{"id":19285,"date":"2010-04-27T14:14:00","date_gmt":"2010-04-27T12:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2010\/04\/27\/open-science-die-trojanerasymmetrie\/"},"modified":"2025-05-14T16:04:43","modified_gmt":"2025-05-14T14:04:43","slug":"open-science-die-trojanerasymmetrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/index.php\/2010\/04\/27\/open-science-die-trojanerasymmetrie\/","title":{"rendered":"Open Science: Die Trojaner-Asymmetrie"},"content":{"rendered":"<p>Das hier ist ein kleines Experiment. Normalerweise teilen Wissenschaftler die Ergebnisse ihrer Forschung der \u00d6ffentlichkeit erst mit, wenn sie fertig sind und sicher,dass sie was interessantes vorzuweisen haben. Ich m\u00f6chte gerne mal den anderen Weg gehen und ausprobieren wie es ist, wenn man den ganzen Weg, von der ersten Idee bis hin zum Erfolg am Ende (oder zum Scheitern) \u00f6ffentlich ablaufen l\u00e4sst. Ich erhoffe mir davon nicht nur interessantes Feedback &#8211; sondern (und das ist der Hauptgrund f\u00fcr diesen Versuch) auch die aktive Mitarbeit all jener, die Lust dazu haben.<\/p>\n<p>Das Problem, dass ich f\u00fcr dieses Projekt ausgesucht habe, ist die <em>Trojaner-Asymmetrie<\/em>. Dar\u00fcber habe ich letztes Jahr schon einen <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2008\/09\/trojaner-am-himmel.php\">langen Artikel geschrieben<\/a>. Eine kurze Wiederholung schadet aber sicher nicht \ud83d\ude09<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong><big>Das Problem<\/big><\/strong><\/p>\n<p>Bei den &#8222;Trojanern&#8220; handelt es sich um eine spezielle Gruppe von Asteroiden. Die Trojaner teilen sich ihre Bahn mit Jupiter; sie befinden sich in bzw. in der N\u00e4he der sogenannten <i>Lagrangepunkt<\/i> L4 und L5. Diese zwei Punkte befinden sich 60 Grad vor bzw. hinter Jupiter entlang seiner Bahn und stellen genau die beiden Punkte dar, an denen sich die Kr\u00e4fte von Jupiter und der Sonne die Waage halten:<\/p>\n<form mt:asset-id=\"4787\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-a73e4956123cf3cbca75859842b8e960-lagrange.jpg\" alt=\"i-a73e4956123cf3cbca75859842b8e960-lagrange.jpg\" \/><\/form>\n<p>Eigentlich gibt es 5 solcher Punkte &#8211; aber nur bei L4 und L5 k\u00f6nnen sich kleinere Objekte wie Asteroiden f\u00fcr lange Zeit halten. 1906 wurde der erste Trojanerasteroid im Lagrangepunkt L4 des Jupiter gefunden. Heute kennen wir einige tausend Jupitertrojaner (und eine Handvoll Trojaner des Mars und <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2010\/02\/die-trojaner-des-neptun-teil-1-entstehung.php\">Neptun<\/a> &#8211; ich will mich momentan aber auf die Jupitertrojaner beschr\u00e4nken) &#8211; man sch\u00e4tzt aber die Gesamtzahl viel h\u00f6her ist. Von den Jupitertrojanern soll es in etwa genauso viel geben wie von den &#8222;normalen&#8220; Hauptg\u00fcrtelasteroiden die ihre Bahnen zwischen den Orbits von Mars und Jupiter ziehen.<\/p>\n<p>Rein aus dynamischer Sicht gibt es keinen Unterschied zwischen L4 und L5. Beide Punkte sind absolut identisch. Man w\u00fcrde also erstmal auch erwarten, dass sich bei L4 und L5 in etwa gleich viele Asteroiden befinden. Das ist aber nicht das, was man beobachtet! In meinem <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2008\/09\/trojaner-am-himmel.php\">Artikel von letzen Jahr<\/a> habe ich diese Grafik gezeigt:<\/p>\n<form mt:asset-id=\"3088\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-43d5407081b2e5974b9d02703f40ab0b-trojaner.jpg\" onclick=\"window.open('https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-43d5407081b2e5974b9d02703f40ab0b-trojaner.jpg','popup','width=1177,height=836,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-c2bd63358a07bdf0854c55907b861f69-trojaner-thumb-500x355-1.jpg\" alt=\"i-c2bd63358a07bdf0854c55907b861f69-trojaner-thumb-500x355.jpg\" \/><\/a><\/form>\n<p>Hier sieht man wie sich die Anzahl der Asteroiden bei L4 und L5 zwischen 1999 und 2005 ver\u00e4ndert hat. Es gab immer deutlich mehr L4-Trojaner! In meinem Artikel von damals habe ich auch die m\u00f6glichen Gr\u00fcnde f\u00fcr diese <i>Trojaner-Asymmetrie<\/i> aufgelistet:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Beobachtungsgr\u00fcnde:<\/strong> L4 und L5 befinden sich ja an verschiedenen Stellen am Himmel. Vielleicht waren die Beobachtungsbedingungen f\u00fcr L4 besser als f\u00fcr L5 (weil L5 z.B. zeitweise dort am Himmel lag wo sich auch die Milchstrasse befindet und deswegen schlechter beobachtet werden konnte). Man vermutete, dass sich das Problem im Laufe der Zeit von selbst l\u00f6sen wird. Dieses Argument wurde allerdings schon Ende der 80er Jahre gebracht &#8211; und eigentlich hat fast niemand an diese L\u00f6sung geglaubt da der Unterschied sich mit den neuen Entdeckungen nie verringerte.<\/li>\n<li><strong>Unterschiedliche Entstehung:<\/strong> Manche Wissenschaftler vermuteten, dass die unterschiedliche Anzahl der Asteroiden auf verschiedene Entstehungsprozesse zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Unterschiedliche Kollisionsraten zwischen den Asteroiden bei L4 und L5 k\u00f6nnten in der heutigen Asymmetrie resultieren. Allerdings hat keine der dazu durchgef\u00fchrten Arbeiten wirklich konkrete Ergebnisse gebracht.<\/li>\n<li><strong>Chaos und Katastrophen:<\/strong> In der Fr\u00fchzeit des Sonnensystems ging es ja ziemlich wild zu. Protoplaneten kollidierten miteinander (so entstand z.B. unser Mond) oder wurden durch die gravitative Wechselwirkung aus dem Sonnensystem geworfen. Ein solcher Protoplanet hat dabei vielleicht auch die Gruppe der L5 Trojaner durchquert und ihre Anzahl dezimiert. Das ist allerdings kaum wissenschaftlich nachzuweisen. Andere Simulationen besch\u00e4ftigen sich mit der Migration der Planeten: in der Fr\u00fchzeit des Sonnensystems haben sich die Umlaufbahnen von Jupiter und Saturn gemeinsam vergr\u00f6\u00dfert &#8211; dabei k\u00f6nnte Jupiter die Trojaner quasi &#8222;eingefangen&#8220; haben. Dieser Einfangsproze\u00df verlief chaotisch, wodurch sich auch die unterschiedliche Anzahl der Asteroiden erkl\u00e4ren l\u00e4\u00dft.<\/li>\n<li><strong>Dynamische Gr\u00fcnde:<\/strong> Unser Sonnensystem ist ja eigentlich kein Dreik\u00f6rperproblem in dem nur Jupiter, die Sonne und der Asteroid miteinander wechselwirken &#8211; Saturn wirkt beispielsweise auch gravitativ auf die Trojaner (und Jupiter); auch die anderen Planeten haben einen kleinen Einfluss. Und je nachdem wie diese Einfl\u00fcsse wirken k\u00f6nnte L4 stabiler sein als L5. Bei den Lagrange-Punkten von Neptun ist die unterschiedliche Gr\u00f6\u00dfe der Stabilit\u00e4tsregionen mittlerweile ganz klar nachgewiesen. Es w\u00e4re also nicht verwunderlich, wenn auch bei Jupiter dynamische Gr\u00fcnde f\u00fcr die Trojaner-Asymmetrie verantwortlich sind. Allerdings hatte man auch hier eigentlich nur wenig \u00fcberzeugende Hinweise auf Unterschiede gefunden. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Im weiteren habe ich dann <a href=\"https:\/\/adsabs.harvard.edu\/abs\/2006A%26A...453..353F\">meine eigene Forschungsarbeit zum letzten Punkt<\/a> vorgestellt und erkl\u00e4rt, dass es Hinweise darauf gibt, dass diese Asymmetrie tats\u00e4chlich dynamische Gr\u00fcnde haben kann. Ich habe allerdings auch erw\u00e4hnt, dass zu diesem Zeitpunkt (September 2009) die Zahl der bekannten L5 Asteroiden ann\u00e4hernd gleich gro\u00df ist wie die um L4. Waren es also doch nur Beobachtungsgr\u00fcnde?<\/p>\n<p><big><strong>Ist die Sache noch aktuell?<\/strong><\/big><\/p>\n<p>An diesem Punkt habe ich das Problem dann verlassen. Ich habe mich seit der oben verlinkten Arbeit aus dem Jahr 2006 nicht mehr beruflich mit den Trojaner besch\u00e4ftigt &#8211; ich habe mich dann immer st\u00e4rker auf die Dynamik der Exoplaneten konzentriert. Aber das Problem der Trojaner-Asymmetrie hat mich trotzdem immer wieder besch\u00e4ftigt. <\/p>\n<p>Die erste Frage die sich hier sofort stellt lautet: Ist das Problem nun eigentlich noch ein Problem oder nicht? 2006, als mein Artikel dazu erschienen ist, war der Unterschied zwischen L4 und L5  deutlich sichtbar. Im September 2009 kannt man 1279 L4 und 1271 L5 Asteroiden &#8211; also keine Asymmetrie. Was man hier erstmal braucht, ist eine aktuelle Version der Grafik, die ich weiter oben gezeigt habe. Immerhin sind seit damals ja 5 Jahre vergangen. Wenn der Unterschied wirklich dauerhaft verschwunden ist, dann hat sich die ganze Sache mit der Trojaner-Asymmetrie wohl wirklich erledigt und das Problem l\u00e4sst sich auf die unterschiedlichen Beobachtungsbedingungen zur\u00fcckf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Anzahl der Trojaner in Abh\u00e4ngigkeit von ihrem Entdeckungszeitpunkt aufzuzeichnen ist nicht wirklich kompliziert. Es ist aber nicht v\u00f6llig trivial und irgendwie hatte ich dazu nie die Zeit gefunden (meine eigentlich Arbeit hat im Moment ja leider eher wenig mit Himmelsmechanik sonder mehr mit dem <a href=\"https:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/2008\/12\/eurovo-das-europaische-virtuelle-observatorium.php\">virtuellen Observatorium<\/a> zu tun). S\u00e4mtlich Daten zu den Trojaner-Asteroiden sind ja beim <a href=\"https:\/\/www.cfa.harvard.edu\/iau\/lists\/JupiterTrojans.html\">Minor Planet Center<\/a> verf\u00fcgbar &#8211; und wenn man sich die Sisyphos-Arbeit sparen m\u00f6chte, f\u00fcr all die tausenden Asteroiden den genauen Entdeckungszeitpunkt rauszusuchen, dann bekommt man eine hinreichend genaue Ann\u00e4herung aus ihren Bezeichnungen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Benennung_von_Asteroiden_und_Kometen\">die ja verschl\u00fcsselt den Entdeckungszeitraum enthalten<\/a>.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise konnte ich f\u00fcr das Projekt schon einen Mitstreiter gewinnen und der hat so eine Grafik erstellt (Danke an David). So sieht das aus:<\/p>\n<form mt:asset-id=\"15917\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-13bca4e70c6eab46f21eb933bf2ba3a6-Trojanerplot03.jpg\" onclick=\"window.open('https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-13bca4e70c6eab46f21eb933bf2ba3a6-Trojanerplot03.jpg','popup','width=1143,height=568,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-69dd6407bbf3e05abf8ce47aa7b2af4a-Trojanerplot03-thumb-500x248-1.jpg\" alt=\"i-69dd6407bbf3e05abf8ce47aa7b2af4a-Trojanerplot03-thumb-500x248.jpg\" \/><\/a><\/form>\n<p>Hier sind die selben Daten nochmal &#8211; nur diesmal gemittelt \u00fcber ein ganzes Jahr:<\/p>\n<form mt:asset-id=\"15920\" class=\"mt-enclosure mt-enclosure-image\" style=\"display: inline;\"><a href=\"https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-bd8cb3ee46f65d8e4f07eedeb122e50c-Trojanerplot02.jpg\" onclick=\"window.open('https:\/\/scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/wp-content\/blogs.dir\/28\/files\/2012\/07\/i-bd8cb3ee46f65d8e4f07eedeb122e50c-Trojanerplot02.jpg','popup','width=513,height=311,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/astrodicticum-simplex.ulrich.digital\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/i-75b5781bedbde40f86f2ec41ca38a89c-Trojanerplot02-thumb-500x303-1.jpg\" alt=\"i-75b5781bedbde40f86f2ec41ca38a89c-Trojanerplot02-thumb-500x303.jpg\" \/><\/a><\/form>\n<p><big><strong>Erste Gedanken<\/strong><\/big><\/p>\n<p>Ok &#8211; was l\u00e4sst sich damit nun anfangen. Ich habe mir bis jetzt absichtlich noch nicht allzuviele Gedanken dar\u00fcber gemacht &#8211; denn ich will ja probieren das alles m\u00f6glichst \u00f6ffentlich ablaufen zu lassen. Ich werde hier jetzt also gleich &#8211; quasi live \ud83d\ude09 &#8211; all das aufschreiben, was mir bei diesen Bildern so einf\u00e4llt. Und es kann \u00fcbrigens gut sein, dass da ein paar dumme Sachen dabei sind \ud83d\ude09 Wenn euch was auff\u00e4llt, sagt Bescheid.<\/p>\n<ul>\n<li>Das zweite Bild mit den gemittelten Werten scheint zu zeigen, dass die Trojaner-Asymmetrie nach wie vor existiert. Der Zeitraum zwischen 2005 und 2010 ist qualitativ nicht wirklich anders als der zwischen 2000 und 2005. Das erste Bild mit den ungemittelteten Daten macht die Sache aber wieder ein wenig komplizierter.<\/li>\n<li>Was war in dem Zeitraum los, als man kurzfristig mehr L5-Asteroiden kannte? Gab es da irgendeine besondere Beobachtungskampagne? Besonders gute Bedingungen f\u00fcr die Beobachtung bei L5? Warum gerade in diesem Zeitraum? Wenn es was mit der Bahn von Jupiter zu tun h\u00e4tte, dann m\u00fcsste sich sowas periodisch wiederholen. Aber die Periode von Jupiter betr\u00e4gt 12 Jahre und Ende der 1990er kannte man gerade Mal ein paar hundert Trojaner &#8211; zuwenig wahrscheinlich f\u00fcr eine vern\u00fcnftige Statistik.<\/li>\n<li>Kann Statistik hier irgendwie weiterhelfen? Kann man auf die Daten irgendwelche Tests anwenden die zeigen, wie wahrscheinlich es ist, dass wir so eine asymmetrische Kurve zuf\u00e4llig bekommen obwohl in Wahrheit gleich viel Asteroiden vorhanden sind? <\/li>\n<li>Welche Instrumente entdecken eigentlich momentan die meisten Trojaner? Sind das eher Raumsonden, automatisierte Surveys oder doch Einzelbeobachtungen verschiedenster Astronomen? Lassen sich daraus irgendwelche Schl\u00fcsse \u00fcber bevorzugte Entdeckungszeitpunkte bzw. Entdeckungswahrscheinlichkeiten bei L4\/L5 ziehen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Soweit meine ersten Gedanken dazu. Es scheint so zu sein, als w\u00fcrde die Trojaner-Asymmetrie tats\u00e4chlich noch existieren. Aber ich will das Problem diesmal gerne wirklich gr\u00fcndlich behandeln und daher sollte man sich doch noch ausf\u00fchrlich Gedanken \u00fcber eventuelle beobachtungsbedingte Gr\u00fcnde machen bevor man weitergeht. Ich m\u00f6chte also erstmal probieren, die oben aufgeworfenen Fragen zu beantworten. Und ich hoffe, ihr helt mir dabei! Ich selbst bin ja kein Beobachter &#8211; aber ich wei\u00df, dass viele meiner Leserinnen und Leser kompetente (Amateur)Astronomen sind die oft und gerne den Himmel beobachten. Wenn ihr also irgendwelche Ideen habt &#8211; immer raus damit!<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde es generell super finden, wenn man dieses Problem gemeinschaftlich angehen k\u00f6nnte. Das &#8222;Open Science&#8220; aus dem Titel soll sich ja nicht nur auf die \u00f6ffentliche Darlegung meiner Arbeit und Gedanken beziehen. Vielleicht k\u00f6nnen wir ein Internetforum (oder gibts da heutzutage schon was Moderneres?) anlegen wo wir unsere Ideen und Ergebnisse sammeln k\u00f6nnen und wo alle mitdiskutieren k\u00f6nnen, die Lust haben? Wenn wir dann sp\u00e4ter tats\u00e4chlich auch die dynamischen bzw. die anderen m\u00f6glichen Gr\u00fcnde f\u00fcr die Trojanerasymmetrie untersuchen, dann geht das sowieso nur mit numerischen Simulationen. Und je mehr sich dann beteiligen, desto einfacher und schneller gehts. Au\u00dferdem m\u00fcssen wir auch nochmal die komplette Literatur durchforsten und schauen, was ob sich bei den bisherhigen Untersuchungen \u00fcber die Trojaner irgendwas interessantes oder f\u00fcr die Asymmetrie relevantes ergeben hat. Sowas w\u00fcrde man typischerweise einen armen Diplomanden machen lassen \ud83d\ude09 Aber wenn sich genug beteiligen, dann geht das auch ganz leicht. Und keine Angst: man muss kein studierter Astronom sein, um sich zu beteiligen \ud83d\ude09 Jeder der Lust hat mitzumachen, ist herzlich willkommen -.und das n\u00f6tige Wissen sammeln wir im Laufe der Zeit schon auf \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Ich freue mich also auf eure Kommentare und Ideen! Und wer wei\u00df &#8211; vielleicht l\u00f6sen wir das Problem ja wirklich! Dann k\u00f6nnen (m\u00fcssen!) wir die Ergebnisse nat\u00fcrlich auch ver\u00f6ffentlichen und wenn das hier in einer echten wissenschaftlichen Ver\u00f6ffentlichung endet w\u00e4re das nat\u00fcrlich ein super Erfolg (wenns auch vielleicht kompliziert werden wird, die Autorenreihenfolge auszudiskutieren \ud83d\ude09 ).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das hier ist ein kleines Experiment. Normalerweise teilen Wissenschaftler die Ergebnisse ihrer Forschung der \u00d6ffentlichkeit erst mit, wenn sie fertig sind und sicher,dass sie was interessantes vorzuweisen haben. 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