{"id":20240,"date":"2012-02-15T10:30:15","date_gmt":"2012-02-15T09:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2012\/02\/15\/warum-der-mond-manchmal-auf-dem-rucken-liegt\/"},"modified":"2025-05-14T16:07:19","modified_gmt":"2025-05-14T14:07:19","slug":"warum-der-mond-manchmal-auf-dem-rucken-liegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2012\/02\/15\/warum-der-mond-manchmal-auf-dem-rucken-liegt\/","title":{"rendered":"Warum der Mond manchmal auf dem R\u00fccken liegt"},"content":{"rendered":"<p>Neben der Sonne ist der Mond das auff\u00e4lligste Objekt, das an unserem Himmel zu sehen ist. Den Mond kennt jeder, den Mond hat jeder schon mal gesehen. Der Mond als Zeichnung und Symbol ist in B\u00fcchern und Bildern zu finden. Der Mond ist immer pr\u00e4sent. Vielleicht sogar zu pr\u00e4sent &#8211; so sehr, dass die Menschen ihn gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Denn trotz seiner sichtbaren Prominenz sorgt er immer wieder f\u00fcr Verwirrung, wenn er angeblich Dinge macht, die ganz au\u00dfergew\u00f6hnlich und auf keinen Fall normal sein k\u00f6nnen. Zum Beispiel, sich auf die Seite zu legen&#8230;<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIn den letzten Wochen hatten wir in vielen Regionen Deutschlands wunderbar klares Winterwetter mit entsprechend klarem Himmel. In den letzten beiden Wochen war der Mond, zusammen mit Venus und Jupiter am Himmel zu sehen und dass schon fr\u00fch am Abend, wenn noch jede Menge Leute drau\u00dfen unterwegs sind. Und wie immer in solchen Situationen h\u00e4ufen sich bei mir die Anfragen von Menschen, die \u00fcberrascht sind, was da am Himmel zu sehen ist. Da wird dann gefragt, ob es normal ist, dass der Mond auf einmal so hell ist. Oder ob die beiden hellen Punkte am Himmel vielleicht Asteroiden, Supernovae oder unbekannte Planeten sind. Oder eben auch, warum die Mondsichel auf einmal auf der Seite liegt. Das kommt doch sonst nie vor, da muss doch irgendwas passiert sein, oder? <a href=\"https:\/\/www.webcitation.org\/65SyIjg07\">Hier findet man<\/a> ein klassisches Beispiel f\u00fcr die Verbl\u00fcffung, die der liegende Mond immer wieder ausl\u00f6st (aber auch hier im Blog kann man immer wieder entsprechende Kommentare lesen).<\/p>\n<p>Dabei ist an der Sache absolut nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches. Der Mond macht genau das, was er immer schon gemacht hat. Mal liegt die Sichel und mal steht sie. Um das zu verstehen, muss man sich nur ein wenig mit der Geometrie der Mondbahn besch\u00e4ftigen. Erinnern wir uns zuerst noch einmal daran, dass der Mond nicht selbst leuchtet, sondern nur von der Sonne angestrahlt wird. Eine H\u00e4lfte des Mondes (nicht jedesmal die selbe) ist also immer hell erleuchtet, die andere ist dunkel. Je nachdem wie wir von der Erde auf den Mond blicken, sehen wir mal mehr und mal weniger von dieser beleuchteten H\u00e4lfte. \u00dcber die Entstehung der Mondphasen <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2011\/12\/die-wissenschaft-der-weihnachtskarten.php\">habe ich hier schon ausf\u00fchrlich<\/a> geschrieben. Hier reicht es zu wissen, dass die Mitte der Mondsichel immer in Richtung Sonne zeigt (Dass es manchmal aussieht, als w\u00fcrde sie in eine andere Richtung zeigen, hat andere Gr\u00fcnde auf die ich hier nicht eingehen will. Es ist aber nur eine optische T\u00e4uschung, vergleichbar mit der <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2009\/06\/grosser-mond-kleiner-mond-die-mondtauschung.php\">klassischen Mondt\u00e4uschung<\/a>). Ich hab das hier mal aufgezeichnet:<\/p>\n<form mt:asset-id=\"29518\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-41ef8fe4d72d957b934b274c010a2bd1-mondsichel.jpg\" onclick=\"window.open('https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-41ef8fe4d72d957b934b274c010a2bd1-mondsichel.jpg','popup','width=2387,height=2056,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-cb750f98b09c52766becdd0cfa864a94-mondsichel-thumb-500x430-1.jpg\" alt=\"i-cb750f98b09c52766becdd0cfa864a94-mondsichel-thumb-500x430.jpg\" \/><\/a><\/form>\n<p>Der orangene Ball ist die Sonne, und je nachdem wie Sonne und Mond gemeinsam am Himmel stehen, sehen wir die Mondsichel mal stehend und mal liegend. Steht der Mond hoch \u00fcber der Sonne, dann bekommen wir eine Sichel, die liegt; steht der Mond neben der Sonne am Himmel, dann sehen wir die klassische aufrechte Mondsichel. Es h\u00e4ngt alles von der Bahn ab, die Sonne und Mond am Himmel ziehen.<\/p>\n<p>Die scheinbare Bahn der Sonne am Himmel nennt man <i>Ekliptik<\/i>. Nat\u00fcrlich bewegt sich die Sonne nicht wirklich sondern es ist die Erde, die sich um die Sonne bewegt. Die Ekliptik entspricht also in Wahrheit der Erdbahn, die an den Himmel projiziert wird. F\u00fcr unsere \u00dcberlegungen k\u00f6nnen wir das aber ignorieren und uns auf den Standpunkt <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2010\/07\/spharische-astronomie.php\">der sph\u00e4rischen Astronomie<\/a> zur\u00fcckziehen, und alles aus der Sicht der Erde betrachten. Jeder wei\u00df, dass die Sonne bei uns im Sommer hoch am Himmel steht; im Winter dagegen nicht ganz so weit \u00fcber den Horizont kommt. Das liegt daran, dass die Erdachse nicht exakt aufrecht auf der Ebene der Erdbahn steht sondern ein wenig geneigt ist. Das sieht man in diesem Bild recht gut:<\/p>\n<form mt:asset-id=\"5901\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-1ca6ef756b1af5ac61ea3eabca1d458a-equinox.jpg\" onclick=\"window.open('https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-1ca6ef756b1af5ac61ea3eabca1d458a-equinox.jpg','popup','width=1656,height=794,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-a909300c5307e7517fb03d61b11e3b09-equinox-thumb-500x239-1.jpg\" alt=\"i-a909300c5307e7517fb03d61b11e3b09-equinox-thumb-500x239.jpg\" \/><\/a><\/form>\n<p>In rot sieht man den &#8222;Himmels\u00e4quator&#8220;, also den \u00c4quator der Erde der auf den Himmel projiziert wurde. Gelb ist die Ekliptik. Da die Erdachse geneigt ist, sind auch Ekliptik und Himmels\u00e4quator zueinander geneigt (um knapp 23,5 Grad). Das bedeutet, dass die Sonne sich mal unter dem Himmels\u00e4quator bewegt und mal dar\u00fcber. Am Tag der Sommersonnenwende befindet sich die Sonne ganz rechts im Bild und hat ihren gr\u00f6\u00dften Abstand <i>\u00fcber<\/i> dem Himmels\u00e4quator. Bei der Wintersonnenwende ist es umgekehrt, hier steht sie ganz links, am tiefsten <i>unter<\/i> dem Himmels\u00e4quator. Zur Fr\u00fchlings- bzw. Herbst-Tag-Und-Nacht-Gleiche steht sie dagegen genau in den Schnittpunkten zwischen Ekliptik und Himmels\u00e4quator, also genau <i>in<\/i> der Ebene des Himmels\u00e4quators. Ich habe hier mal ein Beispiel aufgezeichnet, wie das f\u00fcr uns im Sommer aussehen kann:<\/p>\n<form mt:asset-id=\"29522\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-b7d117b602a07a283cf357316b169eec-sonnebahn1.jpg\" onclick=\"window.open('https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-b7d117b602a07a283cf357316b169eec-sonnebahn1.jpg','popup','width=2290,height=1706,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-3710a1c57493a58b2bec97adef77c79b-sonnebahn1-thumb-500x372-1.jpg\" alt=\"i-3710a1c57493a58b2bec97adef77c79b-sonnebahn1-thumb-500x372.jpg\" \/><\/a><\/form>\n<p>Der Beobachter, also wir, steht in der Mitte des Bildes. Der Horizont und die Himmelsrichtungen sind in rot eingezeichnet. Violett ist der Himmels\u00e4quator. Wie hoch der am Himmel verl\u00e4uft, h\u00e4ngt von der geografischen Breite ab. Bef\u00e4nden wir uns irgendwo am \u00c4quator der Erde, w\u00fcrde er direkt von Osten nach Westen \u00fcber unsere K\u00f6pfe hinweg verlaufen. St\u00fcnden wir dagegen am Nord- bzw. S\u00fcdpol, dann w\u00fcrde der Himmels\u00e4quator mit dem Horizont zusammenfallen. Die Bahn, die die Sonne am Himmel nimmt, \u00e4ndert sich ebenfalls entsprechend. Am \u00c4quator geht die Sonne viel steiler auf und unter als an den Polen. Im Bild oben ist die Situation f\u00fcr typisch mitteleurop\u00e4ische Breitengrade gezeichnet und wir sehen, dass die Sonne sich &#8211; wie im Sommer \u00fcblich &#8211; <i>\u00fcber<\/i> dem Himmels\u00e4quator bewegt. Ein entsprechendes Bild f\u00fcr den Winter w\u00fcrde genauso aussehen, nur dass die Sonne eben unter dem Himmels\u00e4quator ihre Bahn zieht. Das, was ich gerade gesagt habe, gilt nur tags\u00fcber! In der Nacht ist es genau umgekehrt! Das sieht man schnell, wenn ich die Bahn der Sonne und den Himmels\u00e4quator im obigen Bild auch unter den Horizont verl\u00e4ngere &#8211; also in die Nacht hinein (die ja anf\u00e4ngt, wenn die Sonne sich unter den Horizont bewegt):<\/p>\n<form mt:asset-id=\"29525\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-cb56fcf9481e55a38e48e4209fa953f5-sonnebahn2.jpg\" onclick=\"window.open('https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-cb56fcf9481e55a38e48e4209fa953f5-sonnebahn2.jpg','popup','width=2290,height=1912,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-f5bc24394f64ba985fb3d6be54538039-sonnebahn2-thumb-500x417-1.jpg\" alt=\"i-f5bc24394f64ba985fb3d6be54538039-sonnebahn2-thumb-500x417.jpg\" \/><\/a><\/form>\n<p>Also fassen wir mal zusammen: Im Sommer steht die Sonne tags\u00fcber hoch \u00fcber dem Himmels\u00e4quator und in der Nacht darunter. Im Winter steht sie tags\u00fcber unter dem Himmels\u00e4quator und in der Nacht dar\u00fcber. In einer Sommernacht verl\u00e4uft die Ekliptik also flacher \u00fcber den Himmel als in einer Winternacht. Das ist der wichtige Punkt, den wir uns merken m\u00fcssen! Die Ekliptik steht mal steiler am Himmel und mal flacher!<\/p>\n<p>Denn nicht nur die Sonne bewegt sich am Himmel entlang der Ekliptik, auch die Planeten ziehen ihre Bahnen (fast) auf der gleichen Bahn. Und der Mond! Auch er bewegt sich entlang der Ekliptik. Wenn die Ekliptik jetzt also flach am Himmel steht, dann haben wir die Situation die im ersten Bild ganz oben dargestellt ist: Mond und Sonne stehen fast nebeneinander und die Mondsichel steht aufrecht. Steht die Ekliptik steil am Himmel, dann steht der Mond hoch \u00fcber der Sonne und die Mondsichel liegt.<\/p>\n<p>Mit dem <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2010\/03\/der-ganze-himmel-am-computer-stellarium.php\">wunderbaren Computerprogramm Stellarium<\/a> (hier <a href=\"https:\/\/stellarium.org\/\">kostenlos erh\u00e4ltlich<\/a>) kann man das super visualisieren. Hier ist die Ekliptik, wie sie zum Beispiel am 24. Februar 2012 am Himmel stehen wird:<\/p>\n<form mt:asset-id=\"29528\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-e987e74394988c85c8f89a9db8427e4b-ekliptikfr\u00fchling.png\" onclick=\"window.open('https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-e987e74394988c85c8f89a9db8427e4b-ekliptikfr\u00fchling.png','popup','width=1600,height=900,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-653a4512d7408a66e687de20a365137a-ekliptikfruehling-thumb-500x281-1.png\" width=\"500\" height=\"281\" alt=\"ekliptikfr\u00fchling.png\" class=\"mt-image-center\" style=\"text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;\" \/><\/a><\/form>\n<p>Hier sehen wir sie im Herbst, am 27. Oktober 2012:<\/p>\n<form mt:asset-id=\"29531\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-8f493f04d1a621eb7611af5f06851299-ekliptikherbst.png\" onclick=\"window.open('https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-8f493f04d1a621eb7611af5f06851299-ekliptikherbst.png','popup','width=1600,height=900,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-fd1b56862cfd62b7aa0f34f49967904a-ekliptikherbst-thumb-500x281-1.png\" alt=\"i-fd1b56862cfd62b7aa0f34f49967904a-ekliptikherbst-thumb-500x281.png\" \/><\/a><\/form>\n<p>Die Realit\u00e4t ist noch ein kleines bisschen komplizierter, als ich es oben geschrieben habe. Denn die Mondbahn ist nochmal um knapp 5 Grad gegen\u00fcber der Ekliptik geneigt. Der Mond kann also selbst noch \u00fcber bzw. unter der Ekliptik stehen und die oben erkl\u00e4rten Effekte abschw\u00e4chen oder verst\u00e4rken. Wer es genau wissen will: Der Mond kann maximal (118,5 Grad &#8211; geografische Breite) \u00fcber dem Horizont stehen und erreicht mindestens (61,5 Grad &#8211; geografische Breite) \u00fcber dem Horizont. Wenn ich das f\u00fcr Jena berechne (geografische Breite: 50\u00b055&#8242;), dann kann die Mondh\u00f6he zwischen 10,6 und 67,6 Grad variieren.<\/p>\n<p>Dass der Mond mal liegt und mal steht ist also v\u00f6llig normal. Es hat mit der Geometrie der Planetenbahnen zu tun. Je nachdem wie wir gerade ins All und auf den Mond blicken, sehen wir eine liegende Sichel oder eine die aufrecht steht. Daran ist nichts mysteri\u00f6s oder gef\u00e4hrlich. Wer den Himmel regelm\u00e4\u00dfig beobachtet und sich ein wenig Gedanken \u00fcber das Gesehene macht, sieht das schnell. Es kommt \u00fcbrigens bald wieder eine Gelegenheit, den liegenden Mond zu betrachten! Momentan nimmt der Mond ja gerade ab und ist nur in der zweiten Nachth\u00e4lfte zu sehen. Aber am 21. Februar ist Neumond und danach kann man die zunehmende Mondsichel wieder am Abend sehen. Der zunehmende Mond der letzten Februartage wird sehr stark auf der Seite liegen, so stark, wie man es selten sieht. Stellarium zeigt uns, wie es &#8211; in diesem Bild am 24. Februar &#8211; aussehen wird:<\/p>\n<form mt:asset-id=\"29534\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-ed4369d2e6c6dcc24b4f6c47fbef25d8-mondfr\u00fchling.png\" onclick=\"window.open('https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-ed4369d2e6c6dcc24b4f6c47fbef25d8-mondfr\u00fchling.png','popup','width=1600,height=900,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-e7747f7fc0f328e620499a9ff1c22043-mondfruehling-thumb-500x281-1.png\" width=\"500\" height=\"281\" alt=\"mondfr\u00fchling.png\" class=\"mt-image-center\" style=\"text-align: center; display: block; margin: 0 auto 20px;\" \/><\/a><\/form>\n<p>Wenn der Mond also demn\u00e4chst wieder liegt: Keine Panik. Nutzt lieber die Gelegenheit und genie\u00dft den sch\u00f6nen Anblick (und denkt vielleicht auch ein wenig \u00fcber die Geometrie des Sonnensystems nach&#8230;)<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/708c210a99264867a65bac6b49875f9e\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben der Sonne ist der Mond das auff\u00e4lligste Objekt, das an unserem Himmel zu sehen ist. Den Mond kennt jeder, den Mond hat jeder schon mal gesehen. Der Mond als Zeichnung und Symbol ist in B\u00fcchern und Bildern zu finden. Der Mond ist immer pr\u00e4sent. 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