus bin ich eigentlich zu meinen \u00dcberlegungen gekommen, und gefragt, wof\u00fcr sind sie bedeutend? Wieso sind sie so bedeutend? Im K\u00f6rper haben sie keine Aufgabe zu erf\u00fcllen. Alle anderen Zellen des K\u00f6rpers \u00fcbernehmen und erf\u00fcllen mit h\u00f6chster Genauigkeit mehrere Aufgaben. Zum Beispiel Hautzellen: physische Barriere, Schutz vor UV-Strahlen, erkennen Keime und mobilisieren die Abwehr, Sinnesfunktionen etc.<br \/>\nDie Keimdr\u00fcsen k\u00f6nnen sogar ganz fehlen und der K\u00f6rper funktioniert weiter. Somit kann der K\u00f6rper auch ohne Keimzellen funktionieren. Die Hormone, die sie aussch\u00fctten dienen alle direkt oder indirekt der Fortpflanzung.<\/p>\n<p>Erste Folge: Keimdr\u00fcsen- und Zellen sind f\u00fcr die Funktion und das \u00dcberleben des K\u00f6rpers nicht essenziell, der k\u00f6rper braucht sie nicht. Sie sind aber f\u00fcr die Fortpflanzung von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung, also essenziell. Mit den Keimzellen liefern sie die Grundbausteine f\u00fcr die Fortpflanzung und mit den Hormonen steuern sie das Aussehen des K\u00f6rpers, die Geschlechtsorgane lassen Merkmalen entstehen, die zur Paarung Anreiz geben, wie Br\u00fcste bei Frauen und im Allgemeinen die geistig-sotialen Handlungen, die zur Paarung und somit zur Fortpflanzung f\u00fchren werden.<br \/>\nDass die Fortpflanzung automatisch abl\u00e4uft, wenn zwei unterschiedliche Keimzellen einer Spezies fusionieren, ist bereits oben ausreichend augumentiert worden (mit Argumenten belegt worden).<\/p>\n<p>Bleiben wir aber noch eine Weile beim Praktischen. Was bedeutet, FORTGEPFLANZT zu werden?<br \/>\nDas bedeutet, wortw\u00f6tlich erzeugt zu werden, aus der Teilung und Differenzierung einer einzigen Zelle zu entstehen. Wieso? Betrachtet man die Zellen als die Tr\u00e4ger des Erbgutes, dann k\u00f6nnte &#8222;das Erzeugen&#8220; von mehrzelligen Lebensformen ein Muss sein, um den Zellen einen sicheren Lebensraum auf Dauer zu gew\u00e4hren. Die K\u00f6rper leben ja nicht unendlich, sodass immer neue erzeugt werden m\u00fcssen. Die K\u00f6rper sind also Bewahrer der Zellen, welche ihrerseits Bewahrer des Erbgutes sind.*1<br \/>\nGeschichtlich kann das so gedeutet werden: die Urzellen haben einmal, vor vielen Jahren, Metazellern \/ merhzellige Lebensformen in unterschiedlichen Variationen geschaffen (Evoluionstheorie). Diese haben sich im Laufe der Zeit stabilisiert und die meisten von ihnen existieren auch heute noch. Jede davon hat ein eigenes Erbgut \/ Bauplan, nach dessen Vorgaben sie auch heute noch entstehen. Das nennen wir Fortpflanzung. Sie l\u00e4uft automatisch ab, wie bereits beschrieben. Die heutige Entstehung der nachfolgenden Generation, Nachkommenschaft ist eine Kurzfassung des langen Entstehen der Spezies. Das, was einmal Millionen Jahre gedauert hat, l\u00e4uft bei der Entstehung eines Kindes, zum Beispiel in wenigen Monaten und bei anderen Tierarten in einigen Tagen oder Stunden ab.<br \/>\nDaraus kann folgen, dass Evolution der Arten und die Differenzierung der Zellen ein und dasselbe sind, mit dem Unterschied, dass sie auf zwei verschiedenen Ebenen des Lebens stattfinden. Einmal auf der Ebene der Zellen und ein anderes Mal auf unserer Ebene des Lebens hier auf der Erde.<br \/>\nSind wir wirklich nur Bewahrer der Zellen? Sind wir deswegen entstanden oder erzeugt worden? <\/p>\n<p>Eine wichtige Bedingung f\u00fcr das \u00dcberleben der Arten ist das Eingliedern von Elementen gewesen, die f\u00fcr Fortpflanzung der Metazeller unentbehrlich sind. Das sind die Keimdr\u00fcsen bei Mensch und Tier gewesen. Wie die ersten Metazeller funktioniert haben und ob sie bereits in fr\u00fchen Stadien der Evolution solche Elemente enthalten haben, wei\u00df ich nicht, denn dieser Beitrag hier ist aus einen Entwurf zu einem Buch \u00fcber Irrt\u00fcmer in den Wissenschaften, der Philosophie und Religion zusammengestellt worden. Sicher aber ist, dass ohne solche Elemente die Lebensformen in dieser gro\u00dfen Vielfalt heute nicht existieren w\u00fcrden.<br \/>\nOb die Fortpflanzung eine T\u00e4uschung, Realit\u00e4t oder Zufall ist, \u00fcberlasse ich jedem selbst zu entscheiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Gastartikel ist ein Beitrag zum ScienceBlogs Blog-Schreibwettbewerb. Alle eingereichten Beitr\u00e4ge werden im Lauf des Septembers hier im Blog vorgestellt. Danach werden sie von einer Jury bewertet. Aber auch alle Leserinnen und Leser k\u00f6nnen mitmachen. Wie ihr eure Wertung abgeben k\u00f6nnt, erfahrt ihr hier. Dieser Beitrag wurde von Halec eingereicht. &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211; Von November 2010 bis [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":953,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[282,764],"tags":[2666,5295],"class_list":["post-22150","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medizin","category-schreibwettbewerb","tag-blog-schreibwettbewerb","tag-fortpflanzung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22150","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22150"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22150\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22151,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22150\/revisions\/22151"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/953"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22150"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22150"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22150"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}