{"id":21901,"date":"2014-07-06T11:01:17","date_gmt":"2014-07-06T09:01:17","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2014\/07\/06\/der-sternentiger-bringt-rover-zum-mars\/"},"modified":"2025-05-14T16:14:48","modified_gmt":"2025-05-14T14:14:48","slug":"der-sternentiger-bringt-rover-zum-mars","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2014\/07\/06\/der-sternentiger-bringt-rover-zum-mars\/","title":{"rendered":"Der Sternentiger bringt Rover zum Mars"},"content":{"rendered":"<p>Ihr erinnert euch sicher noch daran, als vor fast zwei Jahren die <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2012\/08\/06\/bild-curiosity-auf-dem-weg-nach-unten\/\">NASA-Raumsonde Curiosity auf dem Mars gelandet ist<\/a>. Die Landung war spektakul\u00e4r und das lag vor allem an der Methode, <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2012\/06\/23\/landung-auf-dem-mars-die-7-minuten-des-terrors\/\">die man gew\u00e4hlt hatte<\/a>. Fr\u00fchere Rover hat man ja im wesentlichen einfach abgeworfen. Eingeh\u00fcllt in einen gro\u00dfen Airbag haben sie (hoffentlich) den Aufprall auf dem Mars \u00fcberlebt und sind dann zu ihren Missionen aufgebrochen. Aber Curiosity war ein riesiges Teil; fast eine Tonne schwer und so gro\u00df wie ein Auto. Da funktioniert kein Airbag mehr und man hat das Ding deswegen an einem &#8222;Skycrane&#8220; herabgelassen. Der ganze Rover hing an einem langen Seil und wurde von einer \u00fcber der Marsoberfl\u00e4che schwebenden Landeeinheit langsam abgeseilt. Das war eine sehr ambitionierte und riskante Methode &#8211; aber <a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2012\/09\/02\/video-curiosity-landet-am-mars\/\">sie hat funktioniert!<\/a> Und wenn in Zukunft andere gro\u00dfe Raumsonden und Rover auf dem Mars landen werden, wird man \u00e4hnlich dramatische Wege finden m\u00fcssen, sie sanft zur Oberfl\u00e4che zu bringen. Eine davon wird gerade von der Europ\u00e4ischen Weltraumagentur ESA in Deutschland getestet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<figure id=\"attachment_15417\" aria-describedby=\"caption-attachment-15417\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Dropship_with_rover_node_full_image_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Dropship_with_rover_node_full_image_2.jpg\" alt=\"Der Dropter am Pseudomars (Bild: ESA)\" width=\"500\" height=\"303\" class=\"size-medium wp-image-15417\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15417\" class=\"wp-caption-text\">Der Dropter am Pseudomars (<a href=\"https:\/\/www.esa.int\/spaceinimages\/Images\/2014\/07\/Dropship_with_rover\">Bild: ESA<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bei Trauen in der L\u00fcneburger Heide hat man einen 1600 Quadratmeter gro\u00dfen Ausschnitt der Marsoberfl\u00e4che nachgebaut, komplett mit jeder Menge Steine, Abh\u00e4nge und anderer Hindernisse, die eine sichere Landung unm\u00f6glich machen. Im Rahmen des STARTIGER (das steht f\u00fcr &#8222;Space Technology Advancements by Resourceful, Targeted and Innovative Groups of Experts and Researchers&#8220;)-Projekts haben Wissenschaftler aus Deutschland, Portugal und Polen einen <i>Dropter<\/i> gebaut: einen &#8222;Dropship Quadrocopter&#8220;. Der fliegt bis zu 17 Meter hoch, wird zuerst \u00fcber GPS gesteuert und sucht sich danach selbstst\u00e4ndig einen vern\u00fcnftigen Landeplatz f\u00fcr einen Rover aus. Der wird an einem 5 Meter langen Seil herabgelassen bis er sanft am Boden aufsetzt. Der Dropter ist noch ziemlich klein, aber es ist ja auch vorerst nur eine Testversion:<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.esa.int\/spaceinvideos\/content\/view\/embedjw\/435768\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/center><\/p>\n<p>Das Konzept ist nun erfolgreich demonstriert worden. Es ist m\u00f6glich, eine Landeeinheit in die Atmosph\u00e4re des Mars zu bringen, wo sie dann selbstst\u00e4ndig einen brauchbaren Landeplatz aussucht und einen Rover abseilen kann. Jetzt steht es bereit, um auch tats\u00e4chlich f\u00fcr Weltraummissionen eingesetzt zu werden. Aber dazu muss die ESA erstmal wieder etwas zum Mars schicken. Das wird fr\u00fchestens im Jahr 2016 der Fall sein, wenn laut Plan <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/ExoMars\">ExoMars<\/a> starten soll; da will man aber noch nicht auf der Oberfl\u00e4che landen. Das soll erst 2018 passieren. Aber wie das bei Weltraummission so ist, sollte man sich besser nicht auf diese Daten verlassen&#8230;<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/22b7198b4cc04dbca7973f902f4cd331\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihr erinnert euch sicher noch daran, als vor fast zwei Jahren die NASA-Raumsonde Curiosity auf dem Mars gelandet ist. Die Landung war spektakul\u00e4r und das lag vor allem an der Methode, die man gew\u00e4hlt hatte. Fr\u00fchere Rover hat man ja im wesentlichen einfach abgeworfen. 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