{"id":20401,"date":"2012-04-07T15:45:19","date_gmt":"2012-04-07T13:45:19","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2012\/04\/07\/kunst-und-kreativitat-nur-in-der-freizeit-ein-paar-gedanken-zu-geistigem-eigentum-geld-und-urheberrecht\/"},"modified":"2025-05-14T16:07:34","modified_gmt":"2025-05-14T14:07:34","slug":"kunst-und-kreativitat-nur-in-der-freizeit-ein-paar-gedanken-zu-geistigem-eigentum-geld-und-urheberrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2012\/04\/07\/kunst-und-kreativitat-nur-in-der-freizeit-ein-paar-gedanken-zu-geistigem-eigentum-geld-und-urheberrecht\/","title":{"rendered":"Kunst und Kreativit\u00e4t nur in der Freizeit? Ein paar Gedanken zu geistigem Eigentum, Geld und Urheberrecht"},"content":{"rendered":"<p>Ich hab das Gef\u00fchl, dass die Debatten \u00fcber &#8222;geistiges Eigentum&#8220; und das Urheberrecht schon gef\u00fchrt werden, seit ich 1998 das erste Mal Napster installiert habe. Aber wahrscheinlich l\u00e4uft die Diskussion schon viel l\u00e4nger und mit Sicherheit wird sie in Zukunft noch viel l\u00e4nger und noch intensiver gef\u00fchrt werden. Besonders in letzter Zeit haben sich zu diesem Thema viele Menschen zu Wort gemeldet. Jetzt m\u00f6chte ich auch ein paar Gedanken dazu \u00e4u\u00dfern. Ich kann nicht mit einem <a href=\"https:\/\/www.scilogs.de\/wblogs\/blog\/sprachlog\/sprachwandel\/2012-04-06\/offener-brief-an-die-contentindustrie\">wortgewaltigen offenen Brief an die &#8222;Leibeigenen der Contentindustrie&#8220;<\/a> dienen, so wie es SciLogs-Kollege Anatol Stefanowitsch gestern getan hat. Ich habe nur ein paar pers\u00f6nliche Betrachtungen zu bieten. Aber da ich mit einigen Dingen aus Anatols Brief nicht ganz einverstanden bin, m\u00f6chte ich das trotzdem tun.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nVermutlich liegen Anatol und ich gar nicht so weit auseinander, was die grundlegende Einstellung bei diesem Thema angeht. Aber manche seiner Aussagen sind es wert, ein wenig hinterfragt zu werden. Anatol ist Wissenschaftler, der nebenbei Texte verfasst; haupts\u00e4chlich f\u00fcr sein eigenes <a href=\"https:\/\/www.scilogs.de\/wblogs\/blog\/sprachlog\">Sprachlog<\/a>. Genauso habe auch ich 2008 angefangen. Ich war Wissenschaftler und habe nebenbei Texte f\u00fcr mein Blog geschrieben. Als reines Hobby, aus Lust am Schreiben und aus Spa\u00df an der \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Sicherlich nicht, um damit Geld oder gar meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Aber es <i>gibt<\/i> Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Texten verdienen. Oder dem komponieren von Musik, dem Malen von Bildern oder \u00e4hnlichen T\u00e4tigkeiten. Mittlerweile geh\u00f6re ich dazu, denn ich <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2012\/02\/wie-ich-wissenschaftler-wurde-und-warum-ich-heute-keiner-mehr-bin.php\">bin heute kein Wissenschaftler mehr sondern arbeite als Wissenschaftsautor<\/a>. Und wer mit so einer Arbeit sein Geld verdient, der macht sich nat\u00fcrlich auch Gedanken \u00fcber Urheberrecht, Raubkopien, Plagiate und so weiter. Anatol schreibt in seinem offenen Brief:<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Trotzdem schreibe ich meistens umsonst, einfach, weil ich schreiben will &#8212; und damit bin ich einer von Millionen, die umsonst komponieren, malen, dichten, filmen, und die ihr Geld auf ganz althergebrachte Art und Weise verdienen: Indem sie daf\u00fcr arbeiten. Wenn ich das erz\u00e4hle, h\u00f6re ich oft: \u201eJa, du hast leicht reden, du hast eine Stelle auf Lebenszeit, du musst nie dar\u00fcber nachdenken, wovon du n\u00e4chsten Monat deine Miete bezahlen musst. Aber wir, wir m\u00fcssen vom Schreiben, vom Singen, vom Filmemachen leben&#8220;. Aber tats\u00e4chlich \u201em\u00fcsst&#8220; ihr das nur, weil ihr entschieden habt, es zu m\u00fcssen. Die Netzwerkadministratorin, der Stra\u00dfenbahnfahrer, die Unternehmensberaterin, der Werbetexter und der Professor m\u00fcssen ja auch von etwas leben, und darum arbeiten sie vierzig bis sechzig Stunden die Woche f\u00fcr ihren Lebensunterhalt, und dann setzen sie sich hin und komponieren, schreiben, schauspielern, spielen Bass. Ihr wollt das auch? Was hindert euch daran, au\u00dfer einem tief verwurzelten Glauben, dass jede eurer Ideen bares Geld wert ist?&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Ich verstehe in etwa, wie das Argument gemeint ist (und missverstehe es nicht als Aufforderung, das Geldverdienen durch kreative Leistungen verbieten zu wollen). Aber ich halte es f\u00fcr ein Argument, das &#8211; wenn man es weiter denkt &#8211; sehr schnell ein wenig absurd wirkt. Im Wesentlichen geht es darum, dass sich eine Berufsgruppe \u00fcber ihre Arbeitsbedingungen beschwert. Wer Texte schreibt oder Lieder komponiert und sich entschieden hat, diese Texte und Lieder nicht kostenlos zur Verf\u00fcgung zu stellen, der findet es naturgem\u00e4\u00df problematisch wenn das dank neuer technischer Entwicklungen immer schwieriger wird. Klar kann man sagen: &#8222;Na dann such dir eben einen anderen Job mit dem du dein Geld verdienst und mach den Rest nur in der Freizeit&#8220;. Aber mit diesem Argument k\u00f6nnte man jede unzufriedene Berufsgruppe ruhigstellen. Wissenschaftler <a href=\"https:\/\/www.scilogs.de\/blogs\/blog\/graue-substanz\/2012-01-29\/wissenschaftszeitvertragsgesetz-wisszeitvg\">beschweren sich \u00fcber schlechte Arbeitsbedingungen<\/a>? Dann sucht euch halt nen anderen Job, wo es besser ist? Ein <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2011\/paketsklaven151.html\">Paketdienst beutet Mitarbeiter aus<\/a>? Na und &#8211; sollen sie sich halt ne andere Arbeit suchen. Es hat sie ja niemand gezwungen, Paketboten zu werden.<\/p>\n<p>Es geht ja in der Debatte nicht nur um hochgeistige K\u00fcnstler, Liedermacher und Freizeitdichter, die davon tr\u00e4umen, reich und ber\u00fchmt zu werden. Es geht um all die Texte, die jeden Tag in den unz\u00e4hligen Zeitungen erscheinen und die Leute, die sie verfassen. Um all die B\u00fccher und CDs, die in den L\u00e4den liegen und die wir alle gerne kaufen. Um die Sendungen im Fernsehen, die wir uns ansehen wollen. Das kann nicht nur von Stra\u00dfenbahnfahrern und Netzwerkadminstratoren in ihrer Freizeit erledigt werden. Es muss zwangsl\u00e4ufig Leute geben, die hauptberuflich damit besch\u00e4ftigt sind, kreative Leistungen der einen oder anderen Art zu erledigen.  Damit ist \u00fcbrigens keine qualitative Wertung verbunden. Es <a href=\"https:\/\/www.scilogs.de\/wblogs\/blog\/sprachlog\/kultur\/2012-04-07\/erdbeerquark\">geht nicht darum<\/a>, dass die Texte von bezahlten Autoren irgendwie besser sind, als die Texte, die von Autoren und Bloggern umsonst angeboten werden. Es geht darum, dass jeder Mensch sich aussuchen kann, womit er Geld verdienen m\u00f6chte (auch wenn er damit nicht zwangsl\u00e4ufig erfolgreich sein muss). Manche Menschen entscheiden sich, ihr Texte, Musik oder Kunst anzubieten und daf\u00fcr Geld zu verlangen. Und das muss m\u00f6glich sein und m\u00f6glich bleiben. Dazu muss man sich nat\u00fcrlich \u00fcberlegen, wie man mit Urheberrecht und &#8222;geistigem Eigentum&#8220; umgeht. Anatol sagt in seinem Brief richtigerweise, dass es &#8222;geistiges Eigentum&#8220; so nicht wirklich gibt. Aber daraus folgt nicht, dass kreative Leistungen, die einmal in der digitalen Welt angelangt sind, pl\u00f6tzlich Freiwild sind. Klar, es ist technisch schwer bis unm\u00f6glich (und wird das auch vermutlich immer sein), die Verbreitung von digitalen Texten (oder anderen digitalen Produkten) zu kontrollieren. Aber was folgt daraus?<\/p>\n<p>Ein ganz konkretes Beispiel aus meiner eigenen Arbeit als &#8222;Urheber&#8220; und Produzent von &#8222;geistigem Eigentum&#8220;. Ich schreibe seit bald 4 Jahren mein Blog. Die Texte hier sind insofern frei, als jeder, der m\u00f6chte, sie lesen kann. Man muss daf\u00fcr nichts bezahlen, sie stehen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich im Netz. Sie sind aber &#8211; zumindest aus meiner Sicht! &#8211; ganz definitiv <i>nicht<\/i> frei, wenn es um die Frage geht, ob man damit machen kann, was man gerade m\u00f6chte. Vor einigen Wochen gab es den Fall einer Zeitung (in dem Fall eine &#8222;echte&#8220; Zeitung, f\u00fcr Geld zu kaufen und kein Onlinemedium) f\u00fcr Pseudowissenschaft (die sich haupts\u00e4chlich mit dem Bau von Perpetuum Mobiles besch\u00e4ftigt), die zwei meiner Blogartikel im Wesentlichen komplett kopiert und in ihrer Zeitung abgedruckt hatten. Ohne mich vorher zu fragen und ohne mich explizit als Autor zu nennen. So etwas <i>kann<\/i> in Ordnung sein (obwohl &#8211; und der Meinung ist auch Anatol &#8211; der Autor eines Textes eigentlich immer angegeben werden sollte). Viele Verlage drucken zum Beispiel B\u00fccher, die nur aus Texten bestehen, die direkt aus der Wikipedia kopiert worden sind (<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Flusssystem-Main-Nebenfl%C3%BCsse-Reichenbach-Flie%C3%9Fgew%C3%A4sser\/dp\/1158979533\/ref=sr_1_12?ie=UTF8&#038;qid=1333797966&#038;sr=8-12\">hier<\/a> ist ein Beispiel von vielen<\/a>. Das ist in Ordnung, denn die Wikipedia r\u00e4umt jedem das Recht auf solche Weiterverwendung ein. Aber manche Autoren m\u00f6chten das eben nicht. <i>Ich<\/i> will nicht, dass meine Blogtexte unter fremden Namen in pseudowissenschaftlichen Zeitungen erscheinen. Und ich m\u00f6chte zumindest das Recht haben, darauf zu bestehen, egal wie &#8222;frei&#8220; digitale Texte zwangsl\u00e4ufig immer sind. Dass die Durchsetzung dieses Rechts technisch schwierig ist, ist eine ganz andere Sache.<\/p>\n<p>Die Frage ob man als Autor kontrollieren kann oder soll, was mit seinen Texten passiert, ist nur ein Aspekt. Der andere dreht sich um das Geld. Ich habe oben schon gesagt, dass zumindest jeder das Recht und die prinzipielle M\u00f6glichkeit haben sollte, mit seinen kreativen Werken Geld zu verdienen, sofern man sich daf\u00fcr entscheidet (Ob das dann auch tats\u00e4chlich klappt, ist eine andere Frage). Jetzt geht es darum, <i>wie<\/i> man Geld verdient. Man kann seine Werke frei verf\u00fcgbar machen und Geld mit Spenden und freiwilligen Zahlungen verdienen. Dienste wie <i>flattr<\/i> bieten hierf\u00fcr die technischen M\u00f6glichkeiten. Das kann funktionieren &#8211; tut es aber wohl eher selten. Oder man kann seine Werke auf die eine oder andere Art konkret verkaufen. Auch hier bietet das Internet jede Menge neue und simple M\u00f6glichkeiten, \u00fcber Webshops, Amazon, etc. Oder man bleibt bei der klassischen Variante mit Label oder Verlag. Anatol fragt in seinem offenen Brief:<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Warum die K\u00fcnstler schreien, wissen vermutlich nicht einmal sie selbst &#8212; warum sie lieber 95 Prozent des Verkaufspreises f\u00fcr ihre Lieder und Texte an Plattenfirmen und Verlage abf\u00fchren als 30 Prozent an Apple oder Amazon, l\u00e4sst sich wohl nur unter Zuhilfenahme sehr irrationaler Zahlen wirklich verstehen.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Frage war vermutlich nur rhetorisch gemeint; beantworten m\u00f6chte ich sie aber trotzdem (auch auf die Gefahr hin, irrationale Zahlen verwenden zu m\u00fcssen). Ich habe im letzten Jahr zwei B\u00fccher geschrieben. Eines davon war eine klassische &#8222;Eigenproduktion. Es erschien ohne Verlag, direkt <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B0072TYLD4\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=astrodisimple-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B0072TYLD4\">als eBook bei Amazon<\/a>. Das <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2011\/12\/krawumm-ein-pladoyer-fur-den-weltuntergang.php\">zweite Buch<\/a> dagegen wird von einem Verlag produziert. Betrachtet man die Zahlen, dann bekomme ich nat\u00fcrlich beim Verlag prozentual weniger Geld vom Verkaufspreis (obwohl es mehr sind als nur 5%) als bei der Eigenproduktion via Amazon. Absolut gleicht es sich wieder aus, weil das eBook bei Amazon wesentlich billiger ist als das gedruckte Hardcoverbuch (was ich durch die Wahl eines h\u00f6heren Verkaufspreises aber \u00e4ndern h\u00e4tte k\u00f6nnen). Aber das ist nicht unbedingt der Aspekt um den es mir geht.<\/p>\n<p>Man sucht sich ja nicht deswegen einen Verlag f\u00fcr sein Buch, weil man Lust hat, ausgebeutet zu werden. Man ver\u00f6ffentlicht bei einem Verlag, weil man von dessen Infrastruktur profitieren m\u00f6chte. Ein Verlag hat Lektoren und Grafiker, die das Buch \u00fcberarbeiten. Er hat Druckereien, in denen man das Buch billiger und besser drucken kann als im Eigenverlag. Er hat vor allem Leute, die sich um die PR und die Medienkontakte k\u00fcmmern. Ein guter Verlag kann ein (gutes) Buch in alle Buchhandlungen des Landes bringen. Als Autor mit Eigenverlag schafft man das nicht. Nat\u00fcrlich <i>kann<\/i> der Stra\u00dfenbahnfahrer oder die Unternehmenberaterin das Buch in der Freizeit schreiben, es im Eigenverlag drucken und dann nach der Arbeit durch Deutschland und in alle Buchhandlungen reisen um dort sein Werk anzubieten und zu verbreiten. Und man <i>kann<\/i> damit theoretisch sogar erfolgreich sein. Aber so zu tun, als w\u00e4ren Verlage und Plattenlabels nur dazu da, um Autoren und K\u00fcnstler auszubeuten, greift zu kurz. Es gibt gute Gr\u00fcnde, warum man sich daf\u00fcr entscheidet, sich an die <i>&#8222;schlipstragende Verwalter und Verk\u00e4ufer kultureller &#8218;G\u00fcter'&#8220;<\/i> zu wenden und sich zu einem <i>&#8222;Leibeigenen der Contentindustrie&#8220;<\/i> zu machen.<\/p>\n<p>Solche Generalisierungen sind sowieso selten hilfreich. Es ist auch gar nicht n\u00f6tig, mich in den Kommentaren darauf hinzuweisen, welche schlimmen Dinge Verlage, Plattenlabels, die GEMA oder sonstwer getan hat. Irgendwelche Leute zu verklagen, die sich online nen Film angesehen habe, halte ich genauso f\u00fcr absurd wie ihr. Das hat aber auch eigentlich nichts mit dem Thema zu tun. Genauso wenig wie zum Beispiel Gentechnik per se schlecht ist, nur weil Firmen wie Monsanto schlimme Dinge machen, sind Verlagsstrukturen oder Autorenrechte per se schlecht, weil Labels sich bescheuert benehmen. ScienceBlog-Kollege J\u00fcrgen Sch\u00f6nstein hat es am Ende <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/geograffitico\/2012\/04\/geistiges-eigentumliches-und-walderdbeeren.php\">seiner Antwort auf Anatols Brief<\/a> gut ausgedr\u00fcckt:<\/p>\n<blockquote><p><i>&#8222;Nur weil ich der Meinung bin, dass das bisherige Vertriebssystem &#8211; ob nun f\u00fcr Erdbeeren oder f\u00fcr Musik, Literatur, Journalismus oder andere &#8222;geistige&#8220; Erzeugnisse &#8211; endlich abgeschafft werden sollte, darf ich nicht einfach \u00fcbersehen, dass ich damit auch das Entlohnungsystem der Erzeuger in Frage stelle.&#8220;<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Wer sich jetzt am Ende des Artikels ein gro\u00dfes Fazit oder sonst einen Knalleffekt erwartet, den muss ich leider entt\u00e4uschen. Ich habe auch noch kein Wort \u00fcber die Piratenpartei verloren. Aber \u00fcber sie und ihre Meinung zum Urheberrecht ist sowieso schon soviel Unsinn im Umlauf und man kann durchaus auch mal eine Diskussion zum Thema f\u00fchren, ohne sich als Anh\u00e4nger oder Gegner der Piraten (ich bin nichts davon) zu deklarieren. Ich bin mir selbst noch nicht ganz im Klaren dar\u00fcber, wie die ganze Problematik gel\u00f6st werden kann oder ob das \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist. Ich lebe momentan davon, Texte zu schreiben. F\u00fcr Blogs, f\u00fcr Zeitungen, f\u00fcr B\u00fccher. Wie auch immer die Debatte sich entwickeln wird, die Ergebnisse werden mein Leben beeinflussen. Ich werde mir weiter Gedanken dar\u00fcber machen. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg03.met.vgwort.de\/na\/ca31c54bda2441d1abf90ff742ddee97\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hab das Gef\u00fchl, dass die Debatten \u00fcber &#8222;geistiges Eigentum&#8220; und das Urheberrecht schon gef\u00fchrt werden, seit ich 1998 das erste Mal Napster installiert habe. Aber wahrscheinlich l\u00e4uft die Diskussion schon viel l\u00e4nger und mit Sicherheit wird sie in Zukunft noch viel l\u00e4nger und noch intensiver gef\u00fchrt werden. 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